Mittwoch, 15. November 2017

SpaRitual "Drift" Barefoot

Die Zeit vergeht momentan ein bisschen schneller als mir tatsächlich lieb ist - denn schon ist wieder Mittwoch und während ich noch ein bisschen in Magenta schwelge, ist tatsächlich schon wieder Beige dran. Ausgerechnet eine der Farben, mit denen ich ja nur bedingt was anfangen kann, darum habe ich auch schon dezent Panik geschoben, was ich denn nun lackieren sollte - aber dann fiel mir "Barefoot" von SpaRitual in die Hände, den ich mir ja genau für diese Gelegenheit auch zurückgelegt hatte!

Der Lack stammt aus der "Drift"-Kollektion von 2014 und ist mir vor inzwischen anderthalb Jahren bei tkmaxx ins Netz gegangen - ich bin mir ziemlich sicher, dass er auch in etwa seitdem für Beige zurückgestellt wurde... Die SpaRituals gibt es immer wieder mal bei tkmaxx, allerdings gibt es auch viele wenig spannende Farben, da ist dieser Lack eindeutig eine Ausnahme!
Der Auftrag des Lacks ging erstaunlich gut von der Hand, obwohl die Konsistenz ein kleines bisschen auf der zähen Seite ist - das liegt einfach an den enthaltenen Partikelchen. Trotzdem lässt sich die beige Base mit den Teilchen gut auf den Nägeln verteilen. Die erste Schicht bringt zwar sowohl Farbe als auch Glitzer auf den Nagel, ist allerdings noch nicht deckend genug, um das Nagelweiß komplett verschwinden zu lassen, also habe ich noch eine zweite Schicht lackiert. Die Trockenzeit des Lacks ist angenehm, ohne zu lang oder auch zu kurz zu sein. Allerdings trocknet "Barefoot" durch die enthaltenen Partikel recht uneben ab, sodass sich ein leicht angemattetes, raues Finish ergibt - das allerdings von Sand noch ziemlich weit entfernt ist. Wer die Nägel etwas stumpf mag, wird damit schon zufrieden sein - ich war mir allerdings sicher, dass sich mit einem Topcoat noch mehr aus dem Lack rausholen ließe, also habe ich noch zwei Schichten Glatt- und Glänzendmacher auf den SpaRitual gepinselt. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen - die Oberfläche wird nicht nur glatter, sondern bringt auch die einzelnen Partikelchen deutlicher hervor.
"Barefoot" hat eine klassische, nudefarbene, beige Base, die weder übermäßig gelb- noch außerordentlich braunstichig ist. An und für sich würde ich das tatsächlich als ein solides Beige bezeichnen, das sich nicht besonders in eine der möglichen Richtungen lehnt. In dieser Basis sind dann so einige Partikelchen unterwegs - goldene, winzige Shredderteilchen von Glasflecks, kleine goldene Glitterhexagons und mittelgroße kupferorangfarbene Hexagons, die teilweise auch in allen Holofarben schillern. Durch den Topcoat sinken die Partikelchen deutlicher in die Lackbasis ein, wodurch einerseits die kupferfarbenen Teilchen etwas deutlicher werden und vor allem die winzigen goldenen Teilchen ein wenig an Präsenz verlieren und teils als Schmutz in der Basis erscheinen. Da die Glitzerpartikelchen insgesamt teils im Lack eingesunken sind, reflektieren sie das Licht nicht immer gar so deutlich und genau durch diese Vielfalt kommen auch die Besonderheiten des Lacks gut zur Geltung. Der Name passt ganz gut zu der sandig scheinenden Basis, die mit kleinen Highlights gespickt ist - man könnte sich tatsächlich barfuß an einen Sandstrand denken.
An und für sich hätte sich bei diese Lack wohl ein Strandmotiv angeboten - aber ich habe hier von der Seite das dringende Bedürfnis nach Törtchen vermittelt bekommen, also habe ich in meinen Stampingplatten nach entsprechenden Leckereien gesucht. Auf der BP-91 wurde ich fündig - da sind nämlich unterschiedliche Cupcakes zu finden, derer zwei es auf meine Nägel geschafft haben. Mit Anny's "Ready to go" habe ich sie auf Ring- und Mittelfinger gestempelt, da ich farblich eigentlich in einem ähnlichen Rahmen bleiben wollte und dachte, mit einem hellen Rot wäre das ein guter Ansatz. Obwohl ich beide Motive sehr knuffig finde, bin ich was das Ergebnis angeht doch ein bisschen zwiegespalten - ich glaube, ich grübele mal wieder an der Frage, ob diese Einzelmotive denn so toll und stimmig sind oder nicht. Allerdings hatte ich keine Lust, die übrigen Nägel noch mit irgendeinem Motiv zu versehen, denn da darf sich "Barefoot" tatsächlich noch ein bisschen in seiner vollen Pracht zeigen. Auf der anderen Seite sind die kleinen Törtchen einfach knuffig und eine süße Ablenkung im wahrsten Sinne des Wortes.
Durch das Stamping tritt aber der Lack an sich doch ein wenig in den Hintergrund und die schönen funkelnden Teilchen können sich gar nicht mehr so bemerkbar machen. Die goldenen Partikel sind sowieso schon deutlich in den Hintergrund gerückt, aber auch die kupferfarbenen Hexagons finde ich auf den nicht-bestempelten Fingern deutlich sichtbarer als bei den Törtchen. Ich bin insgesamt ehrlich gesagt ganz schön erstaunt, dass mir der Lack so gut gefällt - aber es ist halt eben auch kein einfacher, planer Beigelack, sondern einer, der durch den enthaltenen Glitter ein paar Besonderheiten mit sich bringt und alles andere als langweilig ist. Der SpaRitual führt zwar nicht dazu, dass einem alle auf die Nägel starren, sondern ist eher ein zurückhaltender Vertreter, der einen vorwiegend selbst begeistert - aber sei's drum, ich mag den Lack erstaunlich gerne! 
Das Ablackieren ist natürlich aufgrund der Zusammensetzung alles andere als eine Freude - aber ich muss sagen, dass sich der Aufwand aus meiner Sicht für das Ergebnis durchaus lohnt. Sicherlich hätte man den Lack im Sommer noch ein bisschen besser präsentieren können, aber auch jetzt im trüben Herbst kann er mich überzeugen.

Dank der inzwischen doch drastisch reduzierten Auswahl an Farben, gibt es für den kommenden Mittwoch nicht wirklich die richtig große Abwechslung - aber laut meiner Liste fehlt uns noch ein Bordeaux.

Dienstag, 14. November 2017

Hot oder Schrott 7 - Winterwonderland

Hier kamen immer wieder Nachfragen zu einer diesjährigen "Hot oder Schrott" Ausgabe an, wir waren leider so beschäftigt, dass wir es früher einfach nicht geschafft haben. Kurz vor Weihnachten ist aber genau die richtige Zeit zum Wichteln, oder? Also machen Lotte und ich das jetzt!

Liebe Lacke und Lackinnen, wir präsentieren Hot oder Schrott 7 - Winterwonderland! 
Für diejenigen, die (noch) nicht (mehr) wissen, worum es geht, ein paar einführende Worte: Wie oft ist es wohl jeder von uns schon passiert, dass sie einen Lack gekauft hat, ihn dann auf den eigenen Nägeln hatte und dachte: "Warum zur Hölle habe ich dieses hässliche Teil gekauft?" Dann trifft man eine Freundin, die einen ganz verklärt ansieht und einem gesteht, dass das wohl einer der schönsten Lacke ist, die sie je gesehen hat - was für den einen Schrott ist, ist für den anderen eben Hot!

Und da Päckchen bekommen und verschicken generell grandios ist, gibt es eine kleine Aktion mit Bezug zur Tradition des Schrott-Wichtelns, bei dem man ungeliebte Gegenstände loszuwerden versucht (aber logischerweise im Gegenzug die ungeliebten Gegenstände anderer zurückbekommt...). Ein Lack-Schrott-Wichteln also!

Wie soll das Ganze ablaufen? 

Jeder, der einen Wohnsitz in Deutschland hat und teilnehmen möchte, schickt bis zum 26.11.2017, 23:59 Uhr eine E-Mail an lackschrottwichteln@gmail.com mit dem Betreff "Hot oder Schrott 7"dem eigenen Namen und der Anschrift (wer mag, kann natürlich auch seinen Blog dazuschreiben) und einem Nick, der in der Teilnehmerliste veröffentlicht werden darf. Minderjährige benötigen die Erlaubnis ihrer Eltern. [Mädels aus Österreich oder der Schweiz - wenn ihr mitmachen wollt, schreibt bitte in eure Email euer Herkunftsland, dann verpaaren wir euch "inländisch", falls sich genug Teilnehmerinnen melden - falls sich nicht genug für eine Verpaarung melden sollten, wird das leider nichts.]

Dieses Mal wird es keine separate Bestätigung- Email geben, das sparen wir uns - bei so vielen Teilnehmerinnen wie in den letzten Jahren artet das einfach immer aus. Aber keine Sorge, bisher sind immer alle Emails auch angekommen. Bitte habt auch Nachsicht mit uns, dass wir einmal vorgenommene Zuordnungen nicht verändern können.

Die Päckchen: 

5 Lacke passen in eine Versandtasche (maximal 35,3cm * 25cm * 5cm) und kosten per Maxibrief 2,60€ (bitte versendet als Maxibrief, nicht als Warensendung!).Die 5 Lacke sind nur aus eurer Sicht SCHROTT, d.h. sie sind nicht eingetrocknet oder irgendwie anders unbrauchbar, sie sind auch nicht schon halb leer (sie dürfen natürlich benutzt sein!), sondern einfach nur "hässlich" (und hoffentlich für euer Wichtelkind HOT!).

Einen Preisrahmen gibt es nicht - ob ihr also 5 essence-Lacke loswerden wollt oder 5 OPIs bleibt euch überlassen; schließlich kann man ab und an auch mal sehr teure Lacke günstig bekommen, einige Lacke gibt es gar nicht mehr und wenn man einen Lack nicht leiden kann, ist die Marke auch nebensächlich! 

Die Zeitplanung:  

Spätestens am 03.12.2016 wisst ihr, wer euer Wichtelkind ist, sodass die Lacke hoffentlich noch vor Weihnachten bei den Wichtelkindern ankommen. Wir würden dann wieder gerne eine kleine Übersicht machen - welche Schrott-Lacke so verschickt wurden und wer den Schrott vielleicht tatsächlich für Hot gehalten hat. Dazu gibt es im Dezember dann auf beiden Blogs einen Beitrag mit einer Galerie, in die ihr euch eintragen könnt.

Wir möchten euch bitten, nur dann mitzumachen, wenn ihr ein paar Lacke zum Verwichteln zu Hause habt (bitte das VOR Verschicken der Mail checken!) und es auch zeitlich hinbekommt, die Päckchen vor Weihnachten loszuschicken. 

Lotte und ich machen gerne die Organisation und teilen allen ihre Wichtelkinder mit - alles Weitere liegt dann in den Händen der Wichteleltern, wir können keine Gewähr dafür übernehmen, dass alle Päckchen zeitnah losgeschickt werden und angemessen befüllt sind.
Auf geht's - wer hat zu Hause Lacke, die Schrott sind und hätte im Austausch dafür gerne Lacke, die hot sind?

Bestätigte Wichtelconnection: Lotte - Lena -

Montag, 13. November 2017

Die Shannara-Chroniken - Elfensteine - Terry Brooks

Am Liebsten würde ich ja vor Scham im Boden versinken, weil ich es ernsthaft seit Juni nicht geschafft habe, diese Review (fertig) zu tippen. Den ersten Teil "Das Schwert der Elfen" hatte ich ja schon vor einem Jahr gelesen und obwohl die beiden Bücher nur lose miteinander zusammenhängen, hatte ich die relevanten Aspekte aus dem ersten Teil noch immer gut im Kopf. Ich hatte zu Beginn von "Elfensteine" ein paar Bedenken, da ich ja die TV-Serie nicht gar so grandios fand - nur war ich mir nicht sicher, ob ich mir wünschen sollte, dass das Buch ganz anders und besser sein sollte oder ob mich das nur noch mehr verwirren würde...
Wer mit der Schreibe von Terry Brooks gut kann (man muss einfach mit diesen alten fantasytypischen Längen zurecht kommen), wird sich schnell in die "Elfensteine" einfinden - und wer die Serie im Fernsehen gesehen hat, wird die eine oder andere Überraschung erleben. Während ich die Verfilmung extrem flach, stereotyp und vorhersehbar fand, kann das Buch trotz der gleichen Charaktere und teils auch gleicher Handlung (ist ja auch logisch - die Serie orientiert sich ja an dem Buch) deutlich mehr überzeugen. Zwar muss man an der einen oder anderen Stelle umdenken, da man von der Serie anderes gewohnt ist, aber das wirkt sich aus meiner Sicht ausschließlich positiv auf den Verlauf der Geschichte sowie die Charaktergestaltung aus.

Auch wenn das Cover die Amberlee aus der Serie zeigt - der Charakter ist grundlegend anders gestaltet und das fängt nicht nur bei der Tatsache an, dass die Auserwählten sich kein dämliches Rennen zum Baum liefern müssen, sondern vom Ellcrys selbst erwählt werden. Die in der Serie platte und stereotype Prinzessin zeigt sich hier als deutlich tiefgründiger, gebeutelter, zerrissener und wirkt auf mich viel sympathischer als ich sie im Gedächtnis hatte. Das gilt auch für ihre "Widersacherin", die Zigeunerin Eretria, die ich in der Serie kaum nachvollziehbar, hinterhältig und insgesamt unstimmig fand und die im Buch durch ihre Vorgeschichte auf einmal eine Tiefe und Bedeutsamkeit bekommt, die ich dem Charakter gar nicht zugetraut hätte. Statt platter Vorurteile hat Brooks hier wirklich wohlüberlegte weibliche Protagonistinnen aufgebaut, die trotz widriger Umstände eine Entwicklung nehmen, die ihre Stärke nachvollziehbar und überzeugend macht.

Am nähsten an der Serie dürfte Will gestaltet sein, wobei ich auch den "Wonderboy" im Buch stimmiger und echter finde. Dass eine Fernsehserie deutlich knapper gestaltet sein muss als ihre literarische Grundlage ist klar, aber es ist doch schade, wenn dabei so vieles verloren geht - und ich spreche hier nicht nur von epischen Beschreibungen von Schlachten oder Landschaften, sondern gerade von Beziehungsgeflechten, Dramatik, Tragik, Abgründen und Hoffnung. Das sind tatsächlich die Dinge, die "Elfensteine" mit einer gewissen Leichtigkeit transportieren kann, ohne die Bedeutsamkeit der Veränderungen und Verluste aus den Augen zu lassen. Das Buch liest sich angenehm leicht weg, auch wenn es hier und da ein paar sprachliche Komplexitäten gibt - dennoch gelingt es unglaublich gut, den Leser mitzunehmen und sowohl in Hoffnung als auch in Leid mitfühlen zu lassen, was die Charaktere empfinden. Das gilt eben nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für Nebenfiguren, die in der Serie teils nicht in dem Ausmaß dargestellt werden (z.B. auch Amberlees Onkel).

Sicherlich braucht man ein gewisses Faible für fantastische Geschichten, um auch diesen Wälzer mit Freude zu lesen, allerdings macht es einem die Story auch sehr leicht, sich einzufühlen und immer wieder den Einstieg auch in komplexere Situationen zu finden. An der einen oder anderen Stelle möchte man den Charakteren ins Gewissen reden - an anderen gar nicht weiterlesen, weil man genau weiß, welches Unheil ihnen droht. Für mich macht das durchaus ein gutes Buch aus und ich bin schon gespannt auf die weiteren Teile, die im nächsten Jahr kommen sollen...

"Die Shannara Chroniken - Elfensteine" wurde mir freundlicherweise von blanvalet zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 12. November 2017

CND Vinylux "Nightspell" #253 Mercurial

Nach "Hypnotic dreams" letzten Sonntag geht es heute weiter mit einem Lack von CND Vinylux und vor allem ist der Lack auch wieder gemeinsam lackiert, da wir ja beide die Kollektion über den BloggerClub erhalten haben - Lottes Bilder solltet ihr euch auch unbedingt anschauen! Eigentlich war "Mercurial" tatsächlich der Lack, den ich zu Beginn am wenigsten spannend fand, das hat sich allerdings schnell geändert, als ich das Fläschchen in der Hand hielt.

Ich hatte mich ja gefragt, warum ausgerechnet ein silbriger Lack nach dem Merkur benannt ist - aber das mag tatsächlich daran liegen, dass ich farblich was die Planeten angeht, wohl ein bisschen von einer gewissen Zeichentrickserie vorgeprägt bin... An und für sich ist der Merkur nämlich tatsächlich ziemlich grau und recht eisenhaltig - das passt also von der Farbgebung her schonmal.
Bei den CND-Vinylux-Lacken komme ich beim Auftrag ja immer wieder ins Schwärmen und bei "Mercurial" aus der "Nightspell"-Kollektion ist es auch nicht anders. Der Pinsel noch immer grandios, die Konsistenz hier auch absolut bombastisch und das ist bei dem Lack gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. "Mercurial" ist nämlich tatsächlich eher ein wenig cremig-pastös, allerdings ohne zu fest zu sein - der Lack lässt sich wirklich perfekt lackieren und zerfließt überhaupt nicht, wenn man ein Tröpfchen auf den Nagel gesetzt hat, bleibt es da tatsächlich auch stehen. Das heißt aber auch, dass man an den Rändern keine Lackmassen überlassen sollte, ansonsten finden sie sich da nämlich auch wieder. Beim Lackieren selbst hatte ich ein wenig den Eindruck, dass der Lack leicht streifig werden könnte, das gibt sich aber beim Trocknen. Die Nagelspitzen sollte man sorgfältig versiegeln, sonst zeigt sich da schnell ein Rand, aber ansonsten gibt es nichts zu meckern. Die Trockenzeit ist kurz und der Lack trocknet auch eben ab - wenn man es nicht superglänzend will, kann man sich also den Topcoat sparen.
Farblich ist "Mercurial" je nach Lichtverhältnissen ganz unterschiedlich anzusiedeln - grundsätzlich ist das ein deutlich silberner Lack, allerdings zeigt er sich  manchmal doch auch eher in Richtung Anthrazit tendierend, wenn er nicht ganz so viel Licht abbekommt. Wie man schon im Fläschchen erkennen kann, ist das kein einfaches Finish, mit dem der Lack daherkommt - und das liegt daran, dass er wirklich mit Partikelchen vollgepackt ist ohne Ende. Wer einen Hauch dicker lackiert, kommt mit einer Schicht aus, der Lack deckt grandios! Ich habe noch eine zweite lackiert, da ich immer sehr dünn unterwegs bin und mir einfach ein paar kleine Lücken in die Oberfläche lackiert habe. Neben den silbernen Flecks, aus denen der Lack besteht, schwirren auch noch vereinzelte silberne Glitterhexgons in der Flüssigkeit herum, die sich aber kaum auf den Nägeln zeigen. Das liegt aber nicht daran, dass sie nicht da sind - vielmehr gehen sie hervorragend im Lack auf und blitzen nur in vereinzelten Positionen hervor, ohne sich richtig hervorzutun. An und für sich hätte man sich die also auch sparen können, würde ich mal sagen.
So ein Silber mit einer tatsächlich leicht lebendigen Oberfläche, ohne klassisches Metallic zu sein, habe ich bisher noch nicht in meiner Sammlung und darum hat mich der Lack auch eindeutig positiv überrascht: Ich mag sowohl den wechselnden Farbton als auch dieses ungewöhnliche Finish sehr. Darum ist es mir auch nicht leicht gefallen, hier ein passendes Design zu finden - aber dann fiel mir in meinem Aufräumwust noch eine Stampingplatte in die Hände, die ich von Nurbesten.de bekommen hatte: Die BPX-L015, eine schnuckelige Pandaplatte und da ich sowieso schon seit geraumer Zeit Pandas auf die Nägel bringen wollte (eigentlich seit eine Kollegin mir vor mehreren Monaten von ihren Panda-Kinderbüchern erzählt hat, die ihr beim Umzug wieder in die Hände gefallen sind), war es jetzt an der Zeit! Pandas sind ja ganz klassisch Schwarz und Weiß, also habe ich mich auch entsprechend an diese Vorgaben gehalten und war dann dem großen Problem ausgesetzt, mich für einige der wirklich zuckersüßen Motive von der Platte zu entscheiden.
Auf den Ringfinger kam dann der kleine Panda, der seinen Bambus noch in der Hand hält - den habe ich auch ordentlich noch in beiden Farben gemacht (und allein dieses eine Decal hat mich tatsächlich drei Versuche gekostet, weil ich mir das Motiv in der Zwischenzeit zwei Mal zerfetzt habe). Dazu gab es dann einfach in Schwarz auf die restlichen Nägel ein Fullcover-Motiv, das viele Pandas über-, unter- oder nebeneinander zeigt - das kann man sich getrost aussuchen. Auf dem silbernen Untergrund finde ich das Ganze auch tatsächlich ziemlich passend, so ist zumindest der Kontrast zum Schwarz deutlich genug und in Weiß würden sie sich zwar noch ein bisschen mehr abheben, das muss ja aber nicht immer sein. Außerdem finde ich auch den Kontrast zwischen dem Einzelmotiv und den übrigen Nägeln so doch sehr gelungen - ansonsten würde der kleine einzelne Panda vielleicht ein bisschen in seiner großen Familie untergehen. Da die Platte noch so einige weitere knuffige Motive im Angebot hat, war das sicherlich nicht das letzte Mal, das sich sie zur Hand genommen habe - auch wenn die Konkurrenz zugegebenerweise sehr groß ist...
Zur Haltbarkeit des Lacks kann ich noch nicht viel sagen, da ich ihn gerade eben erst lackiert habe, aber wenn er sich so verhält wie seine Geschwisterchen, ist da nichts Negatives zu erwarten. Allerdings bin ich gespannt, wie es sich mit dem Ablackieren verhalten wird - mich sorgen da nicht so sehr die vereinzelten Glitzerpartikelchen, sondern eher hartnäckige Flecks, die einem das Leben schwer machen könnten...

"Mercurial" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt. Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Nurbesten.de zur Verfügung gestellt.

Samstag, 11. November 2017

Sally Hansen "Sugar coat" 240 Red velvet

Manchmal verwirre ich mich ja selbst - so ist das auch mit dem heutigen Lack gewesen, denn eigentlich dachte ich, dass der farblich ein bisschen anders aussehen würde... Ich hatte nämlich keine Zeit, mir die Nägel ernsthaft zu lackieren, also habe ich nach einem Quicky gesucht, der sich schnell und unproblematisch auf die Nägel bringen ließ und bin so (wenig überraschend) bei einem Sandlack gelandet. Im nahezu nächtlichen Lampenschein sah der Lack auch tendenziell Rot aus und das fand ich auch für die Arbeit okay.

Kaum hatte ich ihn am nächsten Morgen aber auf den Nägeln, erreichte mich auch schon der Kommentar, dass der Lack doch genau so aussehen würde wie der davor - also "Pistol pink" von Mittwoch... So ganz richtig ist das zwar nicht, aber gewisse Ähnlichkeiten sind unbestreitbar und so gibt es eben das zweite Mal Magenta diese Woche!
"Red velvet" von Sally Hansen gehört zu den "Sugar coat"-Lacken und die haben meine Begeisterung für Sandlacke vor langer, langer Zeit tatsächlich mal angefacht. Inzwischen hat sich der Hype zwar eindeutig gelegt, ich muss aber gestehen, von diesen Strukturlacken noch immer sehr angetan zu sein. So hat sich bei mir vor allem aus der Reihe so einiges angesammelt und neben einem weiteren Ton ist dieser hier der letzte noch nicht gezeigte. Mit dem gerade geschnittenen Pinsel lässt sich der Lack gut auftragen und man sieht auch sehr schnell, dass es sich um einen Strukturlack handelt - ich finde das ja absolut grandios, dass man diesen Lacken immer beim Trocknen zusehen kann und sich so schnell die Sandpartikelchen (oder hier eben Zuckerpartikelchen) herauskristallisieren. Die erste Schicht ist zwar farblich schon eindeutig rötlich, aber von der Haptik her noch sehr fein und weit verteilt. Eine zweite Schicht (die Deckkraft ist auch mit zwei Schichten auf dem Fläschchen angegeben) sorgt dann nicht nur für einen intensiveren Farbton, sondern auch für ein schönes, deutlich raues Finish.
Farblich ist der Lack zwar durchaus weit von "Pistol pink" entfernt, gehört aber irgendwie tatsächlich in die gleiche Farbfamilie. Zwar ist er deutlich wärmer und somit schon eindeutig beerig, aber definitiv auch eher magentafarben als rot... Allerdings muss ich ja sagen, dass so ein traumhaft schrubbeliges Sandfinish absolut nichts mit einem Flecksschimmer gemeinsam hat, auch wenn der unbedarfte Betrachter hier Ähnlichkeiten zu erkennen vermag! Ich mag den intensiven Ton, den der Lack hat und muss hier tatsächlich eher an Himbeeren in Joghurt denken als an eine gewisse Telekommunikationsfirma - aber das mag auch daran liegen dass ich mir den Lack einfach "schönreden" musste, da ich ihn auf den Nägeln hatte. Das heißt keinesfalls, dass mir die Farbe nicht gefällt - ich hatte nur einfach mit etwas Roterem gerechnet und wollte nicht gerade in einer Woche zwei Mal die gleiche Farbfamilie auf dem Blog zeigen. Allerdings hat es "Red velvet" auch wirklich verdient, hier endlich aufzutauchen und ich bin von dem Finish noch immer begeistert.
Was ein entsprechendes Design angeht, ist ein raues Finish ja immer dankbar für ein Stamping und ich habe mich mal wieder bei der #Frischlackiertchallenge inspirieren lassen. Diese Woche sind Streifen und Punkte dran und während ich für Streifen eine große Sympathie verspürt habe, waren mir die Punkte ein bisschen suspekt. Meine Hoffnung auf ein schon im Vorfeld kombiniertes Design hat ein Blick auf meine Stampingplatten sehr schnell zerstört, also musste es eine geschickte Kombination werden. Auf der MoYou Holy Shapes 07 habe ich schnell ein paar hübsche Optionen für die Streifen gefunden und wollte als Kontrast heute nicht schon wieder Silber nehmen (ein bisschen Abwechslung muss ja auch erlaubt sein!). Darum habe ich mich für MoYou's "Chill out" entschieden, der mit seinem schönen cremigen Finish auch so noch eine Abwechslung bietet. Durch die pinkrote Bsis wirkt das kühle Blau fast ein bisschen fliederfarben, aber in der Summe ist die Mani doch recht harmonisch.
Die Punkte habe ich mit meinem Dottingtool gesetzt und sie sind natürlich nicht so perfekt geworden wie sie hätten sein müssen - aber Dots sind auch einfach nicht meine Stärke. An und für sich wäre ich auch nur mit den Streifen, die ein bisschen was von einem Barcode haben, voll und ganz zufrieden gewesen, aber dann wäre das Thema ja nur zur Hälfte erfüllt. Die anderen beiden Nägel wollte ich nicht mit Punkten verschandeln (das hätte dann wohl noch schlimmer ausgesehen), also musste die Pünktchen einfach in die noch übriggebliebenen Freiflächen platziert werden - mehr schlecht als recht. Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Stamping auf dem Sandlack richtig klasse finde und mich auch sehr freue, dass ich es geschafft habe, mal wieder eine neue Stampingplatte zu benutzen. Obwohl ich so viele tolle Motive habe, neige ich sehr dazu, zu den alten Bekannten zu greifen und das finde ich doch ziemlich schade.
Da "Red velvet" nur ohne Topcoat sein schönes raues Finish zeigt, ist der Lack vor allem an den Nagelspitzen auch ein bisschen empfänglicher für Tipwear. Ich finde das nicht sonderlich schlimm, zumal es auch leicht zu kaschieren ist, aber bei so einem Farbton fällt das natürlich auch eher mal auf. Sicherlich würde sich der Sally Hansen auch mit einem Topcoat gut machen - aber mein Herz schlägt dann doch zu sehr für Sandlacke, dass ich mich dazu hätte hinreißen lassen können.