Sonntag, 14. Januar 2018

Polish Alcoholic "Rainy days"

Zum Ende eines tollen Wochenendes bei Lotte haben wir beide es tatsächlich auch wieder mal geschafft, einen Lack für "Gemeinsam lackiert" zu timen. Heute gibt es endlich einen Lack, den ich viel zu lange in Gefangenschaft gehalten und somit Lotte vorenthalten habe, der aber noch immer ganz hervorragend in die Jahreszeit passt, auch wenn ich ihn mit viel schönerem Wetter fotografiert habe. Viel tollere Bilder gibt es übrigens bei Lotte, meine werden dem Lack so gar nicht gerecht.

"Rainy days" von Polish Alcoholic passt vom Namen her ja doch recht gut in die letzten Wochen und ich war sehr gespannt, was der Lack so auf den Nägeln machen würde, da er im Fläschchen schon absolut grandios anzusehen war. Lotte und ich haben allerdings schon festgestellt, dass sich der Lack bei uns beiden durchaus unterschiedlich verhalten hat und wir uns nicht so ganz einig sind, wie wir ihn finden.
Das Lackieren ging bei "Rainy days" einfach von der Hand, der Lack hat schon ordentlich Wumms, deckte bei mir mit der zweiten Schicht dann auch wirklich perfekt und richtig gut. Mit der ersten hatte ich, da ich doch recht dünn lackiere, hier und da doch noch das eine oder andere durchscheinende Fleckchen. Auch wenn die Deckkraft nach zwei Schichten in Ordnung war und der Lack auch in einer angemessenen Geschwindigkeit trocknete, kam für mich dann doch ein kleiner Negativpunkt: Der Lack trocknete nämlich bei mir nicht schön eben und glänzend ab, sondern doch recht ungleichmäßig und uneben. Dort, wo sich die Partikelchen im Lack befanden, gab es kleinere Krater und Unregelmäßigkeiten, sodass ich eine Schicht Topcoat lackieren musste, um ein ansehnliches Finish zu erhalten. So gefiel mir "Rainy days" doch schon ganz gut - allerdings ließ er sich nicht wirklich einfach fotografieren...
Die Grundfarbe des Lacks ist recht klar zu erkennen, dabei handelt es sich nämlich um einen Grauton. Da hört es allerdings mit einfach auch schon auf, denn je nach Licht wirkt das Grau mal dunkler bis ins Anthrazit hinein und zeigt einen leichten Grünstich, mal ist es aber auch eher ein wenig heller, ein klassischer mittelgrauer Ton, der eher kühl angehaucht eine leichte Tendenz in Richtung Blau hat. Und als würde dieser Shift in der Grundfarbe nicht ausreichen, tummeln sich in diesem schönen Cremegrau noch ganz schön viele kleine Partikelchen in Kupfer und Silber. Die kleinen Flecksteilchen sind auch daran "schuld", dass ich mit dem Finish so meine Probleme hatte. Die Partikel liegen nämlich unterschiedlich tief im Lack, darum war der Lack dann doch uneben, hubbelig und einfach nicht schön. Mit Topcoat zeigt der Lack dann aber tatsächlich, was er wirklich kann: Mit diesen feinen Highlights hat der Lack dann wirklich auch nichts mehr mit verregneten Tagen zu tun.
Diese tolle Mischung aus Grau, Kupfer und Silber finde ich ja absolut grandios und auch wenn ich auf diese Kombination sicher nicht von selbst gekommen wäre, hat das wirklich was. Dieses feine Gefunkel, das je nach Winkel mal die warmen, mal eher die kühlen Highlights in den Vordergrund stellt, macht einfach wahnsinnig viel Freude und wird nicht langweilig. Natürlich sollte dann noch ein passendes Design auf den Lack - und daran hätte ich mir fast die Zähne ausgerissen.  Da der Lack so komplex ist, wollte ich ihn nicht überfrachtet,  also fielen Decals und sonstige Klebereien weg. Bei Stamping war ich auch skeptisch, ein stimmiges Muster zu finden, das nicht zu viel vom Lack verdeckt und auch einfach dazu passt. Trotz einer wirklich großen Auswahl an Platten, bin ich nicht so recht fündig geworden, also habe ich mich ausnahmsweise mal wieder an Pünktchen versucht.
Um farblich stimmig zu bleiben, habe ich mich an den Partikelchen im Lack orientiert und mir drei Lacke geschnappt. Mit "Hardy water lily" von Priti NYC, "Bronze" von Lacura Beauty und "we no speak orange" von uma habe ich im unteren Bereich der Nägel einfach wild durcheinander unterschiedlich große Punkte gesetzt. Zwar sind die Dose natürlich mal wieder nicht perfekt geworden und der eine oder andere ist nicht richtig rund, aber fesch sieht das trotzdem aus. Durch die unterschiedlichen Finishes passen die Punkte auch gut zum Lack und bringen noch etwas Abwechslung rein. Sicherlich nicht die beste Wahl, aber recht fesch.
Insgesamt hat mir "Rainy days" doch gut gefallen, auch wenn er vom Finish her ein wenig anstrengend war. Aber da Lotte ja andere Erfahrungen mit genau diesem Lack gemacht hat, wird das nur ein blöder Zufall gewesen sein.

Freitag, 12. Januar 2018

Nicole by OPI "Kardashian Kolor" Smile for the glam-era

Während ich heute mal wieder ein bisschen Zeit damit verbringe, mir die Rücklichter anderer Autos anzuschauen (eine hervorragende Methode, sich nach einem neuen Modell umzusehen!), soll es hier natürlich trotzdem einen Lack geben. Die Auswahl fiel mir enorm schwer, denn es geht heute Nachmittag endlich mal wieder in Richtung Lotte!

Zu so einem Anlass sollte es natürlich kein 08/15-Lack sein, sondern schon einer, der ein bisschen was kann - aber auch keiner, der allzu viel auf dem Kasten hat, denn lange wird er ja eh nicht überstehen... Also suchte ich in meinem Bestand nach einem Kandidaten, der mir würdig genug erschien und blieb bei "Smile for the glam-era" aus der "Kardashian Kolor"-Kollektion von Nicole by OPI hängen. Der passt doch (auch vom Namen her) wie Arsch auf Eimer!
Was das Lackieren selbst angeht, sind die Nicole by OPI-Lacke eigentlich Selbstläufer. Mit dem schön breit auffächernden Pinsel lässt sich der Lack hervorragend auf den Nagel bringen und dank der tollen Konsistenz auch gut verteilen. Im Nu hatte ich eine schöne Farbschicht aufgebracht und mich für einen Moment gefragt, ob sie nicht einen Hauch dicker hätte sein können, um schon auszureichen. Wenn ich aber eines nicht kann, dann ist es dicker lackieren, also gab es einfach eine zweite Schicht drüber und ich war zufrieden. Der Lack trocknet in angenehm kurzer Zeit an und ab, sodass man keinen schnelltrocknenden Topcoat benötigt und auch eine extra Glanzschicht kann man sich eigentlich sparen (zumindest konnte ich keinen großen Unterschied zwischen dem Ergebnis mit und ohne Topcoat erkennen).
Farblich gehört "Smile for the glam-era" natürlich in die dunkle, vampy Ecke - und ich muss gestehen, dass ich ihn tatsächlich noch einen Hauch tiefvioletter in Erinnerung habe als er sich dann dieses Mal beim Lackieren gezeigt hat. Der Lack lungert schon ein paar Jahre bei mir herum, ich habe ihn nämlich damals im USA-Urlaub mitgenommen, wenn ich mich nicht komplett irre. In dieser Zeit habe ich ihn allerdings auch schon das eine oder andere Mal in die Hand genommen und auch lackiert, aber irgendwie nie Fotos davon gemacht. In der rotstichigen, dunkellilanen Basis, die man durchaus als helle Aubergine oder dunkle Pflaume beschreiben könnte, schwirren so einige winzige goldene Partikelchen herum - ob das nun Schimmer oder Mikroglitter ist, kann ich gar nicht so recht erkennen. Dadurch, dass die Partikel nicht obenauf liegen (tendenziell ist es also Glitter), sondern im Lack eingebettet sind, sind sie nicht nur golden, sondern wirken teils auch pink oder lilafarben. Das hängt natürlich davon ab, wie viel Lack da noch obendrüber liegt, allerdings verleiht der Mikroglitter dem Lack dadurch einen edlen Anstrich.
Dazu kommt dann tatsächlich noch ein feiner, blauer Schimmer, der zugegebenerweise aber nur zu erkennen ist, wenn man wirklich ganz genau hinschaut. Auf normale Entfernung ist der dunkellilane, teils von kleinen goldigen Highlights unterbrochene, Eindruck vorherrschend. Diese Zusammenstellung hat es mir nicht unbedingt leicht gemacht, ein halbwegs passendes Design zu finden - also habe ich es mir leicht gemacht und einfach anderweitig entscheiden lassen. "Ich hab' dir da mal eine Platte rausgelegt," schallte es irgendwann aus dem Flur, "das Motiv rechts oben, wenn du sie aufmachst." Wenn das mal nicht Service ist, jetzt musste ich nämlich nur noch entscheiden, welcher Lack zum Stampen es sein sollte. Das ging allerdings recht schnell, ich wollte "Smile for the glam-era" nämlich ein bisschen entgegenkomen und keinen einfachen Cremelack nehmen, sondern etwas Feineres. Anny "Wild at heart" schien mir da perfekt geeignet mit seinem Shift zwischen Pink und Orangegold, also habe ich das Motiv von der MoYou Time traveller - Back to the 60's 05 ganz brav mit diesem Schätzchen auf den Mittel- und Ringfinger gestampt.
Die Platte hat einige sehr coole 60's Muster (logisch, oder?), die teils ein bisschen altbacken wirken, aber durchaus auch schon wieder hip sind. Natürlich habe ich es bei dem geometrischen Muster nicht geschafft, es wirklich gerade und damit perfekt auf die Nägel zu bringen - irgendwo macht mir die Krümmung dann doch wieder einen Strich durch die Rechnung... Aber die Kreise (bzw. deren Umrandungen) sind erstaunlich gut auf "Smile for the glam-era" zu erkennen. Durch die dunkle, rotstichige Basis kommen von "Wild at heart" eher die pinken Anteile durch, im richtigen Winkel ist allerdings auch der Shift ins orangestichige Gold gut zu erkennen und auch wenn das Motiv eher schlicht gehalten ist, ist es einfach eine angenehme und nicht überzogene Abwechslung auf den Nägeln. Ich wäre selbst wohl nicht an dieser Platte hängengeblieben (dabei sind die Motive so cool!), muss aber mal zusehen, dass ich demnächst bei ein paar anderen Farben auch zu den Mustern greife. Ich habe da ein paar typische Farbkombinationen im Kopf, die sich gut machen könnten...
Zur Haltbarkeit von "Smile for the glam-era" kann ich nichts Negatives berichten - für einen dunklen Lack hält sich der Nicole by OPI recht solide. Tipwear gibt es natürlich ein bisschen schneller als bei hellen Lacken (vor allem ohne Topcoat), aber dafür ist das Ablackieren absolut kein Problem und das weiß ich bei so dunklen Lacken sehr zu schätzen!

Mittwoch, 10. Januar 2018

Isadora 733 Paradise green

Neues Jahr - altes Spiel, denn irgendwann (in sehr, sehr, sehr ferner Zukunft) hoffe ich ja, dass ich meine unlackierten Lacke mal alle lackiert habe und hier zeigen konnte. Damit es an der Front vorwärts geht, habe ich mir heute mal wieder einen der Lacke geschnappt, die noch als letzte von ihren Markenkollegen einsam und alleine in meinem Regal stehen. Dann habe ich zumindest auf meiner Liste den Eindruck, dass ich wieder ein bisschen vorwärts gekommen bin.

Die Rede ist von "Paradise green" von Isadora, einem hübschen Cremelack, den mir (wenn ich mich nicht falsch erinnere) Lotte mal aus dem Schwedenurlaub mitgebracht hat. Ich mag die Lacke von Isadora sehr gerne, allerdings finde ich sie preislich durchaus statthaft und bin dann doch eher bei den spezielleren Lacken bereit, das Geld dafür hinzulegen.
"Paradise green" lässt sich mit dem breiten Pinsel der Isadora-Lacke angenehm lackieren (am Anfang braucht man vielleicht ein bisschen, um mit diesen Pinseln zurecht zu kommen, aber inzwischen finde ich die absolut grandios!), gut verteilen und schön auftragen. Der Lack selbst hat eine tolle, cremige Konsistenz und deckt auch sehr schnell. Nach einer dünnen Schicht ist schon ordentlich Farbe auf dem Nagel, allerdings scheint der Nagel dann noch an der einen oder anderen Stelle durch. Mit einer zweiten Schicht ist dann allerdings alles blickdicht und da der Lack auch mit einem schönen Glanz trocknet, kann man auf einen Topcoat hier durchaus verzichten. Das Finish ist schön glatt und lässt keine Wünsche offen - allerdings ist der Lack was das Fotografieren angeht alles andere als einfach!
Farblich ist "Paradise green" nämlich kein reinrassiger Grünton, sondern eigentlich ein toller türkisfarbener Lack, der eher in Richtung Grün als ins Blaue tendiert. Meine Kamera hat beschlossen, ihn weder so richtig knallig, noch mit dem entsprechenden Blaustich zu zeigen - also musste ich meine nicht vorhandenen Fotobearbeitungskünste bemühen und habe versucht, zumindest ein bisschen was in Richtung einer halbwegs adäquaten Darstellung zu verbessern. Der Lack wirkt jetzt im Ansatz so knallig und intensiv wie er tatsächlich ist, allerdings fehlt ihm noch der Blaustich, den der Isadora eigentlich hat. Den habe ich aber partout nicht mehr hinbekommen, ohne gleichzeitig auch ein unangenehmes Rauschen auf die Fotos zu bringen, also habe ich beschlossen, es einfach so zu belassen. Stellt euch den Lack einfach nur noch etwas intensiver und bläulicher vor!
Als es um das Design passend zum Lack ging, hatte ich schnell essence's "Edward" in der Hand - mit den grünen und in allen Farben glitzernden Holopartikeln schien der mir nämlich sehr stimmig und zur Basisfarbe passend. Also habe ich einfach alle Nägel damit bepinselt - und hätte es eigentlich auch dabei belassen können, aber ich wollte dann doch noch ein bisschen mehr als nur das hübsche Gefunkel und Geglitzer haben (ich bin aber schon extrem stolz auf mich, dass ich mal wieder daran gedacht habe, einen meiner Topper zu nutzen!). Ich hatte schnell ein Stampingmotiv ein Kopf, das ich über meinen Glitzertopper stempeln wollte. Auf der MoYou Pro XL 04 sind einige Animalprints zu finden und ich habe mir eines der Streifenmuster geschnappt (den Tiger sozusagen) und habe den  mit einem dunkleren Lack ("Trendsetter" von essence) auf den Ring- und Mittelfinger gestampt.
Das Ganze habe ich dann noch mit einem Topcoat versehen und auch wenn ich den Glitzertopper vor dem Stamping aufgebracht habe, sieht es doch ein bisschen so aus, als würde der Glitzer über dem dunkleren Grünton liegen. Ich mag das Endergebnis sehr gern - so erkennt man das Tiermuster gar nicht so schnell (und es ist auch nicht so typisch schlimm Animalprint) und es bietet trotzdem ein bisschen Abwechslung auf den Nägeln. Wirklich begeistert bin ich tatsächlich vom Topper auf dem Türkiston, da der den Lack doch noch ordentlich aufwertet. Natürlich sieht die Kombination auch ohne Stamping schon bombastisch aus, aber so ist er doch ein bisschen raffinierter - auch wenn gerade das Stamping auf die Entfernung so gar nicht zu erkennen ist.
Obwohl der Lack recht farbintensiv ist, ist er beim Ablackieren absolut unkompliziert. Ohne Topcoat sieht man Tipwear tatsächlich ein bisschen schneller und sie fällt auch auf - aber das kann ich diesem Lack verzeihen und bin viel mehr von der Farbe begeistert. Grundsätzlich ist es ja so, dass ich mich von geschenkten Lacken ungern trenne - aber bei diesem hier gibt es dazu auch überhaupt keinen Grund!

Montag, 8. Januar 2018

p2 last forever nail polish 170 french kiss

Heute ging es für mich wieder auf die Arbeit und leider steht mir eine ziemlich stressige Woche bevor... Darum brauchte ich für den Start in die Woche definitiv etwas auf den Nägeln, das gute Laune macht und ein bisschen Pepp hat - auch wenn ich sehr gerne dunkle und düstere Lacke trage, jetzt war es mal Zeit für etwas Knalliges. Mein Lackschränkchen gibt in der Richtung gar nicht mehr so viel her (zumindest, was die unlackierten Lacke angeht), aber ein paar Vertreter haben sich doch noch gefunden.

Bei "french kiss" von p2 bin ich ein bisschen schuldbewusst hängengeblieben - den Lack habe ich nämlich wirklich schon ganz schön lange in meiner Sammlung und habe ihn bisher noch nicht lackiert. Dabei ist das so ein hübscher Kandidat aus der "last forever nail polish"-Reihe!
Der Auftrag ging hier wirklich leicht von der Hand, die Konsistenz des Lacks ist toll und der Pinsel fächert super auf - schnell hatte ich also Farbe auf dem Nagel und auch erste Bedenken, ob das mit der Deckkraft so funktionieren würde. Ein bisschen machte der Lack auf mich nämlich den Eindruck von Jelly-Durchsichtigkeit und das machte mir doch Sorgen - aber auch nur bis zur zweiten Schicht, die dann wieder einen ordentlichen Schwung Farbe und Knalligkeit auf die Nägel brachte und mein Nagelweiß auch fast perfekt abdeckte. Wenn man genau hinschaut, kann man in (un)günstigen Winkeln tatsächlich noch den Übergang erkennen, aber mal ganz ehrlich: Der Lack ist blickdicht! Er trocknet zwar nicht übermäßig schnell, aber doch in akzeptabler Zeit und weitestgehend gleichmäßig und hübsch deckend, sodass man sich einen Topcoat sparen kann. Die kleine Macke, die ich mir in den Ringfinger lackiert habe, ist meine eigene Schusseligkeit gewesen und nicht dem Lack zuzuschreiben.
Farblich ist "french kiss" eigentlich ein schöner, knalliger Magentaton an der Grenze zur Beere - aber meine Kamera hat sich so ein klitzekleines bisschen geweigert, das entsprechend einzufangen. Auf den Fotos wirkt der Lack noch ein bisschen zu rotstichig-warm (dafür ist meine Haut zu gelbstichig-kühl), aber egal wie ich es gedreht und gewendet habe, den richtigen Ton habe ich nicht erwischt. Von der Farbintensität passt das durchaus, der Lack hat doch eine ordentliche Portion wumms und würde vielleicht auch als Dunkelpink durchgehen - aber mir ist er ausreichend dunkel, um nicht mehr in das ungeliebte rosa-pink Farbschema zu fallen. Sicherlich wäre das eher ein Ton, der klassisch in den Herbst passt - aber auch jetzt geht der Lack mit seinem schlichten Cremefinish ganz hervorragend und kann sich wirklich sehen lassen. Für mich eindeutig ein Gute-Laune-Lack, der mir den Tag durchaus versüßt hat.
Was ein passendes Design angeht, habe ich bei "french kiss" tatsächlich erst daran gedacht, es nur mit einem Topper zu probieren - aber dann war mir das doch ein bisschen zu fad und ich habe meine Stampingplatten nach einem Doppelstamping durchforstet. Der schöne, intensive Magentaton schien mir dafür perfekt geeignet, allerdings musste ich tatsächlich ein bisschen suchen, um ein Motiv zu finden, das mir stimmig schien. Gelandet bin ich letztlich bei der ÜberChic 14-03, die ein Rautenmuster im Angebot hat, in das man dann kleine Dreiecke stampen kann - zumindest theoretisch... Angefangen habe ich mit den blauen Rauten, die ich mit MoYou's "Beach house" auf Ring- und Mittelfinger gestempelt habe und um ehrlich zu sein, fand ich diesen hellblauen Kontrast schon so fesch, dass ich es beinahe dabei belassen hätte. Aber dann hatte mich doch der Ehrgeiz gepackt und ich wollte auch noch die kleinen Dreiecke entsprechend in ihr Ziel bringen - und das wurde dann doch ein wenig zum Problem...
Obwohl sich essence "Wild white ways" an und für sich als Stampinglack sehr gut macht, wollte er hier die Dreieckchen nicht komplett ausfüllen und so hatte ich dann... naja, löchrige Dreiecke. Die musste ich noch entsprechend in den Rauten platzieren und das ist mir zugegebenerweise nicht immer optimal gelungen - ganz dreist schiebe ich die Schuld dafür auch auf meine gebogenen Nägel, bei denen mir teils schon bei den Rauten die Umrandung ein bisschen verwischt war. Jetzt in leicht verschobene Rauten noch die leicht verschobenen Dreiecke zu bringen, war nun wirklich nicht einfach... Das Motiv ist somit zwar nicht perfekt gelungen, gefällt mir aber wirklich richtig gut - mit Topcoat versiegelt sieht das Ganze dann auch gleichmäßiger aus und passt zum Basislack. Die Kombination von Weiß, Hellblau und dem intensiven Magenta ist klasse - noch schöner wäre es noch gewesen, wenn die Dreiecke ein bisschen satter wären, aber man kann halt eben nicht alles haben.
Zur Haltbarkeit kann ich momentan noch keine Infos geben - der Lack schlägt sich aber seit gestern ganz solide. Tipwear ist noch keine in Sicht, allerdings habe ich heute auch nicht sonderlich viel am PC gearbeitet, sodass die Belastung auch nicht groß war. Bis morgen darf er auf jeden Fall noch bleiben - vielleicht gibt es dann wieder etwas Neues...

Freitag, 5. Januar 2018

Catrice "Lumination" C03 Stargazer

Die erste Woche im neuen Jahr ist schon wieder rum und das heißt, dass es ab Montag für mich wieder auf die Arbeit geht... Dabei hätte ich mich so an das gemütliche Ausschlafen und Rumgammeln gewöhnen können. Meinen heutigen Lack habe ich tatsächlich schon zu Weihnachten getragen, allerdings da keine Zeit gehabt, ihn zu fotografieren, darum durfte er jetzt noch einmal auf meine Nägel.

Catrice "Stargazer" aus der Lumination-LE ist bei mir über das Lackschrottwichteln im letzten Jahr gelandet - selbst hätte ich mir den Lack nie gekauft, aber nachdem ich ihn nun lackiert habe, finde ich ihn gar nicht so schlimm wie ursprünglich befürchtet. Natürlich hat er es schwer, da ich einfach kein Freund von Gold bin - aber farblich hat er mich eindeutig positiv überrascht.
Beim Lackieren hatte ich mich schon darauf eingestellt, dass der Lack nicht die beste Deckkraft aufweisen würde und leider war es dann auch tatsächlich so, dass ich erst nach drei Schichten zufrieden und mein Nagelweiß abgedeckt war. Der Lack selbst ist recht flüssig, sodass man beim Lackieren ein wenig aufpassen muss, dass er nicht in die Nagelhäute verläuft, er lässt sich aber mit dem Pinsel gut verteilen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich am Pinsel entweder zu viel oder zu wenig Lack für einen Nagel hatte; also war ich fleißig am Abstreifen oder am Nachholen... Immerhin ist die Trockenzeit des Lacks recht kurz, sodass auch die drei Schichten dann kein Problem sind - allerdings habe ich es mal wieder geschafft, mir bei einigen Nägeln Fussel einzulackieren. Manchmal habe ich ja das Gefühl, dass sich die Dinger heimlich im Lack verstecken - aber wahrscheinlich war ich einfach nur zu schusselig. Einen Topcoat braucht "Stargazer" eigentlich nicht, der Lack trocknet tatsächlich schon gleichmäßig ab.
Allerdings trocknet er alles andere als streifenfrei - und das ist für mich auch so ein bisschen das Manko am Lack. Farblich finde ich ihn erstaunlich schick (sonst hätte ich ihn ja auch nicht zu Weihnachten getragen), auch wenn der Ton nicht gar so einfach zu beschreiben ist. Ich würde mal sagen, es ist irgendeine Mischung aus Gold und Beige, wobei der Lack eben nicht so gelbstichig ist, sondern eher einen Hauch in Richtung Rosa geht. Er passt nicht so ganz zu meinem Hautton, beißt sich aber auch nicht so richtig - irgendwie ein komisches Mischmasch, das je nach Licht auch mal goldener mal eher beiger wirkt. Die Streifigkeit ist auf normale Betrachtungsentfernung gar nicht so deutlich wie sie dank der Kamera dargestellt wird - aber für Perfektionisten ist das definitiv kein Lack. Im Fläschchen zeigt sich ein traumhaft flüssiger, metallisch-schimmernder Eindruck - auf den Nägeln fehlt mir dieses Smoothe doch ein wenig. Gold ist nicht so meins, aber mit "Stargazer" kann ich doch gut leben. 
Über Weihnachten habe ich den Lack tatsächlich mal solo getragen, aber für das Posting wollte ich doch noch ein kleines Design draufmachen. Etwas Festliches hätte nicht mehr so ganz gepasst, also habe ich mich mal wieder durch meine Stampingplatten gewühlt (den Wunsch nach Münzen oder Goldbarren habe ich einfach geschickt ignoriert, das kam mir nicht so wirklich passend vor) und bin bei der Steampunk 05 von MoYou gelandet. Steampunk kam mir passend zu dem Gold vor, jetzt musste ich mich nur noch für eines der Motive entscheiden. "Das Gehirn sieht irgendwie niedlich aus", schallte es von der Seite - oder vielleicht war es auch "putzig", auf jeden Fall war damit klar, dass es die Cyberpunk-Variante mit dem Platinenschaltplan sein sollte. Das Motiv kam dann auf den Akzentnagel, gestampt habe ich mit Sally Hansen "Pat on the black". Ein dunkler Lilaton passt durchaus gut zu dem hellen Goldbeige und ich war ganz begeistert, dass ich das feingliedrige Motiv problemfrei auf den Nagel gebracht habe.
Nachdem ich meinen Akzentnagel hatte, fiel mir doch noch ein, dass ich ein passendes Muster auf der Sci-Fi 05 habe - da gibt es nämlich einige Ganznagelmotive, die in Richtung von Schaltplänen und ähnlichem gehen. Also Platte geschnappt und die restlichen Nägel passend bestempelt - da war es nur nichts mehr mit dem gerade und perfekt Stempeln... Mich ärgert das dermaßen, dass mir meine blöden Nägel da immer einen Strich durch die Rechnung machen, aber egal ob ich von oben nach unten oder von links nach rechts stampe, irgendwo verzieht es mir immer das Motiv. In diesem Fall ganz eindeutig an den Nagelspitzen, da machen nämlich diverse Linien einen kleinen Schlenker und auch wenn das sicher niemandem sonst groß auffällt, mich nervt das! Allerdings mag ich die Mani ansonsten sehr gern - ich hätte gar nicht gedacht, dass mir das Ergebnis so gut gefällt, aber das hat was. Natürlich finde ich den Akzentnagel ganz besonders klasse, der Rest ist aber auch toll und vor allem stimmig. Dabei hatte ich mit der Sci-Fi-Platte bisher immer so meine Probleme und fand die Motive nicht gar so einfach umzusetzen...
Zur Haltbarkeit von "Stargazer" sei gesagt, dass der Lack durchaus dazu neigt, mal an den Seiten abzublättern... Sicherlich nicht übermäßig, aber das fand ich schon schade. Dank der hellen Farbe fällt das zwar nur bedingt auf, aber generell muss das ja nicht sein. Ich muss ehrlich sagen, dass ich durchaus positiv überrascht bin von dem Catrice, allerdings weiß ich noch nicht, was ich mit ihm machen soll, sonderlich oft lackiere ich solche Töne ja nicht...