Mittwoch, 22. Februar 2017

Kosmetik Kosmo "Binoctium"

Als hätte das Wetter sich auf die heutige Farbe eingestimmt, ist es hier seit ein paar Tagen ganz schön trüb geworden - da passt Taupe auf den Nägeln wirklich hervorragend! Wobei ich ja auch der Ansicht bin, dass matschige Töne eigentlich immer gehen und ich durchaus auch mitten im Sommer Lust auf irgendeinen schmutzigen Lack habe - und bei der großen Bandbreite, die Taupe im Angebot hat, findet man da tatsächlich immer was!

Für heute habe ich mir das Dupe zu einem echten Klassiker hergenommen - auch wenn es schon ein paar Jährchen her ist, seit Chanel's "Paradoxal" einen wahren Hype ausgelöst hat. Trotzdem gehören Lacke dieser Sorte tatsächlich für mich noch immer zu den echten Hinguckern und vor allem Klassikern, die man immer wieder tragen kann und die doch nicht langweilig werden.
Natürlich gab es diverse Marken, die ähnliche Lacke herausgebracht haben und ich gestehe, dass auch ich nicht nur eine Version hier habe. "Binoctium" von Kosmetik Kosmo gehört leider eindeutig auch zu den Lacken, die eine richtige Ewigkeit bei mir im Schrank standen - das hat ihm aber so gar nichts geschadet. Mit dem schmalen Pinsel lässt sich der Lack gut aufnehmen und auf dem Nagel verteilen, insgesamt würde ich ihm eher eine etwas flüssigere Konsistenz unterstellen. Was die Deckkraft angeht, habe ich zumindest zwei Schichten gebraucht - auf einem Nagel sogar noch eine dritte, da ich mir da irgendwie eine Delle in den Lack gepinselt hatte. Man könnte natürlich auch dicker lackieren, aber das ist der Trockenzeit dann doch noch abträglicher, die ist nämlich nicht übermäßig kurz. Da empfiehlt sich also ein Topcoat, der dem Lack auch noch ein wenig mehr Glanz verleiht, aber auch verhindert, dass da am nächsten Morgen Abdrücke von der Bettdecke zu finden sind.
Farblich ist "Binoctium" wirklich nicht leicht einzuordnen - ich würde mal behaupten, der Basislack ist vorwiegend Bräunlich mit einem grauen Einschlag, insgesamt eher ein dunkler Taupeton. Das ist es aber natürlich nicht, das den Lack ausmacht, zu der Grundfarbe kommt nämlich ein feiner, lilaner Schimmer, der den Lack erst so richtig spannend macht. Der Schimmer ist zwar zugegebenerweise dominanter, wenn der Lack noch keinen Topcoat abbekommen hat - aber das ist mir leider auch erst recht spät aufgefallen. Durch den Schimmer, der für mich je nach Lichtverhältnissen zwischen einem kühlen Pink und einem eher wärmeren Lila changieren kann, bekommt auch der eher warme Basiston einen ordentlichen Schuss Lila ab und wirkt dadurch stellenweise ziemlich kühl. Auf jeden Fall ist das ein richtig spannender Lack, bei dem man sich auch beim Fotografieren wirklich anstrengen muss, um den Schimmer gut zur Geltung zu bringen.
Manchmal wirkt "Binoctium" ganz schön lila, manchmal lässt sich der Schimmer partout nicht fokussieren - und auf den Nägeln kommt der Lack auch noch ein bisschen gräulicher und kühler durch, als er im Fläschchen scheint. Bei so einem vielfältigen Lack ist es natürlich nicht wirklich leicht, ein passendes Design zu finden -  mir ist mal wieder ein bisschen die Zeit weggelaufen und ich habe mich für die einfachste Variante entschieden, die mir eingefallen ist: Ein Stamping! Mit der Arabesque 08 von MoYou, die ich schon mehrfach in der Hand hatte, aber irgendwie nie wirklich passend fand, habe ich einfach eines der einfacheren Muster mit Weiß auf die Nägel gebracht. Allerdings nicht mit meinem superdeckenden MoYou-Weiß, sondern mit Nubar "White peony", der ein bisschen dezenter und zurückhaltender ist. Ein krassers Schneeweiß wäre mir hier wohl zu viel gewesen und ich mag die milchige Variante zu "Binoctium" ein bisschen lieber.
Da ich das Ganze dann nicht auch noch mit einem glossy Topper versehen wollte, habe ich mich für die matte Variante entschieden und bin mir unsicher, ob ich das so schlau finde... Der Schimmer geht nämlich ein bisschen unter - bzw. fügt sich mehr in den Basislack ein und ist nicht mehr so deutlich erkennbar. Auch der Farbunterschied verschwimmt ganz schön, "Binoctium" scheint jetzt eher ein leicht frostiges, lilaschimmriges Finish zu haben... Dem weißen Stamping tut das durchaus gut, allerdings hätte ich das mit dem Mattieren wohl vorher besser mal ausprobiert, dann hätte ich vielleicht nicht alles matt gemacht, sondern noch ein paar glänzende Akzente übergelassen. Insgesamt mag ich zwar "Binoctium" auch in matt, ich finde aber eben, dass ihm dadurch die Vielfalt und auch ein bisschen der besondere Charme verloren geht.
Die Haltbarkeit des Lacks ist ok, allerdings neigt er auch mit Topcoat dazu, sich an den Nagelspitzen schnell abzunutzen. Das fällt bei dem dunklen Lack leider schnell auf und hat mich auch ein bisschen geärgert - aber dafür lässt sich das dann auch recht gut kaschieren. Ablackieren ist hier überhaupt kein Problem und ich freue mich sehr, dass ich den Lack endlich mal auf die Nägel gebracht habe!

Bevor die Galerie hier gleich aufgeht und ich mich schon auf die große Vielfalt an taupefarbenen Lacken freue, die ja tatsächlich von deutlichem Lila über Braun zu Grau in den unterschiedlichsten Intensitäten und Helligkeitsstufen geht, gibt es natürlich noch eine Vorgabe für die nächste Woche. Ich werde mich zwar ein bisschen überwinden müssen, aber es ist tatsächlich Zeit für Flieder!

Montag, 20. Februar 2017

Cirque "Holiday 2015" Madder

Zwar alles um einen Tag verschoben, weil mir mal wieder etwas ungeplantes dazwischen kam - aber dafür gibt's heute endlich wieder ein "Gemeinsam lackiert" mit Lotte und natürlich wieder einem traumhaften Lack aus ihrem Inventar! So ein bisschen haben sich die Cirque-Lacke doch gehäuft, als ich bei Lotte zu Besuch war, aber das soll ja nicht schaden, zumal die Marke tatsächlich eine Menge traumhafter Schätzchen hat!

Heute gibt es einen Lack aus der "Holiday 2015"-Kollektion, der somit auch nicht mehr der jüngste ist, sich aber wirklich mehr als sehen lassen kann - spontan musste ich da ja an einen Weihnachtslack denken, aber natürlich kann man "Madder" auch zu absolut jeder anderen Situation tragen!
Als ich "Madder" lackiert hatte, hatte ich zumindest für ein paar Minütchen das große Glück, hier noch etwas Sonne zu erwischen und zumindest ein Tageslichtfoto von dem Lack parat zu haben - ansonsten gibt es leider mal wieder nur Bilder mit der Tageslichtlampe, das tut bei dem Cirque allerdings sicherlich nichts schlechtes! Zum Auftrag kann ich auch hier nur Positives berichten: Der Pinsel fächert toll auf, der Lack hat eine perfekte Konsistenz, die Deckkraft ist angemessen, sodass man bei etwas dickeren Schichten vielleicht mit einer auskommt, ich habe allerdings zwei lackiert. Die Trockenzeit ist zwar kurz, aber nicht so kurz, dass man nicht auch ein bisschen korrigieren kann und das Finish ist am Schluss sowohl schön eben als auch glänzend - auf einen Topcoat kann man also verzichten, wenn man nicht den wirklich krassen Supergloss braucht. "Madder" ist definitiv ein Lack, bei dem das Lackieren Freude macht und schon wieder einer, bei dem ich schon beim Auftrag dachte, dass er wirklich gut riecht!
Farblich ist "Madder" ein wirklicher Hingucker, wenn man Rottöne mag - ich würde ich nicht komplett ins klassische Hellrot schieben, da er seine tomatige Seite wirklich nur im krassen Sonnenlicht zeigt, aber ein eindeutiges Kirschrot ist das auch nicht. Vielleicht würde ich als Kompromiss zur Erdbeere tendieren - auf jeden Fall ist das ein sehr schöner und intensiver Rotton, der natürlich mit seinem Holofinish besticht. Zwar ist der Holoeffekt hier auch eher dezent (irgendwie neige ich in letzter Zeit doch eher zu den feinen Holos...), aber keineswegs langweilig - mich haben an dem Lack vor allem die blauen Nuancen begeistert, die da so in dem Rot hervorfunkeln! Aber auch die übrigen Regenbogenfarben kann man hervorragend erkennen und es macht einfach Spaß, den Nägeln beim Funkeln zuzusehen, wenn man sie ein bisschen dreht und wendet. Wie schon zu Beginn erwähnt - eigentlich wäre das für mich der perfekte Lack zur Weihnachtszeit, aber weil Rot bekanntlich immer geht, passt "Madder" auch zu allen anderen Gelegenheiten.
Von dem Holo hätte ich noch zig Bilder zeigen können, der Effekt ist je nach Winkel wirklich immer mal wieder unterschiedlich und mal stehen nicht so sehr die bläulichen Anteile des Schimmers, sondern die goldenen im Vordergrund - aber ich wollte aus "Madder" ja noch etwas Passendes machen, da ich auch um Valentin herum getragen habe. Jetzt muss man natürlich wissen, dass ich absolut kein Fan des Valentinstags bin und ja sowieso keine große Tendenz in Richtung Kitsch habe - aber für die Mani habe ich mich mal überwunden und meine BP-72 zur Hand genommen, die so ein paar doch eher romantisch angehauchte Motive hat. Gestampt habe ich mit MoYou's "White knight", um einen klaren Kontrast in Farbe und Finish sicherzustellen und habe mich einmal für den Schriftzug "All you need is love" (okay, der ist nicht ganz perfekt gelungen, aber das liegt an meiner Schusseligkeit und nicht an dem gut gestanzten Motiv) und einmal für das schnuckelige Pärchen (ich würde ja glatt sagen, das sind Prinz und Prinzessin, wenn man die Krönchen betrachtet) entschieden.
Da der MoYou beim Stampen wirklich schön weiß ist, machen sich beide Motive auf dem schimmernden Untergrund ganz hervorragend und lassen "Madder" auch noch genug zur Geltung kommen. Teilweise würde ich sogar sagen, dass das Stamping den Grundlack sogar noch ein bisschen mehr betont und man den Holoeffekt deutlicher sehen kann, weil er sich so von dem weißen Motiv abhebt - aber das mag jetzt auch nur Einbildung sein. Ich fand die Mani tatsächlich auch ganz knuffig, obwohl das sicherlich nie meine Lieblingsmani wird - und ich auch gestehen muss, dass ich damit dann nicht auf der Arbeit war, sondern sie nur zu Hause ein paar Stunden auf den Nägeln hatte. Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, was Lotte so aus ihrem "Madder" (also... das hier ist ja auch ihrer, aber auf ihren Nägeln meine ich!) gemacht hat - ich habe ja so die Vermutung, dass da ein paar mehr zauberhafte Bilder zu sehen sind!
Tja, was soll ich sagen - an "Madder" habe ich so absolut nichts auszusetzen, der Lack ist sowohl im Auftrag als auch in der Haltbarkeit und im Ablackieren ein absolutes Träumchen! Alles unproblematisch und angenehm einfach, dass ich die Farbe auch noch grandios finde, muss ich wohl nicht extra erwähnen - und ich finde es tatsächlich schade, dass der Lack bald wieder hier auszieht, aber meine Begeisterung für die Cirques wird momentan definitiv nicht kleiner...

Samstag, 18. Februar 2017

Colour Alike 500 Ja pierniczę

Heute gibt's wieder ein Posting mit einem Tag Verspätung - denn gestern kam ich doch ein bisschen arg spät nach Hause und hatte absolut keine Zeit mehr, um Bilder rauszusuchen und vor allem ein Posting zu tippen... Momentan funktioniert das mit der zeitlichen Gestaltung um diverse spontane Aktionen herum nur mäßig gut, aber das sollte sich in Bälde auch wieder ändern! Und heute wird es mal nicht blau, sondern dunkel und ein bisschen holoig, da ich endlich meinen Colour Alike mal ordentlich lackieren wollte.

Mit dem Lack hatte ich ja schonmal gestempelt, darum stand er auch ganz vorne in der Reihe, um endlich lackiert zu werden. Den Lack hatte mir - wie sollte es auch anders sein? - Lotte mal vermacht und ich hatte mich sehr gefreut, endlich einen der inzwischen wohlbekannten Hololacke von Colour Alike mal lackieren zu können!
Der Auftrag ging beim kompletten Lackieren vollkommen unproblematisch und einfach von der Hand, die Konsistenz des Lacks ist toll und der Pinsel fächert hervorragend auf! Kleinere Fehler lassen sich korrigieren, allerdings trocknet der Lack holotypisch ein bisschen schneller als ein normaler Cremelack an. Wer ein bisschen dicker lackiert, könnte hier vielleicht mit einer Schicht schon zufrieden sein - mir war die definitiv noch zu dünn und auch farblich noch etwas schwach auf der Brust (das kommt halt davon, wenn man so dünn lackiert!), also habe ich eine zweite Schicht lackiert. Auch wenn man beim Auftrag ein bisschen das Gefühl von Streifigkeit hat - beim Abtrocknen ist davon nichts mehr zu sehen und die 500 zeigt ein wunderschön ebenmäßiges und glänzendes Finish. Vielleicht nicht Superduperglossyhochglanz - aber doch genug, sodass man den Lack ohne Tropcoat tragen kann.
Farblich tue ich mir mit dem Lack zwar inzwischen leichter als beim Stampen - ich würde nämlich sagen, dass die Grundfarbe tatsächlich eindeutig ein Braunton ist -, aber so ganz einfach ist es je nach Lichteinfall auch nicht. Hier und da zeigt "Ja pierniczę" nämlich auch ein paar Einschläge in Richtung Lila, sodass man den Lack fast als ein tiefdunkles Taupe bezeichnen könnte und in anderem Licht wirkt er wieder so eindeutig Zartbitterschokoladenbraun, dass man sich fragt, ob man sich nicht gerade geirrt hat. Wird es noch etwas dusig, dann scheint der Lack tatsächlich auch eher schwarz zu sein und lässt keinen warmen, bräunlichen Einschlag vermuten. Im momentan normalen Tageslicht bei bedecktem Himmel zeigt die 500 nur ganz vorsichtig, dass da so ein paar Holopartikel rumschwirren - großteils erscheint der Lack dann aber wie ein dunkles Braun mit silbernem Schimmer. Kommt aber Sonnen- oder Lampenlicht ins Spiel, fängt die Oberfläche des Colour Alike an, in allen Regenbogenfarben zu schillern! Zwar ist das kein eindeutiges Holo V, das man auf den Nägeln erkennen kann, aber doch ein sehr schöner, wenn auch feiner Farbverlauf von kühlem Blau bis zu goldenem Gelb.
Bei "Ja pierniczę" drängt sich der Holoeffekt nicht wirklich in den Vordergrund, man kann ihn aber doch deutlich erkennen und vor allem, wenn sich die eher die kühlen blauen und violetten Nuancen auf dem Nagel zeigen, neigt sich auch die Grundfarbe eher in Richtung eines schwärzlichen Brauns, das einen leichten Lilaeinschlag hat. Mir macht es gerade bei so feinen Hololacken immer ganz besonders viel Freude, den Effekt zu verfolgen und immer wieder neue Farbnuancen zu entdecken - mit dem Lack hat man vor allem in eher langweiligen Arbeitsstunden immer ein bisschen Ablenkung. Obwohl Hololacke ja eindeutig auch für sich stehen können (und das vielfach auch sollten!), wollte ich auf diesen hübschen Lack noch unbedingt ein Design stempeln - ich hatte nämlich schon eines im Kopf, da mir bei dem Braunton sofort die "Time traveller - Back to the 70's" 03 von MoYou in den Sinn gekommen war. Beinahe hätte ich mit einem Orange gestempelt, um einen wirklich fiesen Kontrast auf den Nägeln zu haben - dann wurde es aber doch die harmlosere Wahl in Form von Nubar "Marble tower".
Mit dem Grau ließ sich das Fullcovermotiv leicht auf die Nägel bringen und beim Ringfinger ist es mir sogar gelungen, das gerade auf dem Nagel zu platzieren - beim Mittelfinger habe ich mal wieder ein bisschen gewackelt, trotzdem gefällt mir meine Wahl heute sehr gut! Obwohl das Muster auch recht große graue Anteile hat, kommt "Ja pierniczę" in den freien Flächchen noch schön durch und man erkennt das Funkeln des Basislacks. Der Holoeffekt zeigt sich hier natürlich nicht mehr gar so deutlich wie auf dem Zeige- oder kleinen Finger, das ist aber auch einfach der vorhandenen Fläche geschuldet. Ich finde ja, dass das Muster sowohl farblich als auch vom Motiv her richtig gut zu dem dunklen Braun passt und obwohl ich mit der Platte so meine Probleme habe und selten weiß, wo ich die Motive richtig gut einsetzen kann - das hier ist eindeutig eine gelungene Kombination! Vielleicht wäre auch das Orange gar keine so dumme Wahl gewesen, mir war sie einfach nur zu riskant heute...
Zur Haltbarkeit des Colour Alike muss ich erwähnen, dass es ohne Topcoat nicht gar so gut um ihn bestellt ist - da chippt doch hier und da mal etwas und auch Tipwear entwickelt sich nach anderthalb Tagen recht deutlich. Mit einer schützenden Schicht sieht das gewiss ganz anders aus, aber auch ohne geht sich das aus, da man hier gut korrigieren kann und der Lack insgesamt unproblematisch ist. Ich bin auf jeden Fall von diesem Lack doch begeistert - ein schöner, dunkler Ton mit dem gewissen Etwas!

Mittwoch, 15. Februar 2017

Color Club "Foiled: Molten metals for your nails" Lumin-icecent

Normalerweise freue ich mich ja immer sehr auf die blauen Runden bei "Lacke in Farbe... und bunt!" - aber so langsam gehen mir auch die blauen Lacke aus, vor allem in bestimmten Nuancen... Hellblau gehört nun nicht so wirklich zu den Blautönen, von denen ich allzu viele habe, darum war ich auch heilfroh, dass ich mir einen Lack zurückgestellt hatte - denn an (tragbaren) Hellblaus war es das dann tatsächlich bei mir!

"Lumin-icecent" von Color Club musste doch eine ganz schön lange Zeit auf seinen Auftritt warten - den habe ich mir ja vor mehr als nur geraumer Zeit im Bundle bei tkmaxx geholt und zumindest schon zwei seiner Geschwisterchen lackiert (*hier* und *hier*). Ab und zu hat es aber auch seine Vorteile, dass ich den einen oder anderen Lack aus dem Blick verliere - sonst hätte ich heute nämlich ein ernsthaftes Problem gehabt!
"Lumin-icecent" kommt mit einem schmalen Pinsel daher, lässt sich damit aber gut lackieren. Die Konsistenz ist eher flüssig, sodass ich schnell etwas zu viel Lack am Pinsel hatte - da der Color Club aber nicht sofort antrocknet, kann man das noch korrigieren. Allerdings sollte man sich mit dem Korrigieren nicht zu viel Zeit lassen, denn wirklich langsam trocknet der Lack nicht. Das liegt natürlich auch am Foil-Finish, das "Lumin-icecent" mit sich bringt - das hat nicht nur eine wirklich hervorragende Deckkraft, sondern auch eine angenehm kurze Trockenzeit. Im Prinzip deckt der Lack schon mit einer Schicht, eine zweite schadet aber nicht, wenn man so dünn lackiert wie ich und sich damit gerne ein paar lichte Stellen in die erste Lackschicht packt... Mit der zweiten lässt sich das dann doch ein bisschen besser ausgleichen und die trocknet genauso zügig durch wie die erste. Das Finish ist schön gleichmäßig und braucht keinen Topcoat - außer man legt auf besonders viel Glanz wert.
Farblich ist "Lumin-icecent" sehr eindeutig ein helles Eisblau mit silbrigem Einschlag - allerdings aus meiner Sicht noch mehr als deutlich als Blau zu erkennen (was bei meinem Alternativlack nicht wirklich so gewesen wäre - aber das werde ich wohl spätestens in der nächsten Runde herausfinden). Der wirklich kühle Blauton ist mal etwas anderes als die niedlichen Babyblaus, die ich sonst immer zu dem Farbton im Kopf habe und gefällt mir erstaunlicherweise recht gut. Obwohl der Lack ein Foilfinish hat und man zumindest ein kleines bisschen die Pinselführung sieht, ist das Finish nicht wirklich schlimm streifig, sondern zeigt sich in seiner ganzen foiligen Schönheit - schimmernd hellblau bis silbern kann sich "Lumin-icecent" doch wirklich sehen lassen! Ich hatte ein wenig Sorge, dass der Lack mir Leichennägelchen bescheren könnte, aber so schlimm war es dann doch nicht, schließlich ist da genug Hellblau enthalten, um den Lack nicht zu hell und kühl wirken zu lassen.
Solo ist der Lack tatsächlich ganz schön strahlend und fällt dadurch auf - auch wenn überraschenderweise nicht wirklich negativ. Dennoch wollte ich auf "Lumin-icecent" noch ein nettes Design haben - und habe mich mal wieder für das aktuelle Motto der "Nailsreloadedchallenge" entschieden. Ein Glittergradient sollte es sein und ich habe meine erschreckend große Sammlung an Toppern genauer unter die Lupe genommen, um die perfekte Passung für den Color Club zu finden. Am Schluss bin ich dann bei einem Glitterlack gelandet, der gar nicht unter meinen Toppern steht - aber vielleicht dorthin wandern sollte, nämlich "Be cool!" von p2 aus der "Lost in glitter"-Reihe. Der Lack hat zwar eine blau eingefärbte Base, in der Glitter in Gold, Pink, Blau und Grün dicht gepackt ist, allerdings habe ich beim Auftupfen des Glitters auf meinen Basislack nur die Glitterpartikelchen und gar nichts mehr von der eingefärbten Basis auf die Nägel gebracht. Da die Glitzerteilchen hier wirklich klein sind, lässt sich der p2 sehr angenehm auf die Nägel bringen und man kann glaube ich gut erkennen, wo die Partikelchen gehäuft sind.
Da ich leider keine Chance hatte, das Design bei Tageslicht zu fotografieren, musste ich mich mit der Tageslichtlampe und meinen Zimmerlampen zufrieden geben - und das ist bei Glitter immer ganz schön schwierig... Allerdings kann man hier doch halbwegs gut erkennen, dass sich auf dem hellen Eisblau durchaus farbige Akzente befinden, die sich aber nicht so deutlich in den Vordergrund drängen, dass der Lack untergehen würde. Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich das Ergebnis so gut finden würde - ich glaube nur, dass ich am Zeigefinger ein bisschen zu viel Glitter habe, auf den übrigen Nägeln ist mir das doch etwas besser gelungen. Das ist zwar wieder kein sonderlich kompliziertes Design, hat aber durchaus was - und vor allem kann man damit auch immer ein bisschen kaschieren, dass der Lack an der Oberfläche abgenutzt wurde oder vielleicht auch das eine oder andere Eckchen verloren hat.
Die Haltbarkeit von "Lumin-icecent" ist insgesamt durchaus gut - allerdings kann es ohne Topcoat tatsächlich mal passieren, dass ein Eckchen abplatzt oder sich nach zwei Tagen doch sichtbare Tipwear entwickelt. Ansonsten gibt es wirklich keinen Punkt, über den ich mich bei dem Color Club beschweren könnte - auch das Ablackieren geht problemfrei, wenn man mal von dem Glitter des p2-Lacks absieht. Die lange Stehzeit hat dem hübschen Blauen sicherlich nicht geschadet - und da ich ihn jetzt in der Hand hatte, wird er sicher weiter genutzt!

Bevor hier gleich die Galerie aufgeht, gibt es natürlich noch die Vorgabe für die nächste Woche - so langsam ist die Auswahl an Farben ja doch eingeschränkt und somit steht als kleiner Kontrast in sieben Tagen Taupe an!
 

Sonntag, 12. Februar 2017

China Glaze "INK" 1012 Rose among thorns

Heute habe ich zum tatsächlich ein wenig sonnigen Sonntag einen Lack, den ich eigentlich schon vor ein paar Wochen geplant (und damit auch lackiert) hatte - "Rose among thorns" hatte ich mir nämlich eigentlich für Pink bei "Lacke in Farbe... und bunt!" zurückgelegt, aber da gab es dann ja einen Catrice zu sehen. Normalerweise bin ich ja ganz schlecht im Postings vorbereiten, weil ich immer zeitnah lackiere, aber hier hatte ich mit meiner Lackwahl einfach großes Pech!

"Rose among thorns" gehört wie mein Magenta vom Mittwoch zur matten "INK"-Reihe von China Glaze und sah im Fläschchen so wunderbar quietschig pink aus, dass ich zu mehr als einhundert Prozent sicher war, damit den perfekten Vertreter ausgesucht zu haben - bis ich den Lack dann auf den Nägeln hatte...
Mit dem schmalen China Glaze Pinselchen lässt sich der Lack zwar problemfrei lackieren, aber ich hatte schon bei der ersten Schicht mit der Farbe so meine Bedenken... Es blieb aber nicht bei nur einer Schicht, da die Deckkraft von "Rose among thorns" nun nicht allzu grandios ist - letztlich habe ich drei Schichten lackiert, um ein zumindest farblich gleichmäßiges und deckendes Ergebnis zu erhalten. Wie bei matten Lacken so üblich, ist die Trockenzeit recht kurz und das merkt man hier auch schon beim Lackieren - auf größere Korrekturen sollte man entsprechend verzichten, sonst zieht man sich den Lack gleich wieder mit ab. Das matte Finish ist aber leider nur farblich gleichmäßig - man sieht mehr als deutlich, dass die Oberfläche sich nicht so schön ausgleicht, wie ich mir das gewünscht hätte, sondern Unebenmäßigkeiten in den Nägeln und auch im Auftrag mehr als betont.
Das ist aber noch gar nicht das größte Problem, das ich mit dem Lack hatte - das erkennt man nämlich ganz deutlich im Farbvergleich zwischen Fläschchen und Nägeln: Das Pink im Fläschchen, wunderbar knallig und eindeutig, ist auf den Nägeln alles andere als pink, sondern vielmehr deutlich rotstichig und korallfarben. Das ist leider nicht nur ein Effekt, der auf die Farbproblematik meiner Kamera zurückzuführen ist, sondern tatsächlich so - ansonsten würde man auch den Kontrast zum Fläschchen nicht so deutlich sehen (und ja, es ist tatsächlich das richtige Fläschchen!). Da saß ich also nun mit meinen korallfarbenen Nägeln, die eigentlich pink sein sollten - und kann "Rose among thorns" trotzdem nicht so richtig böse sein, denn der Lack ist knallig, farbintensiv und macht wahnsinnig gute Laune! Im Prinzip könnte ich ja froh sein, denn Pink ist bekanntlich eh nicht so meine Farbe - aber in diesem Fall hatte ich dann ein kleines Zeitproblem!
Trotzdem wollte ich ein kleines Design auf den Lack bringen, leider auch, um dieses nicht gar so ansehnliche Finish ein bisschen zu kaschieren. Ich kenne das zwar schon von matten Lacken, dass sie alles andere als schmeichelhaft sind, aber irgendwie ist "Rose among thorns" da noch besonders gemein... Gleich einen Topcoat drüberpinseln wollte ich aber nicht, darum habe ich mir meinen weißen "White hype" von essence und "Blackout" von Maybelline geschnappt und ein paar schwarze und weiße Streifen auf die Nägel gemalt. Eigentlich hatte ich mir gewünscht, dass das ein bisschen gleichmäßiger aussehen würde, aber auch so hat das Design seinen Charme. Und auch wenn es wohl nicht so ganz korrekt ist, würde ich mit diesem Design gerne bei der "Nailsreloadedchallenge" zum Thema Schwarz / Weiß teilnehmen - schließlich ist da auch so einiges schwarzes und weißes im Design, bzw. besteht zumindest das Design lediglich aus einem schwarzen und weißen Lack. Ein bisschen tanze ich damit zwar aus der Reihe, wenn man die anderen Beiträge betrachtet, aber ich hoffe, das stößt nicht zu sehr auf.
Obwohl ich mein Streifendesign auf dem matten Untergrund schon recht gut fand (so ein kleines bisschen kann man den Kontrast zwischen dem Cremefinish des schwarzen Lacks und dem matten "Rose among thorns" ja doch erkennen), musste eine Schicht Topcoat drüber - ich wollte nämlich wissen ob das ernsthaft irgendwas am Korallrot ändern würde. Nachdem ich es geschafft habe, mir das Design nicht allzu sehr zu verschmieren und dann einen genaueren Blick auf "Rose among thorns" geworfen habe, muss ich sagen: Allzu viel ist da nicht wirklich passiert. Ich würde zwar behaupten, dass der Lack einen Hauch weniger Rot ist, wenn er mit Topcoat vor sich hinglänzen darf - aber als Pink geht er auch dann bei Weitem noch nicht durch. Trotzdem ist die glänzende Version mit den Streifen richtig klasse geworden und ich habe mich sehr geärgert, dass ich den Lack nicht sonderlich lange tragen konnte, weil ich ja noch mein richtiges Pink lackieren musste.
Mit dem matten Finish ist die Haltbarkeit von "Rose among thorns" nicht so glorreich - die Oberfläche bleibt doch ein bisschen empfindlich und ich habe mir sehr schnell Tipwear eingehandelt. Mit Topcoat habe ich den Lack leider nur kurz tragen können, aber da hat sich der China Glaze gut geschlagen. Obwohl er farblich nicht so ganz dem Fläschchen entspricht, finde ich den Lack absolut grandios und freue mich schon sehr darauf, ihn im Sommer wieder zu tragen!