Mittwoch, 21. September 2016

Catrice "Luxury Lacquers Million Brilliance" C02 Glitz Carlton

Während meine Zeit auf Kreta sich langsam, aber doch sehr sicher dem Ende zu neigt, gibt es heute passend zu Mittelblau den Lack, mit dem ich in den Urlaub gestartet bin. Am liebsten wäre ich ja mit einem Sandlack los, den hatte ich aber nicht mehr in der passenden Farbe. 

Also fiel die Wahl auf einen Glitterlack und zwar "Glitz Carlton" von Catrice aus der Million Brilliance-Reihe. Die silberne Version habe ich ja auch schon zu "Lacke in Farbe... und bunt!" gezeigt, jetzt kommt eben die mittelblaue Variante!
Ich dachte ja, dass das Lackieren hier einfach von der Hand gehen würde, da habe ich mich aber ein bisschen getäuscht... Der Pinsel ist zwar nur minimal verschnitten, sodass man noch recht präzise lackieren kann, aber der Lack ist leider nicht so dicht gepackt, wie es auf den ersten Blick im Fläschchen aussieht. Die erste Schicht hat zwar ein paar der blauen Glitterpartikel auf die Nägel gebracht, aber mir wurde klar, dass es mit der Deckkraft noch weit her war. Die zweite Schicht hat das Ganze zwar schon ein wenig dichter gemacht, aber noch viele Lücken zwischen den Glitzerteilchen gelassen. Schicht drei reichte auch nicht aus, um das Bild abzurunden, also musste ich tatsächlich eine vierte lackieren. Meine Begeisterung war verständlicherweise nicht wirklich groß. 
Zwar trocknet "Glitz Carlton" sehr zügig an und durch - die klare Base ist eher dünnflüssig und dient ja nur als Transportmittel für den Glitter, allerdings ist das Finish durch die Partikel nicht sonderlich eben, sodass ein Topcoat nicht schadet. Den Nagelspitzen musste ich gar nicht so viel Aufmerksamkeit widmen, da sich die Glitzerteilchen von selbst auch weiter vorne eingefunden haben und vom Endergebnis her bin ich sehr zufrieden. Der Hexglitter in drei Größen ergibt ein schönes, sattblaues Ergebnis, wobei die größeren Partikel ein bisschen im Vordergrund stehen. Durch die unterschiedlichen Positionen der Teilchen sieht der Catrice fast aus, als würde er verschiedenfarbige Blautöne enthalten, das ist aber definitiv nicht der Fall. 
Es macht bei diesem Lack aber sehr viel Spaß, diese unterschiedlichen Lichtreflexe zu beobachten und sich auch einfach an diesem Blauton zu erfreuen. Zwar hätte ich mir eine bessere Deckkraft gewünscht, aber das Ergebnis hat mich dann doch milde gestimmt. Obwohl mir ganz schön die Zeit weglief, wollte ich nicht ganz "plan" in den Urlaub starten, also gab es noch ein ganz fixes und einfaches Stamping. Auf der BM-XL 26 hatte ich ein Leuchtturm-Motiv gefunden und auch wenn Kreta jetzt nicht gerade eine Leuchtturm-Insel ist (obwohl es natürlich auch ein paar gibt), erschien mir das für den Urlaub ganz stimmig. Also fix mit MoYou's "Whitr knight" den Ringfinger bestempelt und fertig war ich für den Urlaub! 
Da ich zeitlich sehr knapp dran war und mir das Motiv nicht schon wieder durch Wischschlieren versauen wollte, bin ich letztlich ohne Topcoat los und hatte schon die Befürchtung, dass der hübsche Leuchtturm sich am nächsten Tag schon verabschiedet hätte - aber Pustekuchen! Der weiße Lack hielt sich ohne Versiegelung bombenmäßig, ohne die kleinen Strahlen oder sonstige Details zu verlieren. Abnutzungserscheinungen Fehlanzeige! Das kannte ich von anderen Stampings auch anders - da konnte ich häufig das Motiv auch einfach vom Nagel rubbeln, hier hatte das absolut keinen Einfluss und ich konnte mich gute fünf Tage an der Mani erfreuen. 
Nach diesen fünf Tagen hätte ich zwar das Stamping noch weiter bewundern können, aber "Glitz Carlton" war schon recht ramponiert. Schon am dritten Tag fehlten ein paar Eckchen, auch Tipwear war deutlich sichtbar - aber das nervige Ablackieren wollte ich noch etwas hinauszögern... Im Urlaub ist nämlich nichts mit Alufolie, also musste ich fleißig schrubben und im Hotelzimmer Glitter verteilen...

Da ich Ende der Woche wieder zu Hause bin, freue ich mich schon sehr darauf, durch die Galerie zu blättern! Nächste Woche springe ich aber ganz brav auf den Herbstzug auf und finde hoffentlich einen passenden Lack für Braun

Sonntag, 18. September 2016

polish me silly "peach me a lesson"

Eigentlich ist Rosa ja schon durch und ich müsste mich bis zur nächsten Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" nicht mehr mit dieser Farbe rumplagen - aber ich wollte ja meine "Neuzugänge" relativ zeitnah lackieren, darum wird es ganz ungewohnt heute schon wieder rosafarben hier auf dem Blog.

Der große Vorteil ist, dass ich den Lack nicht so wirklich lange tragen musste, weil es bald ab in den Urlaub ging. Als ich bei Lotte war, hatte ich "peach me a lesson" nur mit einem Seitenblick gestreift, bis es von der Seite schallte: "Ach ja, das ist ein Thermo!"
Da war es dann um mich geschehen und ein kleines bisschen hatte ich ja aufgrund des Namens auch gehofft, dass ich meinen Apricot-Beitrag mit dem Lack vorbereiten könnte... Die Bilder machen allerdings deutlich, dass das nicht so wirklich funktioniert hat, denn "peach me a lesson" ist eindeutig vorwiegend rosa. Der Auftrag ging mit dem kleinen Pinsel erstaunlich gut, die Konsistenz ist zwar ein klein wenig auf der glibberigen Seite, trotzdem lässt sich der polish me silly gut auftragen. Leider finden sich auf dem Pinsel allerdings nicht wirklich viele Glitterpartikel ein, nach denen muss man im Fläschchen doch fischen und hat dabei auch nur mäßig Erfolg. Die Deckkraft ist nachvollziehbarerweise auch nicht zu grandios, ich habe für eine solide Abdeckung des Nagelweiß drei Schichten gebraucht. 
Da der Lack so einige Partikel enthält, ist das Finish unebenmäßig und ein Topcoat glättet das nicht nur, sondern stellt auch sicher, dass alles ordentlich durchtrocknet. Der schöne Glanz tut noch seines dazu bei, "peach me a lesson" doch noch ein bisschen attraktiver zu gestalten. Was den Aufbau des Lacks angeht, enthält die rosafarbene Base hexagonale Partikelchen in vier Größen (winzig, klein, normal und riesig) und drei Farben (pink, orange und dunkelrot), wobei ich nicht weiß, ob es jede Größe in jeder Farbe gibt. Auf jeden Fall ist es sauschwer, eines der größten Partikel auf den Nagel zu bringen - mir ist das an beiden Händen je ein Mal gelungen und da natürlich nicht in der obersten Schicht... Am Ringfinger ist das Teilchen im rechten Bereich noch halbwegs gut zu erkennen. Ansonsten haben sich auch genügend weitere Glitzerteilchen eingefunden, um das Finish ansehnlich zu gestalten. 
Den Thermoeffekt zeigt "peach me a lesson" sehr fix nach dem Antrocknen: Meine Nagelspitzen bekamen einen wärmeren, vielleicht ein wenig ins Orangene gehenden Ton - das ist für mich aber nicht so wirklich ein Apricot- oder Peach-Ton, sondern eher noch immer ein Rosa... Darum wurde das auch mit der Vorarbeit nichts und der Lack bekommt eben heute seinen Auftritt! Der Thermoeffekt ist hier zwar nicht so krass wie bei anderen Lacken, aber doch stimmig und hübsch. Leider habe ich keine Einzelbilder vom warmen kühl-rosanen und kalten warm-rosanen Zustand (ok, das liest sich komisch... Aber der Lack zeigt bei warmer Temperatur einfach einen eher blaustichigen, kühleren Rosaton und im kalten Zustand einen rotstichigeren, warmen Rosaton.).
Obwohl der Effekt an und für sich schon ganz fesch ist, durfte noch ein kleines Stamping drüber. Damit der Thermoeffekt und auch der hübsche Glitter nicht komplett untergehen, habe ich mich für eine eher dezente Variante entschieden: Mit Anny "Clubbing with Dracula" und der MoYou Mother nature 13 gab's ein Rankenmuster, das ich glaube ich schon mindestens ein weiteres Mal genutzt habe.  Die Ranken sind farblich zwar dunkler als die dunkleren Glitzerteilchen, passen aber gut zu den beiden Rosatönen und sind auch fein genug, um den Lack nicht komplett zu erschlagen. Vor allem mag ich ja die kleinen Pünktchen, die um die Ranken sind und sich zwischen dem Glitter hervorragend machen (wenn ich nicht so unbegabt beim Dotten wäre, hätte ich noch ein paar Punkte auf die anderen Nägel gemacht).
Trotz der Farbe finde ich "peach me a lesson" wirklich hübsch und kann mir auch ernsthaft vorstellen, den Lack zu behalten. Zwar ist die Deckkraft nicht optimal und vom Ablackieren muss ich wohl auch nicht wirklich schwärmen (wobei mir wohl eine Unverträglichkeit mit dem Basecoat zugute kam - einige Nägel lösten sich schon von selbst), aber irgendwie hat der Lack was! 

Freitag, 16. September 2016

Color Club "Dance to the musique" Electronica

Die erste Urlaubswoche ist leider schon rum, aber immerhin habe ich noch sieben weitere Tage hier auf der traumhaften Insel, in denen wir uns noch ein bisschen umschauen und natürlich auch noch faulenzen werden! Heute gibt's aber nochmal einen Lack - den konnte ich noch vorbereiten!

Die nächste Woche wird wahrscheinlich ohne "Blue Fridayauskommen, denn noch einen Lack habe ich nicht vorbereitet bekommen. 
Dafür gibt es heute eben mal wieder einen Lack von Color Club und zwar "Electronica", den ich mir aus dem USA-Urlaub mitgebracht hatte. Das Fläschchen kommt mit dem gewohnten schmalen Pinsel daher, der aber genug Lack aufnimmt, um damit problemlos zu lackieren. Die erste Schicht ist zwar noch nicht deckend und auch etwas ungleichmäßig, aber da der Lack an sich auch recht flüssig ist, hätte ich mit einer schlechteren Deckkraft gerechnet. So reicht tatsächlich eine zweite Schicht aus, um "Electronica" komplett deckend auf den Nägeln zu haben. Der Lack gleicht sich auch ein wenig aus, trocknet aber nicht übermäßig glänzend, sodass hier ein Topcoat nicht schadet.  Von der Trockenzeit her wäre das allerdings nicht nötig, da sind die Color Clubs ja meistens recht gut aufgestellt. 
Bei der Farbe war ich mir zuerst sehr unsicher: Auf den ersten Blick sieht "Electronica" nämlich ganz schön lila aus, zumindest wenn man nach der ersten Lackschicht geht.  Ich würde mal tippen, dass die sheere Base eher einen Lilastich hat und der Lack dann erst durch die blauen Schimmerpigmente seinen letztlich doch blauen Gesamteindruck erhält. Ich war wirklich heilfroh, als aus dem mit viel Liebe als Blurple zu bezeichnenden ersten Anstrich ein ganz solides Dunkelblau mit ein paar hübschen lilanen Schimmerakzenten wurde. Der dunkle Ton ist ein absoluter Traum und ich verzeihe ihm gerne, dass er nicht bis zum Abwinken glänzt. Allerdings kommen mit Topcoat die lilanen Teilchen ein bisschen deutlicher raus, sonst hätte ich sie wohl auch übersehen. 
Ich war kurz davor, aus "Electronica" Galaxy-Nails zu machen, bis mir meine neuen MoYou-Stampingplatten einfielen, da waren aus der Sci-Fi-Kollektion nämlich auch zwei mit sehr süßen Einzelmotiven dabei.  Ich habe mich letztlich für die süßen Roboter entschieden und ihn mit Blümchen auf dem Mittelfinger platziert, sie auf dem Ringfinger (wie soll sie denn sonst auch das Blümchen entgegen nehmen?) und ihr noch die kleine Sprechblase mit Herzchen mitgegeben. Damit Zeige- und kleiner Finger nicht ganz ohne bleiben, gab es dort eines der Fullcover-Platinenmuster. Alles mit MoYou's "White knight" gestempelt und dann leider ein bisschen zu früh mattiert.
Mal von den leichten Schlieren abgesehen, bin ich wirklich hin und weg von dem Motiv! Das Robopärchen ist total knuffig und ließ sich ohne Probleme auf den Lack bringen, mit einem durchsichtigen Stamper ist auch die genaue Platzierung kein Thema. Da die Platte noch viele weitere (logischerweise ebenfalls spacige) Motive im Angebot hat, wird es nach dem Urlaub definitiv noch die eine oder andere Variante geben. Ich sollte mir nur mal angewöhnen, mit dem Mattieren etwas länger zu warten, das kann der Lack nicht gar so gut ab wie normalen Topcoat...
Tja, eigentlich schade, dass ich "Electronica" nichtso wirklich lang tragen konnte - nicht nur das Design, auch der Lack hat mir sehr gut gefallen und er ließ sich dann auch einfach ablackieren.

Mittwoch, 14. September 2016

Revlon "Parfumerie" Pink pineapple

Dass für diese Woche tatsächlich Rosa auf dem Plan steht, ist für mich eigentlich gar nicht so tragisch - immerhin hatte ich so die perfekte Ausrede, um den rosanen Lack nur für kurze Zeit tragen zu müssen. Allerdings hieß das auch, dass ich einen rosanen Lack vor der Zeit lackieren musste, in der ich ihn sonst hätte tragen müssen...

Für heute habe ich mich einen weiteren Parfumerie-Lack von Revlon ausgesucht, den ich zusammen mit "Wild violets" gekauft habe. Da im Bundle auch ein ganz zartrosaner Lack enthalten war, war mir schnell klar, dass der nur für "Lacke in Farbe... und bunt!" in Frage kommen würde, denn mein Farbton war das nun ganz und gar nicht...
Der zarte Farbton, der sich im Fläschchen bemerkbar macht, hat auch eine unsäglich schlechte Deckkraft zur Folge - anstatt eines deutlich weißlastigen, rosanen Lackes, hat man hier nämlich einen sheeren, leicht schlierigen Lack in der Hand. Obwohl die recht flüssige Konsistenz relativ zügig trocknet, macht das Lackieren nur bedingt Freude - nach drei Schichten Farblack war noch keine Deckung in Sicht, also habe ich erstmal eine Schicht Topcoat lackiert, um eine gleichmäßige Oberfläche zu haben, die ordentlich abgetrocknet ist. Dann kamen noch zwei weitere Schichten "Pink pineapple" drüber, sodass ich letztlich tatsächlich ein farblich gleichmäßiges Ergebnis hatte, das auch das Nagelweiß ordentlich abgedeckt hat. Um das Ganze noch schön glänzen zu lassen, kam eine weitere Schicht Topcoat über das Rosa, so dass ich letztlich mit Basecoat insgesamt acht Schichten Lack auf den Nägeln hatte...
Fünf Schichten Farblack sind zwar bei einer zarten Farbe nicht ungewöhnlich, aber sind mir schon ganz schön auf den Keks gegangen... Vor allem, weil "Pink pineapple" auch nur mit einem profanen Cremefinish daher kommt und ich dieses Baby-Schweinchen-Rosa so oder so nicht sonderlich spannend finde. Aber dafür kommt der Parfumerie-Anteil hier ganz hervorragend raus, der Lack riecht nämlich tatsächlich süßlich nach Ananas und hat irgendwie auch einen Hauch von Grapefruit dabei. Auf jeden Fall duftet der Lack wirklich sehr lecker und macht damit schon fast die ganze Schichterei wett - mit Betonung auf fast, denn der Farbton ist, obwohl er wirklich perfekt zur Farbvorgabe passt, absolut nicht meins. Der Lack hat im Gegensatz zu seinem tiefdunkellilanen Brüderchen kein verstecktes tolles Finish, sondern kommt mit einem planen Cremefinish daher. Joa, zartes Rosa mit unspannendem Ergebnis irgendwie und das in fünf Farbschichten...
Also war schnell klar, dass da irgendein Naildesign drüber musste, das mir das Rosa ein bisschen erträglicher macht. Da ich nicht so ganz wusste, was ich mit "Pink pineapple" anstellen sollte (und auch die Idee, eine pinke Ananas drauf zu stempeln, bin ich einfach nicht gekommen), habe ich mich nochmal an der Harunouta L005 bedient, die neben den Watermarble-Designs auch ein paar einfachere geometrische Muster im Angebot hat - z.B. die konzentrischen Kreise, die ich hier gewählt habe. Gestampt habe ich mit OPI "5 apples tall", damit zumindest ansatzweise die fruchtige Komponente im Namen erhalten bleibt, und fand das knallige, cremige Rot wirklich sehr passend zu dem Rosa. Allerdings war das Muster nicht groß genug, um den kompletten Nagel zu bedecken, also habe ich die Nagelspitzen einfach komplett rot bepinselt - und damit hat die Mani irgendwie einen gewissen Touch von Halloween bekommen... Ich weiß gar nicht, warum - aber mit dieser Rosa-Rot-Kombi muss ich irgendwie an Halloween-Süßigkeiten denken.
Ohne Topcoat hat man leider den Übergang zwischen Stamping und den roten Nagelspitzen gesehen, also wollte ich da insgesamt noch eine Schicht Topcoat drüberpinseln. Allerdings kam mir dann noch die wahnwitzige Idee, die Innenkreise einfach mit Rot aufzufüllen, also habe ich mir ein Dotting-Tool geschnappt und das mal ausprobiert - leider nur mit mäßigem Erfolg. Die Umrandung nämlich nicht irgendwie zu überschreiten, hat sich als nahezu unmöglich herausgestellt und so ist statt der angedachten Zielscheibe irgendwie ein Haufen Kreise mit einem leicht ausblutenden Zentrum geworden... Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mir das hätte sparen oder gleich eine entsprechendes Decal machen sollen, dann hätte das viel ordentlicher ausgesehen. Aber gut, auch so hat das Design zumindest irgendwas, auch wenn ich am liebsten noch ein paar Spinnen drübergestampt hätte.
Da ich "Pink pineapple" nicht sonderlich lange getragen habe, gibt es auch keine großartigen Infos zur Haltbarkeit - dafür lässt sich der Lack sehr einfach und angenehm ablackieren. Ehrlich gesagt bin ich von dieser wirklich miesen Deckkraft enttäuscht und werde den Revlon sicher nicht behalten, auch wenn der Duft doch klasse ist...

Ich wette ja, dass sich so einige von euch über die heutige Farbvorgabe sehr freuen - aber nächste Woche ist natürlich wieder ein Kotrastprogramm angesagt. Die hellseherische "Lacke in Farbe... und bunt!"-Kugel hat als nächste Farbe Mittelblau ausgespuckt und ich habe es vor dem Urlaub tatsächlich geschafft, noch einen passenden Lack zu knipsen!

Sonntag, 11. September 2016

Butter London "Thames"

Wenn einen der anstehende Urlaub zum Nägellackieren drängt, damit der Blog nicht ganz verwaist, besinnt man sich (oder eher ich mich) auf die Lacke, die man eigentlich ganz dringend mal lackieren wollte... Zum Beispiel solche, die man von lieben Bloggerinnen bekommen hat!

Butter London "Thames" hat mich bei Lotte sehr angelacht, der tolle grüne Schimmer im Fläschchen hat mich schnell umgehauen - nur passte mir der Lack nicht ganz in den Lackierplan...
Während ich jetzt aber gemütlich unter einer Sonbenliege in einem Buch schmökere, bekommt "Thames" seinen Auftritt - und es war gar kein so leichter Weg dahin... Was im Fläschchen wie ein gut deckendes Schimmergrün erscheint, entpuppt sich bei der ersten Schicht als totale Niete, was die Deckkraft angeht: Außer ein paar Schimmerpartikeln in einer zartgrün eingefärbten Base landet da nichts auf dem Nagel. Die zweite Schicht bringt zwar deutlich mehr Schimmer - aber nur bedingt mehr grün, also ist eine dritte Schicht ein absolutes Muss. Der Lack lässt sich zwar mit dem schmalen Pinsel sehr gut auftragen, gehört aber zu der Sorte, bei der man die Spitzen separat nochmal sorgfältig versiegeln muss.
Mit drei Schichten und einer Sonderbehandlung für die Tips ist das Ergebnis schon weitestgehend deckend und fast gleichmäßig gewesen - aber eben nur FAST. Darum habe ich tatsächlich noch eine vierte Schicht drübergepinselt, mit deren Ergebnis ich dann auch endlich zufrieden war.  Bei den vielen Schichten ist es wenig verwunderlich, dass noch ein Topcoat zum Zuge kam - "Thames" gleicht sich zwar schön aus und trocknet auch recht zügig an, bei den vielen Schichten wollte ich aber doch lieber auf Nummer sicher gehen. Am Glanz tut sich zwar nicht viel zusätzliches, ich lief aber zumindest keine Gefahr, mir die Mani gleich wieder mit Druckstellen oder sonstigen Patzern zu versauen.
Farblich ist "Thames" in seiner vollen Pracht wirklich ein Hingucker: Das schimmernde Grün ist für mich einer der perfekten mittelgrünen Töne mit einem winzigen Hauch Blau. Kein Wald- und Wiesengrün, dafür fehlt's ihm an Gelb, aber auch ein sehr lebendiger und keineswegs langweiliger Ton.  Gerade durch das Schimmerfinish bringt der Butter London auch ein kleines Farbspiel mit, dem man in unterschiedlichen Lichtverhältnissen gerne den einen oder anderen Blick widmet. Obwohl mir der Lack von der Farbe her wirklich gut gefallen hat, durfte er nicht komplett solo bleiben. 
Da ich "Thames" gerade an einem sehr herbstlich anmutenden Tag auf den Nägeln hatte, wollte ich auch ein entsprechend passendes Design haben und entschied mich für ein Blatt-Muster von der BundleMonster BM-XL 13. Ich wollte das Motiv eigentlich in mehreren Grüntönen ineinander übergehend stempeln - das ging aber auf dem Ringfinger so schief, dass ich dann einfach zu einem Beigeton von essence gegriffen und die Blätter einfarbig auf die übrigen Nägel gestampt habe. Das sah mir dann ein bisschen zu langweilig aus, also wollte ich noch etwas Glitzer - und habe es dann mit einem Topper von Sinful Colors übertrieben... Am Schluss ist mir die Mani einfach zu unruhig geworden, aber Versuch macht bekanntlich kluch!
Tja, nachdem ich den Lack nun auf den Nägeln hatte, kann ich durchaus verstehen, warum Lotte ihn aussortiert hat - die Farbe ist zwar hübsch, aber die viele Schichterei ist mir auch ein bisschen zu anstrengend. Zwar ist das Ablackieren ein Klacks, aber ehrlich gesagt ist mir der Aufwand einfach zu viel...