Sonntag, 31. Dezember 2017

Illamasqua "Viridian"

Am letzten Tag des Jahres 2017 schaffe ich es tatsächlich doch noch, hier einen Lack zu zeigen - und zwar einen, den ich zum zweiten Mal lackiert habe, weil ich beim ersten Versuch tatsächlich mein Fläschchen verlegt hatte und mir während der Suche danach den Lack so vermackt habe, dass Fotos gar keinen Sinn mehr gemacht hätten. Weihnachten hat mich komplett aus sämtlichen Rhythmen geworfen und auch sonst ein bisschen Chaos verursacht, sodass hier einfach etwas Ruhe war...

Jetzt sollte es aber wieder "wie gewohnt" weitergehen, auch wenn ich noch ein bisschen grübeln muss, was nun Mittwochs angesagt ist. Heute gibt es auf jeden Fall erst einmal "Viridian" von Illamasqua angesagt, der durchaus auch zu den Klassikern der Marke gehören dürfte. Ich habe ihn mal bei tkmaxx erbeutet und frage mich gerade, ob Illamasqua überhaupt noch Lacke macht?
Der Auftrag geht bei "Viridian" so einfach von der Hand, wie man es sich nur wünschen kann - zwar hat Illamaqua die dünnen Pinsel, aber auch dieser hier nimmt genug Lack auf und verteilt alles schön auf dem Nagel. Die Konsistenz ist schön cremig, sodass die Deckkraft hier auch grandios ist - eine Lackschicht reicht schon aus, um ein gleichmäßiges und sattes Ergebnis auf die Nägel zu bringen. Die Nagelspitzen werden gut abgedeckt, die Trockenzeit ist kurz - einen Topcoat kann man sich also sparen. Der Lack trocknet gleichmäßig und eben ab und lässt auch was den Glanz angeht keine Wünsche offen. Ich habe es allerdings geschafft, mir einen Fussel auf dem Zeigefinger einzulackieren, darum habe ich eine zweite Lackschicht zum (nicht ganz gelungenen) Kaschieren gebraucht. Allerdings ist "Viridian" wirklich einer der Lacke, die beim Lackieren absolut keine Wünsche offen lassen - darum hatte ich auch keine großen Probleme damit, den Lack noch ein zweites Mal aufzutragen.
Farblich stellt sich die Sache schon ein bisschen schwerer da - es kommt nämlich sehr aufs Licht an, welche Seite "Viridian" zeigt. Einen deutlich grünen Grundton möchte dem Lack sicherlich niemand absprechen, allerdings ist es gar kein so reines Grün, wie es vielfach scheint - da schlucken nämlich die Kameras wie so oft ein paar dieser Zwischentöne, die den Illamasqua so spannend machen. Zu der dunkelgrünen Grundfarbe gesellen sich nämlich so einige feine Schimmerpartikelchen, die sich zumindest im Fläschchen teils auch in einem zarten Hologefunkel zeigen Auf den Nägeln ist der Schimmer aber vorwiegend mit einem deutlichen Stich ins Blaue zu erkennen. Was im Fläschchen noch wie blauer Nebel scheint, zeigt sich lackiert wie ein leicht bläulicher Schimmer, der aus dem Dunkelgrün schon fast ein Petrol zu  machen scheint und den Lack eindeutig ein wenig mysteriöser macht. Durch den Schimmer zeigt sich auch eine minimale Streifigkeit - die ist allerdings wirklich nur bei ganz genauem Hinsehen zu erkennen und schadet dem Lack überhaupt nicht.
Diesem traumhaften dunklen Grünblau-Gemisch mit einem passenden Design gerecht zu werden, war gar nicht so einfach und irgendwie war meine erster Versuch nicht so wirklich zielführend. Ich hatte daran gedacht, ein Drybrush-Design auf "Viridian" zu packen, allerdings war wohl meine Farbwahl nicht so geschickt. Der helle Gelbton "Make fast at Tiffany's" von Catrice ließ sich noch recht gut aufbringen und war vom Kontrast her stimmig, allerdings war meine zweite Wahl mit Manhattan "Tally fair" nicht sonderlich geschickt. Das dunkle Grün hat das Ganze dann wieder zu einem matschigen Gesamtergebnis gemacht und das passte nicht so recht zu dem eigentlich schimmrigen Dunkelgrünblau. Camouflage ist zwar toll, aber zu diesem Lack einfach nicht passend, also musste eine Alternative her. Ich hatte noch die BPL-089 von meinem letzten Bornprettystore-Päckchen hier, also habe ich mir einfach eines der geometrischen Motive herausgesucht und mit "Wild white ways" von essence über den Ring- und Mittelfinger gestempelt.
Die Platte enthält viele tolle Motive, aber da wir gerade im grünen Bereich waren, schien mir der Hirsch doch am geeignetsten. Eigentlich wollte ich den in Gold stempeln, aber da wollte mein Stampinglack nicht so recht, also bin ich bei Weiß gelandet und muss doch tatsächlich sagen, dass das auch die bessere Wahl war. Der kühle Akzent passt zu dem Pastellgelb und lässt auch die blauen Anteile bei "Viridian" ein bisschen deutlicher hervortreten. Ansonsten hebt es sich auch gut vom unregelmäßigen Untergrund ab, sodass dieses trockene Gepinsele doch in den Hintergrund rückt und nicht mehr so präsent ist. Man könnte das Ganze ja fast ein bisschen als den waldigen Hintergrund für den Hirsch sehen - aber das ist ein bisschen weit hergeholt. Ich mag auf jeden Fall das Hirschmotiv sehr gerne, vor allem, weil es auch wirklich ein sehr schönes und langes Geweih hat (das aber seitlich nicht mehr ganz auf meine Nägel passte...). Die Platte wird sicher noch die eine oder andere süße Mani ermöglichen, da warten nämlich noch spannende Motive.
Zur Haltbarkeit von "Viridian" kann ich zumindest sagen, dass sich der Lack mit einer Schicht und ohne Topcoat im durchschnittlichen Rahmen bewegt. Klar entwickelt sich Tipwear und sie ist bei dem dunklen Lack auch sichtbar - allerdings kann man dem auch entsprechend durch eine Schutzschicht entgegenwirken. Ablackieren ist hier auch überhaupt kein Problem und ich bin wirklich froh, dass ich mit dem Lack ins neue Jahr rutsche!

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Freitag, 22. Dezember 2017

"Hot oder Schrott - Winterwonderland" - Die Wichtelpäckchen

Auch wenn es schon sehr kurz vor den Feiertagen ist und der Stress bei dem einen oder anderen sicherlich eher mehr, denn weniger wird, gibt es heute sozusagen "Vorbescherung" in Form eines Blicks auf die Wichtelpäckchen der siebten "Hot oder Schrott"-Runde. Zumindest ist das bei Lotte und mir heute der Fall - von euch haben ja schon ein paar ihre Päckchen gezeigt oder wollen das vielleicht noch machen, fühlt euch also frei, eure Lackbeute in der Galerie zu zeigen!

Diesen Winter haben sich mal wieder so einige dafür begeistern können, ein paar ungeliebte Lacke loszuwerden und so gab es über 50 tapfere Wichtel, die sich überraschen lassen wollten, was die unerfindlichen Lackgründe so für sie im Angebot haben...
https://lenas-sofa.blogspot.de/2017/11/hot-oder-schrott-7-winterwonderland.html
Mein zauberhaftes Päckchen hatte die liebe Anne losgeschickt - und leider hatte ich keine Möglichkeit, es angemessen in Szene zu setzen, ich hoffe, dass sie mir das nachsieht... Ich habe dieses Mal ein sehr weihnachtliches Päckchen bekommen mit einer sehr klassischen Farbaufteilung in Rot, Grün und Gold und ein paar ganz hervorragende Beigaben, neben sehr leckeren Halloren-Kugeln gab es noch Tee und auch Waterdecals, die ich hier auf dem Bild total vergessen habe.
Ein süßes Kärtchen hatte Anne auch noch beigelegt und mir so ein großes Lächeln ins Gesicht gezaubert; von der Apfel-Zimt-Variante von Halloren war ich ja anfangs nicht wirklich begeistert, kaum hatte ich aber eines der kleinen Kügelchen im Mund, sah das ganz anders aus - ganz schön lecker die Dinger! Den Tee "Bora Bora" aus dem Teeladen werde ich mir nach Weihnachten gönnen, habe aber natürlich schonmal reingeschnuppert und bin auch da sehr zuversichtlich, dass ich den gut finde. Aber eigentlich ging es ja um Nagellacke, also gibt's jetzt einen etwas genaueren Blick auf meine Schätzchen:
Los geht es mit "Rich in heart" von Sinful Colors - einem tollen, schimmernden tiefdunklen Rotton; oder wahrscheinlich einem sheeren schwarzen Lack mit rotem Schimmer. Aber auf jeden Fall einer von der Sorte, die edel und gleichzeitig leicht verrucht wirken und mir immer sehr gefallen. Sinful Colors ist sowieso eine interessante Marke, auch wenn die Lacke in den USA für einen sehr überschaubaren Preis zu haben sind - für mich eindeutig HOT!

Man könnte fast sagen, dass ich gleich noch ein kleines Geschwisterchen zu dem Sinful Colors bekommen habe, das ist nämlich ein Minilack von OPI, der ein Namensschildchen vermissen lässt. Ich tippe mal auf "Every month is Oktoberfest", da auch dieses kleine Fläschchen einen tollen roten Schimmer in dunkler Basis vermuten lässt, aber das ist gerade wirklich nur geraten; schön ist er auf jeden Fall und da er dem Lack davor so ähnlich ist, kann ich ja nicht anders als ebenfalls HOT zu sagen.

Weiter geht es mit "Mystery Zombie #3" von Zombie Claw Polish. Von der Marke hatte ich bisher tatsächlich noch nicht so wirklich was gehört (mal von den Postings von Anne abgesehen), bin also sehr gespannt, wie sich der Lack so macht. Spontan würde ich behaupten, dass das hier ein Erdbeerrot mit hexagonalem, silbernem Glitter ist - da könnte aber vielleicht auch noch eine andere Farbe Glitter enthalten sein. Ich werde das auf jeden Fall mal genauer untersuchen und freue mich schon auf den Lack - auch hier also HOT!

Zu "Tomboyish" von Pretty & Polished hat Anne gleich geschrieben, dass der Lack seinen Thermoeffekt wohl verloren hat. Auf den ersten Blick dachte ich, dass es sich um ein einfaches Cremegrün handelt, inzwischen habe ich aber einen ganz feinen Holoschimmer im Lack entdeckt und bin sehr gespannt, wie sich das auf den Nägeln gestaltet. Ein Thermo hätte mich natürlich noch mehr begeistert, aber auch so kann ich mich nicht beschweren und finde auch diesen Lack HOT.

Von Foxy Paws hat mir Anne noch "Get psyched mix" ins Päckchen gepackt, einen Goldton, der nur aus lauter feinen Schimmerflecksteilchen besteht. Jetzt bin ich an und für sich kein Goldfan, aber ich habe auch nicht so viele goldene Lacke und dieser hier ist nicht warmgolden, sondern teils sogar ins Silbrige gehend, sodass ich ihn sehr interessant finde. Sicherlich wäre das nicht der Lack gewesen, den ich mir an erster Stelle ins Körbchen gelegt hätte, aber beschweren werde ich mich über den sicher nicht, den finde ich nämlich auch HOT.

Zu guter Letzt gibt es noch von Beauty woman "Lovestruck", einen Opalsplittertopcoat. Vom Effekt her absolut grandios - allerdings gehöre ich ja zu der topperfaulen Sorte Mensch, sodass ich nicht weiß, ob der Lack bei mir wirklich gut aufgehoben ist. Von den Möglichkeiten, die man mit solchen Lacken hat, bin ich allerdings hellauf begeistert und mag die Ergebnisse auf den Nägeln auch sehr - verplane aber immer, sie entsprechend einzusetzen... Auch hier kann ich also kein negatives Urteil fällen, ein rundes Ergebnis, denn auch hier ist mein Urteil HOT!

Liebe Anne - was soll ich sagen? Du hast voll und ganz ins Schwarze getroffen bei mir (und das, obwohl kein blauer Lack dabei ist!) und mir mit diesen Lacken wirklich eine große Freude gemacht - hab' vielen Dank für dieses tolle Wichtelpäckchen!

Ich hoffe sehr, dass ihr auch Spaß an der Aktion hattet und nicht nur einige Lacke losgeworden seid, sondern auch ein paar hübsche neue dazubekommen habt. Lotte und ich würden uns natürlich freuen, wenn sich möglichst viele in der Galerie eintragen - am besten mit einem "von X an Y" als Unterschrift, damit man gleich weiß, wer die handelnden Akteure sind.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Illamasqua "Baptiste"

Fühlt sich gerade ganz schön komisch an, Mittwochs nicht brav um 11 Uhr posten zu müssen - hat aber zumindest den großen Vorteil, dass ich mir auch keinen Stress machen musste.Trotzdem hat sich der Mittwoch zum Lackeposten doch bewährt und das will ich auch beibehalten, sofern ich es denn hinbekomme... Momentan gibt es doch so einiges zu tun und es ist alles ein bisschen chaotisch - aber das geht hoffentlich auch bald vorbei.

Auch wenn es heute sehr spät ist, habe ich noch einen Lack im Petto und zwar meinen vorletzten Illamasqua-Lack. Eigentlich wollte ich den anderen der beiden lackieren, dann habe ich ihn aber vorsichtshalber verlegt und musste auf "Baptiste" ausweichen (und wenn jetzt jemand ernsthaft glaubt, dass der Lack nur zweite Wahl ist, dann hat er sich definitiv geirrt!).
Wie alle Lacke von Illamasqua, kommt "Baptiste" mit einem eckigen Käppchen, das man vom Lack ziehen kann, um dann mit der deutlich kleineren Pinselhalterung zu lackieren. Der Pinsel ist zwar klassisch-schmal, fächert aber gut auf, sodass der Auftrag sehr angenehm von der Hand geht. Das liegt natürlich auch an der perfekten Konsistenz des Lacks, der die genau richtige Viskosität hat und an den Nagelrändern genau da bleibt, wo man ihn hinlackiert. Die erste Schicht bringt schon ordentlich Farbe auf den Nagel, mit kürzeren Nägeln könnte man sich damit gewiss schon abfinden. Ich schaffe es dann doch immer, nicht ganz gleichmäßig zu lackieren, sodass an der einen oder anderen Stelle doch noch etwas durchscheint - also habe ich einfach eine zweite Schicht lackiert, die dann alle Nägel schön gleichmäßig und vor allem auch satt-lila gemacht hat. Die Trockenzeit ist in Ordnung, nicht übermäßig kurz, aber auch nicht zu lang; einen Topcoat kann man sich dank des schön ebenen und glatten Finishs auch sparen.
"Baptiste" hat allerdings das gleiche Problem wie so viele lilane Lacke - er ist eine ganz schöne Fotozicke und neigt ein bisschen dazu, auf den Bildern blaustichiger zu wirken, als er eigentlich ist. An und für sich würde ich ihm wohl eher einen Rotstich, denn eine Tendenz ins Blaue zuschreiben - aber meine Kamera hat das mal wieder ein bisschen anders gesehen (ist damit aber definitiv nicht allein!). Auf jeden Fall ist das ein sehr schöner, eher dunkler Lilaton, der allerdings für mich irgendwie nicht auberginig ist - und das, obwohl er eigentlich dunkel genug dafür ist. Das Spannende an dem Lack ist aber gar nicht unbedingt die Farbe, sondern vielmehr der feine Schimmer, der im Fläschchen und auch auf den Nägeln so hervorragend zu erkennen ist. Man kann zwar durchaus die Lackierrichtung erkennen, wenn man sich den Lack genau anschaut, allerdings ist er von einem streifigen Finish sehr weit entfernt. Natürlich würde ich mir auf den Nägeln ein ähnlich fließendes Ergebnis wie im Fläschchen wünschen - aber das dürfte wohl ein Ding der Unmöglichkeit sein.
Sehr spannend ist natürlich, dass man bei einem etwas genaueren Blick auf den Lack die unterschiedlichen Schimmerpartikel durchaus gut erkennen kann - mal funkelt es eher pink, mal eindeutig bläulich aus dem Lack hervor und das hat doch einen gewissen Charme. Ich mag das schimmernde Finish sehr und finde den Lack schon solo richtig klasse, wollte aber noch ein winterliches Design draufmachen und habe mir mal wieder die BPL-032 geschnappt. Ganz stumpf sind es dieses Mal Schneeflocken geworden, die ich in Weiß auf den Illamasqua gestempelt habe. Als Kontrast fand ich einen Cremelack am besten, auch wenn ich kurzfristig darüber nachgedacht habe, es doch mal mit einem Metalliclack in Lila zu probieren - aber dann dachte ich mir, dass Schnee ja doch tendenziell weiß ist und das einfach den schöneren Kontrast bildet. Auf dem Ring- und Mittelfinger habe ich also ein paar Flocken aufgebracht, allerdings unterschiedliche, um ein bisschen mehr Abwechslung reinzubringen und nicht wieder Gefahr zu laufen, die Mani dann doch nicht symmetrisch oder mittig zu gestalten.
An und für sich hätte das ja schon ausgereicht - die beiden anderen Nägel wären in dunklem Lila auch hübsch gewesen, aber dann ist mir noch der weiße Barglitter eingefallen, den ich noch in Form eines Topcoats im Schrank stehen habe. Jetzt bin ich alles andere als ein Fan von Barglitter, aber hier schien mir das durchaus passend - von wegen Schnee und wildes Durcheinander und so. Auf normale Betrachtungsentfernung ist das mit dem Gefussele auf den Nägeln auch tatsächlich ganz okay, im Closeup bin ich dann schon wieder bei dem Problem, dass das alles ungleichmäßig, schief und krumm ist - und das mag ich ja einfach nicht so wirklich. Anfangs hatte ich überlegt, auch die Schneeflocken nochmal mit Barglitter zu bestäuben, aber dann war mir der Topcoat doch zu dicht und ich habe es so belassen, wie es zu sehen ist. Sicherlich nicht die tollste Mani der Welt, aber ich mag sie doch ganz gerne.
Wenn man die Nagelspitzen mit "Baptiste" ordentlich ummantelt, gibt es auch kein Problem mit Tipwear - außer natürlich im üblichen Rahmen. Obwohl der Lack doch recht dunkel ist, ist das Ablackieren dann gar kein Thema gewesen - nichts schmiert, nichts verkriecht sich in die Nagelhäute und es gibt auch keine Verfärbungen. Definitiv einer der Lacke, die ich noch öfters in die Hand nehmen und nicht nur anschmachten werde!

Sonntag, 17. Dezember 2017

Cupcake Polish "Mr. Green in the lounge"

Am Freitag gab es weihnachtliches Rot, also gibt es heute zu "Gemeinsam lackiert" mit Lotte die entsprechende Kontrastfarbe Grün! Dazu haben wir uns auch nicht lumpen lassen und aus meiner einen absoluten Hammerlack im Angebot, der sich auch unter dem Weihnachtsbaum ganz hervorragend machen würde - wobei er selbigem damit ganz eindeutig die Schau stehlen würde.

"Mr. Green in the lounge" von Cupcake Polish ist natürlich wieder ein Leihlack, den mir Lotte für diese Aktion zur Verfügung gestellt hat und den ich durchaus schweren Herzens wieder in ihre Obhut übergeben habe. Das ist allerdings tatsächlich einer der Lacke, die mich sehr begeistert haben und mein Bestellfingerchen nicht nur einmal haben zucken lassen - aber noch konnte ich mich beherrschen.
Der Auftrag ging bei "Mr. Green in the lounge" dank einer tollen Konsistenz sehr einfach und angenehm von der Hand. Mit dem Pinsel hatte ich genug Lack auf dem Nagel und es ließ sich alles schön gleichmäßig verteilen und auch ein wenig korrigieren - die neuen Generationen von Hololacken haben das einfach extrem verbessert. Obwohl der Lack sehr gut deckt und bei etwas dickeren Schichten eine definitiv reicht, habe ich lieber zwei Schichten lackiert. Die erste hat zwar schon ordentlich Farbe auf die Nägel gebracht und das Nagelweiß abgedeckt, hat aber noch nicht alle Unregelmäßigkeiten in meinen Nägeln kaschiert. Mit der zweiten Schicht war aber alles schön eben, sodass ich auf einen Topcoat verzichtet habe. Der Cupcake Polish trocknet nämlich schön gleichmäßig und vorallem zügig, sodass man wirklich schnell einen Traum von Lack auf den Nägeln hat und ausgehfertig ist. Wer natürlich mehr Glanz braucht, kann gerne zu einem glossy Topcoat greifen, das finde ich bei dem Lack aber nicht wirklich nötig.
Farblich ist "Mr. Green in the lounge" ein absoluter Traum in Smaragdgrün - dieser satte, mittelgrüne Ton wird durch das tolle Holofinish wirklich perfektioniert. Der Cupcake Polish ist zwar kein krasser linerarer Holo, zeigt aber den Regenbogen im Kunstlicht durchaus deutlich. Ohne direkten Lichteinfall macht sich eher ein leicht gelbstichiger bunter Schimmer auf den Nägeln breit, der dem Lack eindeutig Leben verleiht und mich absolut zum Schwärmen gebracht hat. Ich mag ja so ein sattes, ein wenig blaustichiges Grün schon generell sehr gerne, aber mit diesem Holofinish und dem dazugehörigen Farbspiel, ist der Lack ein richtiges Schmuckstück. Je nachdem, wie man die Nägel dreht oder wendet, steht mal die Basisfarbe mehr im Vordergrund, mal kommen die Effekte der Holopartikelchen deutlicher hervor und man kann die Farben regelrecht über die Nägel wandern lassen. Große Liebe und eindeutig eine riesengroße Konkurrenz für die Weihnachtstanne!
Da ich "Mr. Green in the lounge" aber nicht kürzlich auf den Nägeln hatte, sondern schon vor geraumer Zeit, habe ich mich beim Design nicht am Winter orientiert, sondern an der smaragdgrünen Grundfarbe, die mich ja sofort an Drachen denken lässt. Erst wollte ich da einen Drachen draufstempeln, dann bin ich aber bei meiner MoYou Pro XL 20 hängen geblieben und habe mich für ein Muster entschieden, das dann doch eher an Drachenschuppen erinnert. Gestampt habe ich mit SuperChic "Rum-Billie", den Lotte bei ihrem Besuch auch da hatte. Das Motiv ist zwar nicht unbedingt als Drachenschuppenmotiv gedacht, erzielt aber in Kombination mit dem Basislack und dem grandiosen Holoeffekt des Stampinglacks ein entsprechendes Ergebnis: Die goldenbeigen Sprenkelchen kommen durchaus als Drachenschuppen durch, oder? Eigentlich haben sie auch alle unterschiedliche Größen, das wird aber durch die Überlagerung der Effekte nicht so deutlich - sieht aber trotzdem bombig aus!
Das Glück war mir tatsächlich hold und für ein paar Minuten hatte ich die Sonne am richtigen Fleck, sodass mir hübsche Bilder von der Mani gelungen sind - allerdings nicht mehr mit dem Originalfläschchen, weil das schon wieder auf dem Heimweg war. "Mr. Green in the lounge" zeigt sich im Sonnenschein deutlich kühler und betont die blauen Anteile im Lack, ist aber immernoch aus meiner Sicht grandios. Auch hier ist das Farbspiel wieder sehr spannend - mal zeigt sich das Hologefunkel eher im Basislack, mal eher im Stamping und manchmal funkelt alles einfach überall, sodass man gar nicht mehr weiß, wo man zuerst hinschauen soll. An manchen Stellen ist mir das auch ein bisschen zu viel Holo - aber gerade jetzt mag ich das viele Geschimmer, Geblinke und Gefunkel sehr! Sonst wusste ich nicht so recht, was ich mit dem Stampingmotiv anfangen soll - aber hier ist es definitiv perfekt aufgehoben und kann sich so richtig sehen lassen.
Zur Haltbarkeit von "Mr. Green in the lounge" sei gesagt, dass der Lack ohne Topcoat natürlich ein bisschen anfälliger ist - aber bei weitem nicht so empfindlich wie die richtig alten Hololacke. Tipwear entwickelt sich nach der üblichen Tragezeit, fällt aber aufgrund des vielen Gefunkel auf dem Lack nicht außerordentlich auf. Beim Ablackieren hatte ich keinerlei Probleme, außer eben einem kleinen bisschen Wehmut, dass ich diese hübsche Mani wieder los war...

Freitag, 15. Dezember 2017

Anny 076 Sunset love

Wie wohl so viele momentan, hatte ich heute Weihnachtsfeier auf der Arbeit - und dafür mussten natürlich passende Nägeln ran. Ganz plump, pauschal und einfach habe ich beschlossen, mir die Nägelchen mal wieder rot zu machen und musste mich hier tatsächlich nicht auf die Suche nach einem Lack machen, sondern hatte die Qual der Wahl. Rote Lacke habe ich irgendwie noch en masse, darum ist es ja durchaus sinnvoll, sie mal abzuarbeiten.

Meine Wahl ist heute auf "Sunset love" von Anny gefallen, da mir der Lack ansprechend weihnachtlich erschien und es auch endlich mal verdient hat, lackiert zu werden. Tatsächlich habe ich hier noch ein paar der älteren Anny-Lacke stehen, die auf ihren Auftritt warten und das wollte ich auch mal angehen.
"Sunset love" gehört zu den Lacken, die ich mir definitiv in mein "to-go"-Regal stellen werde, denn der ist perfekt geeignet, wenn es mal schnell gehen muss! Die grandiose Konsistenz des Lacks macht den Auftrag sehr angenehm, der Pinsel ist grandios und tatsächlich ist die Deckkraft auch so gut, dass man mit einer Schicht schon fertig ist. Zumindest, wenn man nicht ein paar Unebenheiten in den Nägeln hat, die eine zweite Schicht zum Kaschieren benötigen - an und für sich kommt der Anny aber tatsächlich mit nur einem Anstrich aus und überdeckt damit auch das Nagelweiß perfekt. Die Trockenzeit ist zwar nicht superkurz, aber doch angemessen flott, sodass der Lack ohne einen Schnelltrockner auskommt. Auch vom Glanz her kann sich "Sunset love" sehen lassen, sicher nicht megaglossy aber für mich vollkommen ausreichend und vor allem auch schön gleichmäßig, sodass auch hier keine Notwendigkeit für einen Topcoat vorliegt. Ich war ganz überrascht, dass der Lack sich so easy lackieren ließ, aber begeistert hat mich das Ganze schon.
Farblich muss ich Anny bei "Sunset love" ebenso zustimmen wie bei der Angabe der Deckkraft mit nur einer Schicht - ein schimmernder Rotton ist das durchaus, was genau dunkelleuchtend sein soll, sei mal dahingestellt. Und vor allem verbreitet der Lack definitiv Weihnachtsstimmung, da das Rot so schön satt und ein bisschen gedeckt ist, dass einem gleich ganz heimelig ums Herz wird. Von einem klassischen, knalligen Rot ist der Lack nicht nur aufgrund des tollen Schimmerfinishs weit entfernt - er ist auch tatsächlich eine Nuance dunkler und damit deutlich edler. Durch den feinen Schimmer hat man auch den Eindruck, dass da unglaublich viel los ist in dem Lack - dieses Glühen (ich vermute mal, dass man das mit dunkelleuchtend meint) lässt den Anny nämlich sehr lebendig wirken. Man könnte da schon fast einen leichten Hauch in Richtung metallic vermuten, aber dafür ist das Finish dann doch zu weich und fließend. Ich hätte gar nicht gedacht, dass "Sunset love" tatsächlich so klasse ist, aber mich hat der Farbton in Kombination mit dem Finish wirklich umgehauen.
Da ich eine Mani für die Weihnachtsfeier haben wollte, war klar, dass da irgendwas Weihnachtliches drauf musste - nur was? Schneeflocken wären eine Option gewesen, aber die hatte ich ja schon vor Kurzem, also habe ich noch einmal einen genaueren Blick auf die Festive 47 von MoYou geworfen. Die Schneemänner waren zuckersüß, aber da gab es auch noch ein paar gefüllte Stiefel und die passten mir ganz hervorragend. Ich habe kurz überlegt, ob ich einfach auf jeden Nagel einen Stiefel stempeln soll, mich dann aber doch für etwas mehr Abwechslung entschieden. Mit Kleancolor "Metallic yellow" gab es für den Mittelfinger den Stiefel und auf den Ringfinger einen Schriftzug mit "Santa please stop here" - das passte mir mehr als gut zum gefüllten Stiefel (oder vielleicht auch eher Socken, da darf man sich gewiss drüber streiten). Um die übrigen Nägel auch ein bisschen zu verzieren, habe ich mich eines Topcoats bemüht und meinen goldenen Schimmertopper von agnes b. herausgeholt. Der ist zwar etwas feiner, aber vom Ton her durchaus passend zu dem deutlich gelbgoldenen Stamping.
Die im Topper enthaltenen keinen Flecksteilchen lassen das Rot von "Sunset love" schön weiterglühen und das, obwohl die silbrigen Anteile ja doch im Gegensatz zu dem warmen Rot stehen. Ich muss aber sagen, dass mir die Kombination sehr gut gefällt und ich es klasse finde, wie harmonisch die Mani ist. Definitiv weihnachtstauglich mit dem klassischen Rot-Gold und dazu auch ein wenig Flitterglitter. Leider muss ich gestehen, dass unsere Weihnachtsfeier etwas unweihnachtlich war, sodass ich noch immer nicht wirklich in heimeliger Weihnachtsstimmung bin - und ich befürchte, das wird dieses Jahr aufgrund diverser Umstände auch so bleiben... Dennoch finde ich "Sunset love" absolut grandios für die Weihnachtszeit und mag auch hier die Rot-Gold-Farbkombination wirklich gern - ansonsten bin ich ja immer eher für Silber zu haben, hier passt der warme Ton aber deutlich besser.
Als klitzekleines Manko muss ich bei "Sunset love" allerdings die Haltbarkeit anführen - mit nur einer Schicht auf dem Nagel entwickelt sich doch recht flott Tipwear, und diese weißen Ränder sehen einfach nicht hübsch aus. Um das zu verhindern, wäre ein Topcoat dann doch wieder zielführend, aber sei's drum! Erfreulicherweise ist das Ablackieren trotz der intensiven Farbe vollkommen unproblematisch, sodass ich gestehen muss, doch ein bisschen in den Lack verliebt zu sein.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ciaté 129 The Hamptons

Am heutigen Mittwoch ist das Finale der siebten Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" dran und mir ist es alles andere als leicht gefallen, für heute einen passenden Lack zu finden. Zur Auswahl hätte ich mehr als genug gehabt - tatsächlich wartet noch so der eine oder andere bombastische Lack darauf, lackiert und hier gezeigt zu werden; aber welchen ich nehmen sollte, wusste ich partout nicht. Also bin ich auf meine ursprüngliche Planung ausgewichen und habe einfach meinen letzten Lack vin Ciaté lackiert.

"The Hamptons" stand da noch einsam und alleine in meinem Regal, seine Brüderchen schon alle im sicheren Lackkistchen verstaut - da konnte ich den armen Kerl doch nicht weiter leiden lassen. Außerdem ist da durchaus ein passender Kandidat für heute, wobei ich sagen muss, dass ich mir eigentlich gewünscht hätte, Fotos bei natürlichem Tageslicht zu machen - da hat mir allerdings das Wetter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht.
Wie bei Ciaté so üblich, habe ich mich beim Lackieren ein bisschen über den engen Flaschenhals geärgert, aber irgendwann gewöhnt man sich ja auch daran, ein bisschen vorsichtiger zu sein. "The Hamptons" hat eine erstaunlich angenehme Konsistenz - bei so einem Glitterlack hätte ich eigentlich mit etwas glibberigerem oder pastöserem Lack gerechnet, aber die Konsistenz ist durchaus flüssig und lässt sich gut auf dem Nagel verteilen. Die erste Schicht bringt schon einiges an Geglitzer auf den Nagel, ist aber noch nicht wirklich deckend. Mit der zweiten Schicht sieht das schon alles anders aus und an und für sich kann man nach zwei Schichten mit dem Lackieren aufhören. Der Lack trocknet zügig an und durch, sodass die Mani auch schnell fertig ist - allerdings ist das Finish ohne Topcoat ungleichmäßig und rau, wie man auch auf dem ersten Bild gut erkennen kann. Für ein ebenmäßiges Ergebnis und etwas mehr Glanz braucht es eindeutig eine Schicht Gloss und das macht "The Hamptons" aus meiner Sicht auch gleich deutlich attraktiver und auch widerstandsfähiger.
Farblich werden die Fotos dem Lack leider nicht gerecht - in einer klaren Base schwirren ganz viele türkisfarbene Glitzerpartikelchen rum, die von großen, hellgoldenen Hexagons begleitet werden. Obwohl der Lack keine eingefärbte Basis, sondern nur Glitzer beinhaltet, deckt er wirklich recht gut und sieht zumindest auf normale Betrachtungsentfernung aus als würde er die Nägel abdecken. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man tatsächlich an der einen oder anderen Stelle noch nackten Nagel durchscheinen sehen, das wird aber durch die Lichtreflexionen komplett überdeckt. In Summe ergibt sich ein wirklich tolles Farbspiel zwischen dem nur leicht grünlich angehauchten Türkis und den goldenen Partikeln - allerdings muss ich gestehen, dass mir doch ein bisschen zu viele der großen Hexagons im Lack sind. Leider legen sie sich beim Lackieren auch gerne mal direkt übereinander (das heißt aber zumindest, dass man schnell einige der Partikel auf dem Pinsel hat) und bilden so größere Goldflächen - wären weniger der goldenen Hexagons enthalten, würden sie sich eher als Highlights auf den Nägeln verteilen. Aber auch so ist "The Hamptons" für mich ein wirklich spannender Lack und reiht sich eindeutig in die Reihe der bisherigen Glitterbömbchen der Marke ein - gefällt mir!
Durch die Tageslichtlampe ist das viele Geglitter leider nicht gar so einfach einzufangen - es reflektiert halt doch arg viel und dadurch gibt es für den Glitter ein bisschen zu viel Licht, aber ich glaube, im Ansatz kann man den Lack schon erkennen. Über ein passendes Design habe ich mir tatsächlich ganz schön den Kopf zerbrochen - solche unregelmäßigen Glitterlacke machen es mir immer besonders schwierig, ein stimmiges Nailart zu finden. Mit Einzelmotiven kommt man kaum gut durch, zu fein darf es nicht sein und zu viel eigentlich auch nicht, da sonst der Basislack komplett absäuft. Zu Gold wollte ich nicht greifen, da ich bestimmt keinen passenden Ton gefunden hätte, also habe ich mich letztlich für profanes Schwarz entschlossen. Als Muster habe ich mir eines der Animalprint-Motive von der MoYou Pro XL 04 geschnappt - mit einem kleinen Tiger kommt nämlich noch genug von "The Hamptons" durch, wird aber auch entsprechend durch das Schwarz abgesetzt. Das ist sicher nicht das beste Design, das man sich für den Lack denken könnte, aber doch eines, das ihm gerecht wird und hier und da die goldenen Partikel auch hervorblitzen lässt.
Obwohl ich ja eigentlich kein großer Fan von Animalprints bin, muss ich sagen, dass sie mir in letzter Zeit immer sympathischer geworden sind. Und hier hätte es sicher auch irgendein anderes Streifenmuster sein können - in der Farbkombination sieht es ja nicht sonderlich protoypisch tigerig aus. Neben der großen Begeisterung, die sich bei mir für den Lack bisher breit machte, gibt es aber noch einen kleinen Minuspunkt und das ist die Haltbarkeit. Ohne Topcoat hat "The Hamptons" eine eher raue Oberfläche, man bleibt also gerne an Kleidung oder auch am Sofa ein wenig hängen und dadurch nutzen sich auch die Glitzerpartikelchen schnell ab oder fallen einfach ab. Auch wenn man erste Lücken im Lack nicht sofort erkennt, bzw. sie nicht übermäßig auffällig sind, ist es ein bisschen unangenehm, wenn man nicht nur Tipwear, sondern schlicht und ergreifend Lücken hat. Mit Topcoat ist das zwar kein Problem mehr, die Schutzschicht hält schließlich alles zusammen, aber so ganz optimal ist das natürlich nicht. Dass auch das Ablackieren eine absolute Katastrophe ist, dürfte bei der Lackzusammenstellung nicht verwunderlich sein, aber wenn einem schon der halbe Lack vom Nagel gekrümelt ist, reduziert sich auch diese Thematik ganz deutlich...
Tja, das war sie also, die siebte Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" und obwohl mir ein bisschen das Herz blutet, gibt es für nächste Woche keine neue Farbvorgabe. Ich liebe die Aktion heiß und innig und weiß selbst noch nicht so genau, was ich nun nächsten Mittwoch zeigen soll - aber nach viereinhalb (!!!) Jahren hat sich die Aktion doch ein wenig "abgenutzt". Die Begeisterung ist glaube ich doch deutlich weniger geworden und auch wenn einige tapfere Mitlackiererinnen nahezu jede Woche dabei ist, habe ich ein wenig den Eindruck, dass die Luft ganz schön raus ist. Sicherlich hat sie die Mittwochslackiererei etabliert und gehört auch in meinem Plan zu einer festen Größe - allerdings ist sie in letzter Zeit auch mehr zu einer Pflicht geworden.

Ob es im neuen Jahr weitergehen wird, weiß ich noch nicht - das möchte ich gerade nicht ausschließen, aber jetzt brauche ich erstmal ein bisschen Zeit zum Durchschnaufen. Vielleicht fällt mir noch etwas Tolles ein, das der Sache wieder mehr Pepp gibt, vielleicht gibt es einfach so eine neue Runde nach einer Pause - ich werde einfach mal ein bisschen grübeln und sinnieren. Danke auf jeden Fall für eure tolle Beteiligung in den letzten Jahren, dank euch hat mir der Stress, den ich teils mit der Aktion hatte, auch immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, wenn ich eure Postings und Kommentare gesehen habe!

Sonntag, 10. Dezember 2017

Colors by Llarowe "The Krispy Kreme Dreams" Ben Affleck is Sheila's homeboy

Zum zweiten Adventssonntag gibt es wieder ein "Gemeinsam lackiert" von Lotte und mir - und zwar mit einem Lack, der ganz hervorragend in die Weihnachtszeit passt, auch wenn der Name das nicht vermuten lässt. Allerdings ist das (zumindest bei mir) kein Lack, den ich gerade erst lackiert habe, sondern einer, den mir Lotte mal ausgeliehen hatte, darum bitte nicht wundern, dass es von der Nagellänge bzw. Nagelform gerade nicht so richtig passt...

"Ben Affleck is Sheila's homeboy" von Colors by Llarowe klingt zwar nicht nach einem Weihnachtslack, aber sobald man sich das Fläschchen ein bisschen genauer ansieht, dürfte schnell klar sein, dass der Lack ganz hervorragend in den Winter passt. Allerdings kann man dieses Schätzchen auch zu absolut jeder anderen Jahreszeit hervorragend tragen - Rottöne gehen ja bekanntlich immer.
Eigentlich könnte ich hier fröhlich vor mich hinschwärmen, denn der Lack ist der absolute Hammer - aber fangen wir einfach von vorne an... Der Auftrag geht vollkommen unproblematisch und einfach von der Hand, grandiose Konsistenz gepaart mit tollem Pinsel kann auch nicht anders sein. An und für sich ist "Ben Affleck is Sheila's homeboy" so gut pigmentiert, dass er auch schon in einer Schicht deckt, allerdings habe ich aufgrund einiger Unregelmäßigkeiten in den Nägeln doch lieber eine zweite Schicht lackiert. Das ändert weder an der Farbe noch am Effekt etwas, lässt das schöne Finish aber besser zur Geltung kommen, ansonsten hätte ich einfach einen Topcoat gebraucht. Den kann man sich aber wirklich sparen, da der Lack sowohl schnell als auch wirklich eben trocknet und auch einen hübschen Glanz mitbringt, der keinerlei Upgrade benötigt. Wer sich also ein bisschen geschickter anstellt als ich, hat mit dem Lack von Colors by Llarowe wirklich im Nu eine traumhafte Mani auf den Nägeln.
Farblich ist es bei "Ben Affleck is Sheila's homeboy" recht eindeutig, dass wir hier bei einem schönen, intensiven Rotton unterwegs sind. Ich würde ihn insgesamt irgendwo zwischen Erdbeere und Kirsche einordnen, wobei er eindeutig eine hellere Kirsche oder eine blaustichigere Erdbeere wäre. Je nachdem, in welchem Licht man ihn betrachtet, kommen mal eher die hübschen Blauanteile im Holo raus (sonderlich zurückhaltend ist nämlich die blaue Flamme im Sonnenlicht gar nicht!) oder aber das intensiv-rote Glühen, das der Lack bei etwas wärmerem Licht bzw. andere Lichteinfall zeigt. Auf jeden Fall ist das einer der Lacke, die ich stundenlang betrachten und dabei fröhlich vor mich hinsabbern könnte - egal, ob es der wirklich deutliche Holoeffekt im Fläschchen oder auf den Nägeln ist oder dieses zarte Geschimmere, das den Lack so richtig von innen heraus glühen lässt... Der Holoeffekt ist hier zwar deutlich, aber nicht schreiend-krass, sodass der Lack sich wirklich für absolut alle Gelegenheiten eignet - ob Büro oder Party, dieses Schmuckstück kann sich überall sehen lassen und fällt nur positiv auf.
Mir ist es schon richtig schwer gefallen, für das Posting ein paar der Solobilder herauszusuchen, da der Lack wirklich auf jedem Bild ganz unterschiedliche Nuancen zeigt und mich immer wieder begeistert. Ungefähr genau so schwierig war es für mich aber, ein passendes Design zu diesem tollen Rot zu finden und ich habe mich aufgrund der deutlichen blauen Holoflamme dafür entschieden, diese Farbe in einem Stamping aufzunehmen. Als Lack habe ich "Sweet peacock" von Orly genutzt, weil ich dieses Blau einfach ganz toll finde und mir dachte, dass der Kontrast passen würde. Beim Motiv musste ich ein bisschen grübeln und habe letztlich die BP-98 genommen, die ein traumhaftes Rosenmotiv und auch ein paar dazugehörige Ranken im Angebot hat. Das auf die Nägel zu bringen war überhaupt kein Problem und ich mag auch den metallischen Gegensatz des Stampings zu dem schönen roten Glühen der Basis. Auf einen Topcoat habe ich vorsichtshalber verzichtet, der hätte allerdings auch den Kontrast wieder ein wenig verwaschen. Zwar ist aus dieser Perspektive der Holoeffekt von "Ben Affleck is Sheila's homeboy" nicht mehr so wirklich zu erkennen, aber dafür das feingliedrige Rosenmotiv - und das war mir hier erstmal wichtiger.
Eigentlich dachte ich ja, dass ein matter Topcoat das Ganze noch ein bisschen unterstreichen würde - aber irgendwie habe ich damit den Colors by Llarowe komplett platt gemacht und den Holoeffekt so richtig absaufen lassen... Die Röschen und Ranken in metallischem Blau kann man noch immer ganz hervorragend erkennen, aber der Hintergrund wurde durch das Mattieren irgendwie ausgeebnet und komplett seiner Besonderheiten beraubt. Das war definitiv nicht meine Absicht, aber auch wenn der Lack so deutlich einfacher und langweiliger aussieht, finde ich die Mani wirklich hübsch und auch durchaus gelungen. Hätte ich den Lack heute auf den Nägeln, hätte ich wohl ein paar Schneeflocken darauf gestempelt, die kann ich mir nämlich in dem Blau auch ganz hervorragend vorstellen. 
Über die Haltbarkeit von "Ben Affleck is Sheila's homeboy" kann ich mich auch nicht beschweren - Tipwear sieht man zwar, wenn sie auftaucht, aber sie kommt nicht übermäßig schnell. Ablackieren geht trotz des intensiven Farbtons erstaunlich einfach, sodass das wirklich von vorne bis hinten eine echt gelungene Sache war!

Freitag, 8. Dezember 2017

OPI "Muppets most wanted" Miss Piggy's big number

Zum späten Freitagabend muss ich doch mal wieder eine der alten Traditionen aufleben lassen - blaue Nägel zum Ende der Woche! Ich liebe blaue Lacke über alles und hatte in der letzten Zeit viel zu selten Blau auf den Nägeln, was einerseits daran liegt, dass ich nicht mehr übermäßig viele unlackierte blaue Lacke habe und andererseits auch daran, dass ich noch ganz schön viele andere Farben im Überfluss im Schrank stehen sehe.

Trotzdem darf heute endlich "Miss Piggy's big number" von OPI auf die Nägel - der Name verrät schon ganz deutlich, dass der Lack aus einer Muppet-Kollektion stammt. Bei mir gelandet ist er allerdings, weil die liebe Lotte ihn nicht mehr haben wollte und obwohl ich mir das nach einem ersten Blick ins Fläschchen nicht erklären konnte, kann ich nach dem Lackieren durchaus nachvollziehen, warum sie nicht so begeistert war, aber dazu gleich mehr.
Von der hübschen Farbe im Fläschchen geblendet, war ich sehr erstaunt, als ich bei der ersten Schicht auf den Nägeln nicht so wirklich viel Farbe hatte. Es schimmerte zwar wie wild, aber es wird auch ganz deutlich, dass der Lack keine richtige Farbbasis hat, sondern nur aus dem blauen Schimmer besteht. Dadurch bekommt "Miss Piggy's big number" auch diese Streifigkeit, die sich auch nach dem Abtrocknen oder einem Topcoat nicht wirklich bessert. Beim Lackieren sollte man auch unbedingt die Nagelspitzen separat ummanteln, ansonsten ziehen sich die Schimmerpartikelchen sehr schnell zurück und es entsteht der Eindruck von Tipwear. Die Trockenzeit ist zwar vollkommen in Ordnung, allerdings war mir die zweite Schicht noch nicht deckend genug - zwar hatte ich mein Nagelweiß weitestgehend abgedeckt, allerdings gab es an ein paar Stellen doch noch Nachbesserungsbedarf. Die dritte Schicht machte alles perfekt und vor allem den Blauton auch schön gleichmäßig, sodass ich mir dann den Topcoat gespart habe.
Farblich liegen wir bei "Miss Piggy's big number" bei einem schönen, mittelblauen Ton mit leicht kühlen, silbrigen Einschlägen. Vielleicht könnte man ihm auch einen Hauch Kornblume zusprechen, wenn man von dem leicht frostigen Eindruck absieht - so oder so ist der OPI wirklich eine der Farbnuancen, die mir bei Blau sehr zusprechen und bei denen ich auch durchaus mit diesem streifigen Finish leben kann. Allerdings wirkt der Lack auf normale Betrachtungsentfernung gar nicht so richtig streifig, sondern strahlt tatsächlich aufgrund dieses Blaus und sieht sogar recht regelmäßig aus. Der Ton gehört zwar nicht zu den richtig knalligen, auffälligen Blaunuancen, die sofort auffallen, ist aber auch nicht übermäßig dezent, sodass man sich hier durchaus etwas zutrauen muss. Grundsätzlich finde ich ja, dass man so ein Blau immer tragen kann und ich tue das auch im Büro - ich verstehe aber auch, wenn jemand nicht gar so wild unterwegs ist und sich dieses Schätzchen eher fürs Wochenende aufhebt.
An und für sich ist so ein Lack solo schon ausreichend, durch das schimmrige Finish gibt es immer wieder ein paar schöne Shifts im Farbton zu beobachten, auch wenn hier kein Holo oder ähnliches vorhanden ist. Trotzdem wollte ich "Miss Piggy's big number" noch ein Tüpfelchen auf das i setzen und habe nach einem passenden Motiv gesucht. Leider bin ich kein großer Muppets-Fan, sodass ich auch keine entsprechende Stampingplatte im Angebot hatte (wobei Gonzo sicherlich hervorragend gepasst hätte!) und mich anderweitig umsehen musste. Gelandet bin ich bei der BP-137, die ich erst kürzlich vom Bornprettystore erhalten habe. Die Platte hat ein paar zuckersüße Pinguin-Motive, zwischen denen ich mich nur schwer entscheiden konnte. Letztlich habe ich auf das Fullcover-Motiv zurückgegriffen, das ich mit Schwarz aufgenommen habe, um dann den Pinguinen noch ihre weißen Bäuche zu verschaffen. Auf dem Ringfinger hatten dann die meisten kleinen Wasservögel Platz, letztlich waren aber noch zwei übrig, die ich dann auf Zeige- und kleinem Finger platziert habe.
Auf den Mittelfinger kam dann noch ein Ausschnitt von dem Eisberg der Platte, damit die kleinen Pingus auch wissen, wo sie denn im Notfall hinmüssen... Ich war mir anfangs nicht so ganz sicher, ob das wirklich so gut aussehen würde, aber inzwischen bin ich absolut begeistert von der Zusammenstellung und finde die Pinguine wahnsinnig knuffig. Die kleinen Schneeflocken sieht man auf dem Blau leider nicht so gut, aber sei's drum - insgesamt finde ich die Mani einfach bombig und so verziert ist es auch gar nicht tragisch, dass sich "Miss Piggy's big number" mit einer gewissen Streifigkeit auch trotz Topcoat zeigt. Schwarz und Weiß als Kontrast gehen ja auch bei so einem Blauton immer gut und ich freue mich jetzt schon darauf, auch die übrigen Motive der Platte mal auszuprobieren und noch mehr Pinguine zu stempeln. Die könnten auch glatt den Pandas den Rang ablaufen...
Die Haltbarkeit des Lacks ist ganz in Ordnung, wenn man die Nagelspitzen ordentlich versiegelt - dann hält sich die Tipwear nämlich in Grenzen. Da der Lack nur eine Schimmerbombe ist, ist auch das Ablackieren unproblematisch - allerdings hatte ich an der einen oder anderen Stelle meiner Nagelhaut doch das Gefühl, dass sich die Partikelchen recht hartnäckig halten. Mit der Nagelbürste hat sich aber auch das lösen lassen und ich muss jetzt mal grübeln, was ich mit dem Lack noch anstellen könnte...

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Sinful colors 1237 Amazonian

Weihnachten rückt immer näher - letzte Woche sind hier sogar weiße Flocken vom Himmel gefallen, aber nicht mal im Ansatz liegengeblieben! - und die aktuelle Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" nähert sich ebenso ihrem Ende. Bevor es nächste Woche mit dem bunten Finale weitergeht, ist heute noch einmal eine zur Jahreszeit passende Farbe dran, nämlich Tannengrün. Zugegeben, ganz perfekt passt das nicht zu Nikolaus, aber mit der drastisch reduzierten Farbauswahl ist es das beste, was ich machen konnte.

Zwar habe ich keinen Tannenbaum in meiner Wohnung, aber dafür noch ein paar tannengrüne Lacke in meinem Regal stehen, darum durfte ich mir für heute auch einfach den aussuchen, auf den ich am meisten Lust hatte. Meine Wahl fiel auf "Amazonian" von Sinful colors, der auch schon viel zu lang in meinem Schränkchen stehen und auf seinen Auftritt warten musste.
Der Auftrag ist bei den Lacken von Sinful colors eher selten ein Problem und auch "Amazonian" hat eine tolle Konsistenz und lässt sich mit dem Pinselchen schön auf den Nagel bringen. Allerdings musste ich nach der ersten Schicht doch ein bisschen stutzen - eigentlich bin ich nämlich davon ausgegangen, dass der Lack ziemlich deckend wäre, da er im Fläschchen doch recht dunkel wirkt. Aber die erste Schicht war mir noch zu fleckig (hat da noch jemand ein Deja-vu? Irgendwie lackiere ich in letzter Zeit doch ein bisschen viele Lacke, die nicht richtig gut decken), also musste eine zweite her. Leider hat auch die mich noch nicht zufriedengestellt, darum habe ich letztlich noch eine dritte Schicht lackiert - und das begeistert mich bei einem dunkelgrünen Lack nun nicht so wirklich... Zwar trocknet "Amazonian" zügig an, bis der Lack aber durchgetrocknet ist, dauert es ein bisschen - da bietet sich ein schnelltrocknender Topcoat durchaus an.
Farblich entsteht der schöne Eindruck von "Amazonian" aus einer geschickten Mischung einer leicht angegrauten, dunkelgrünen Base, die eher sheer ist und eine Menge darin herumschwirrender Schimmerpartikel sowie kleiner Flecksschredderteilchen in Gold und Silber. Der grüne Schimmer ist eindeutig am dominantesten und verleiht dem Sinful colors-Lack auch einen frischen, intensiv-grünen Anstrich - durchaus eine satte Tanne, ich die da im Fläschchen und auch auf den Nägeln erkenne. Als kleine Highlights sind dann noch kleine Glasflecksteilchen enthalten, die teilweise in Gold, teils aber auch in Silber aus dem grünen Geschimmere hervorfunkeln, ohne aber das doch harmonische Ergebnis irgendwie zu stören. Ich mag diesen dunklen Grünton sehr, da er auch nicht zu einfach und platt ist, sondern durch den Schimmer ein bisschen komplexer und feiner ist.
Bei dieser Farbe bietet es sich natürlich an, auch ein entsprechendes Tannenbaumdesign auf die Nägel zu bringen - aber eine Lichterkette hatte ich nicht im Angebot, also musste ich mich mal wieder durch meine Nailartplatten wühlen, um etwas Passendes zu finden. Auf der Festive 47 von MoYou habe ich nur ein kleines Ganznagelmotiv mit Tannenbäumen gefunden, war mit dem aber nicht zu glücklich, sodass ich erstmal weitergesucht habe. Bei Bornpretty habe ich auf der L032 dann einen einzelnen Tannenbaum gefunden - aber nichts, was dazu gepasst hätte... Also wurden einfach die beiden Motive kombiniert, auch wenn sie von der Grundausrichtung nicht ganz perfekt zueinander passen. Das Einzelmotiv von der BP L032 ist ein wenig verspielter, die Baumreihen von der Festive 47 sind eher schlicht gehalten, aber zusammengenommen gefällt mir das Ganze durchaus gut und passt zumindest vom Grundmuster her zusammen. Natürlich wäre es schöner gewesen, da ein bisschen einheitlicher zu sein - aber das Leben ist halt kein Ponyhof!
Das Ganznagelmotiv musste ich wieder ein bisschen stückeln, da die kleinen Motive längere Nägel nicht komplett abdecken, aber das ist bei so einem Motiv gar nicht so schwierig, bzw. fallen kleine Unregelmäßigkeiten nicht so deutlich auf. Als Kontrastfarbe habe ich Gold gewählt und mich mal wieder für Kleancolor "Metallic yellow" entschieden, da Gold und Grün ja grundsätzlich gut zusammenpassen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass für "Amazonian" wohl ein etwas kühlerer Goldton geschickter gewesen wäre, da das Grün nicht sonderlich gelbstichig ist, sondern ein wenig gedeckter - aber auch so ist die Mani stimmig und macht vor allem Freude. Jedes Mal um die Weihnachtszeit überlege ich, ob ich mir nicht mehr Platten mit Wintermotiven zulegen soll - aber dann kommen sie doch zu selten auf die Nägel, als dass es sich lohnen würde...
Zur Haltbarkeit von "Amazonian" kann ich nicht viel Negatives berichten, der Lack schlägt sich solide und entwickelt Tipwear im normalen Rahmen. Natürlich fällt ein weißer Rand bei einem dunklen Lack eher mal auf, aber das gilt auch für andere Lacke und der Sinful colors ist hier keine Besonderheit. Ablackieren ging auch ganz gut, ich musste am Schluss nur sicherstellen, dass sich wirklich alle Partikelchen von den Nägeln verabschiedet und nicht in den Nagelhäuten verkrochen hatten...

Für die nächste Woche steht das große Finale der 7. Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" an, es soll bunt werden und dabei gibt es wie immer keine konkrete Vorgabe. Ein in sich bunter Lack, ein Lack, den ihr eigentlich zeigen wolltet, es aber nicht geschafft habt, der Lack, den ihr gerade auf den Nägeln habt - egal was, Hauptsache, die Galerie wird möglichst abwechslungsreich!

Sonntag, 3. Dezember 2017

CND Vinylux "Nightspell" #251 Berry boudoir

Zum ersten Advent haben Lotte und ich den letzten Lack aus der "Nightspell"-Kollektion von CND Vinylux gemeinsam lackiert. Die anderen fünf Lacke findet ihr bei Interesse *hier*, *hier*, *hier*, *hier* und *hier. Obwohl wir mit dieser Kollektion heute durch sind, wird es aber auch in der nächsten Zeit mit "Gemeinsam lackiert" weitergehen und so habt ihr die Möglichkeit, euch den gleichen Lack auf wirklich sehr unterschiedlichen Nägeln anzusehen.

"Berry boudoir" ist zwar der letzte Lack, den wir hier zeigen, aber keineswegs das ungeliebte Stiefkind - ich muss sogar sagen, dass ich den Farbton sehr hübsch fand und mich darauf gefreut habe, ihn zu lackieren. Die Kollektion an sich ist somit sehr vielfältig und irgendwie war mir dieser Lack spontan sehr sympathisch, sodass ich wirklich gespannt war aufs Lakieren
Den Pinsel der Vinylux-Lacke mag ich noch immer sehr gern, da macht auch "Berry boudoir" keine Ausnahme. Allerdings sieht es dann mit der Lobhudelei nicht mehr gar so rosig aus, denn die Beere hat ein kleines Problem mit der Deckkraft... Die Konsistenz des Lacks ist zwar schön flüssig - vielleicht auch einen Hauch zu flüssig -, allerdings kommt mit der ersten Schicht noch nicht so richtig Farbe auf den Nagel. Vielmehr hatte ich recht viele Schlieren, was für einen Jellylack zwar nicht untypisch ist, ein gleichmäßiges Ergebnis aber deutlich erschwert. Die zweite Schicht brachte zwar mehr Farbe auf den Nagel, aber das Ganze sah leider wie ein richtiger Flickenteppich aus - hier heller, dort dunkler und vorzeigbar war es damit nicht. Also musste tatsächlich noch eine dritte Schicht her, die dann zwar nicht wirklich perfekt gleichmäßig war, aber zumindest nicht mehr eindeutig fleckig, also habe ich es dabei belassen. Das Finish an sich trocknet schön glänzend ab, sodass man auf einen Topcoat verzichten könnte - allerdings hatte ich bei "Berry boudoir" das Gefühl, dass der Lack nicht richtig schnell durchtrocknet, also habe ich nach den Bildern doch auf einen Topcoat zurückgegriffen.
Farblich hat "Berry boudoir" eine richtige Bandbreite an Farbe im Angebot - auf jeden Fall ist das ein Mischton aus Blau und Rot, dem man nach einer Schicht durchaus die Kategorie "Beere" zuordnen könnte. Da gibt sich der Lack nämlich deutlich rotstichig und zeigt nur wenige Blauanteile, allerdings nimmt der Eindruck, dass es sich eher um einen Lilaton handelt, mit jeder Schicht zu. Auf den Nägeln wirkt der Lack aus meiner Sicht ein wenig heller und rötlicher als im Fläschchen, allerdings keineswegs klassisch beerig, dafür ist er mir einfach zu dunkel. Ich würde ihn tatsächlich eher bei einer Aubergine verorten, auch wenn die dann zur helleren Sorte gehört (wobei man ohne direkten Lichteinfall bei dem CND Vinylux tatsächlich keine richtige Farbe mehr zuordnen kann, sondern einfach nur bei einem Vampyshade ist, der noch nicht so richtig schwarz ist); aber auch bei drei Schichten erkennt man auf den Bildern hier und da noch ein helleres Fleckchen, was einfach dem geringen Weißanteil im Lack zuzuschreiben ist. Wirklich deckend ist er nämlich nicht, die Farbintensität ergibt sich ausschließlich durch die Schichterei.
Obwohl ich den Farbton wirklich klasse finde, hatte ich einfach etwas anderes erwartet und mir vor allem erhofft, dass der Lack schneller (bzw. besser) deckt. Nun ist die Lackiererei aber kein Wunschkonzert, sodass ich mit "Berry boudoir" doch so leben musste wie er ist - und das hieß dann auch, ein passendes Design für den Lack zu finden. Ich neige in letzter Zeit doch sehr eindeutig zu Holo-Verzierungen auf dunklen Lacken und gerade bei diesem hier, hatte ich schon fast überlegt, nur auf einen Topcoat zurückzugreifen - aber dann hatte ich keinen vor der Nase, der mir stimmig genug schien. "Fantasy fire" wäre zwar eine Option gewesen, aber das war mir ein bisschen zu standardmäßig, also habe ich mich auf mein zweites Steckenpferd gestürzt, die Stempelei. Da heute der erste Advent ist, kann man doch ziemlich eindeutig behaupten, dass wir strammen Schrittes auf Weihnachten zugehen und auch wenn es in Köln noch nicht wirklich winterlich ist (und wahrscheinlich auch nicht werden wird, da hier Schnee eher selten liegen bleibt), habe ich  mich für ein eindeutiges Winterdesign entschieden.
Gestampt habe ich mit Catrice "Holo manolo", da der Lack einerseits noch auf meinem Schreibtisch stand und andererseits mit Silber und Holo einen schönen Kontrast zu dem dunklen Lilarot und seinem einfachen Finish liefert. Als Stampingplatte habe ich die Festive 47 von MoYou London genutzt, die einige zuckersüße Schneemänner, Nikolausstrümpfe und Schriftzüge enthält. Ich habe mich für zwei unterschiedliche Schneemäner auf dem Ring- und Mittelfinger entschieden und die beiden anderen Nägel mit Schneeflocken verziert. Da es sich bei der Platte um die kleinen Motive handelt, passen sie problemfrei auf meine Nägel und zumindest bei den Schneemännern fällt es auch nicht übermäßig auf, dass das Motiv in der Länge noch ein bisschen Platz hätte. Bei den Schneeflocken musste ich auf dem Zeigefinger das Motiv noch einmal ansetzen und auch wenn das nicht perfekt gelungen ist, sieht man es nicht auf den allerersten Blick und das finde ich akzeptabel. Die Schneemänner finde ich ja unglaublich niedlich, darum mag ich auch die Mani wirklich sehr und muss die anderen Motive der Platte demnächst auch mal rausholen.
"Berry boudoir" hat mich leider im Auftrag nicht ganz überzeugt, aber die Haltbarkeit des Lacks ist vollkommen in Ordnung. Tipwear erkennt man zwar recht schnell bei diesem dunklen Vertreter, aber nicht schneller als bei anderen Lacken, darum ist das okay. Beim Ablackieren sollte man ein wenig Vorsicht walten lassen, da es sonst doch eine kleine Sauerei geben kann, aber ein bisschen Geschrubbe mit der Nagelbürste hilft auch hier schnell weiter. Tja, leider ist das nicht der perfekte Abschluss für diese Kollektion, aber rein vom Farbton her gefällt mir der Lack ja trotzdem!
"Berry boudoir" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt.

Freitag, 1. Dezember 2017

Isadora 773 Loden green

Endlich Freitag - und ich bin mit meinem Posting mal wieder superspät dran... Dabei bin ich heute tatsächlich recht früh von der Arbeit weggekommen, der Besprechungsmarathon hat aber doch so seine Spuren hinterlassen und ich war nicht gar so produktiv, wie ich mir das gewünscht hätte. Dabei braucht der heutige Lack tatsächlich ein bisschen Licht, um seine Besonderheiten zu zeigen und sollte gar nicht so sehr im Dunkeln bleiben...

"Loden green" von Isadora habe ich glaube ich vor zwei Jahren für einen Gutschein bei Douglas mitgenommen - aber so ganz sicher bin ich mir nicht mehr, wann das genau war... Letztes Jahr auf keinen Fall, weil ich da ja schon in Köln war, aber vielleicht war es auch schon 2014? Auf jeden Fall gibt, bzw. gab es den Lack schon etwas länger und er stand hier auch geraume Zeit, bis er endlich lackiert wurde.
"Loden green" ist für mich ein wirklich prototypischer Herbstlack, darum hatte ich ihn auch immer wieder verschoben, was das Lackieren anging. Dabei sind die Isadoras vom Auftrag her wirklich angenehm, der Pinsel ist zwar ein wenig kürzer als bei anderen Marken, aber dafür schön breit, wodurch er genug Lack auf den Nagel bringt. Die Konsistenz von "Loden green" ist perfekt, sodass ich nur aufpassen musste, mir mit dem weit auffächernden Pinsel nicht auch noch die Nagelhäute anzupinseln. Bei der Deckkraft war ich ein wenig überrascht, der Lack braucht nämlich unbedingt zwei Schichten, um das Nagelweiß zu überdecken - ich habe sogar eine dritte Lackiert, da ich ja immer sehr dünn lackiere und an einigen Stellen noch nicht so ganz zufrieden war. Zumeist werden aber zwei Schichten genügen, die trocknen auch in einer akzeptablen Zeit an und durch und wer es nicht superglossy mag, kann auch auf einen Topcoat verzichten.
Farblich hat der Lack so einiges auf dem Kasten - bei "Loden green" denkt man ja eindeutig an einen Grünton, allerdings würde ich dem Isadora sogar eine graue, vielleicht auch taupefarbene Base unterstellen, in der feiner goldener Schimmer schwimmt. Das Ergebnis auf den Nägeln ist dann vom Eindruck her ein Olivgrün, wobei dieses hauptsächlich vom Schimmer kommt, der sich schön auf die Farbbasis legt und das Licht entsprechend reflektiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Lacken ist es bei diesem hier tatsächlich so, dass der Schimmer auf den Nägeln präsenter ist als im Fläschchen, dort zeigt er sich nämlich nur in bestimmten Winkeln. Auf den Nägeln ist der güldene Schimmer, der teils auch bronzen oder gar hellgrün scheint, dafür ziemlich präsent und das führt auch zu dem großen Farbunterschied zwischen Flasche und Nägeln. Lackiert ist "Loden green" viel dunkler und erdiger als er im Fläschchen scheint und ich muss sagen, dass er mir auf den Nägeln auch deutlich besser gefällt. Zwar ist er vielleicht nicht so elegant wie hinter Glas, aber dafür lebendiger und intensiver durch den prominenten Schimmer.
Tatsächlich ist das einer der Lacke, die schon solo sehr überzeugend sind, allerdings wollte ich unbedingt noch ein Design auf diese traumhafte Matschfarbe packen - man kann sich drum schlagen, ob das nun Grün, Grau oder gar Braun ist. Für mich stand schnell fest, dass sich nur goldene Akzente bei dem Lack gut machen würden, also haben ich mir "Metallic yellow" von Kleancolor geschnappt und eine stimmige Stampingplatte gesucht. Bei der Asia 08 bin ich hängengeblieben, obwohl das eine Platte mit kleinen Motiven ist. Allerdings war mir nach etwas Schnörkseligem und da ich die Platte noch nicht so intensiv genutzt hatte (und leider nirgendwo einen Dreamcatcher parat hatte, um noch einmal an der Nailsreloadedchallenge teilzunehmen), habe ich mich dann für eines der feingliedrigen Motive entschieden. Auf dem kleinen Finger reichte die Größe problemfrei aus, auf dem Zeige- und Mittelfinger habe ich das Motiv einfach nochmal nach unten hin verlängert, wobei der Ansatz am Zeigefinger nicht gar so gut gelungen ist.
Auf den Ringfinger wollte ich zuerst noch ein Einzelmotiv stampen, habe mich dann aber dagegen entschieden und den Nagel als einzigen so belassen, wie er schon zuvor war. Da kann sich "Loden green" doch nochmal ordentlich ausbreiten, durch das goldene Stamping tritt der feine Schimmer auf den anderen Nägeln nämlich deutlich in den Hintergrund. Die Kombination ist aus meiner Sicht aber sehr stimmig, da das Gold sich harmonisch in den Lack einfügt und durch den ähnlichen Schimmer eben keinen krassen Kontrast bietet. Das Motiv mag ich auch erstaunlich gerne, auch wenn ich es nicht so ganz hundertprozentig zuordnen kann. Mit viel gutem Willen könnte man da vielleicht eine stilisierte Schlange erkennen, aber bleiben wir einfach bei Schnörkseln, das reicht ja schließlich auch! Und so ist der Akzentnagel einfach mal ein "normaler" Nagel - das trage ich ja auch wirklich sehr selten so, aber in diesem Fall finde ich auch das durchaus passend.
Aufgrund mangelnder Lackierzeit habe ich "Loden green" tatsächlich drei Tage solo getragen und auch wenn man ihm das am Schluss ein wenig angesehen hat (nicht so sehr aufgrund der Tipwear, aber durch ein paar fehlende Eckchen), hat sich der Lack wirklich sehr gut gehalten. Auch das Ablackieren war kein Problem und ich bin mal wieder erstaunt, wie gut mir die Isadoras gefallen. Wenn es da noch ein paar spannendere Farben gäbe, könnte ich ja schwach werden...