Sonntag, 28. Mai 2017

Flormar Nail Enamel N004

Heute mal wieder pünktlich zum Sonntag (was bin ich stolz auf mich, dass das mal wieder geklappt hat!) eine Mani - und zwar eine, die ich schon eine geraume Zeit vor mir hergeschoben habe. Oder eher den Lack, nicht unbedingt die Mani - die ist nämlich frisch für die #31DC2017weekly, passt aber auch einfach perfekt zum Lack!

Den Flormar aus der Neon Collection habe ich nicht nur seit gefühlten Ewigkeiten, sondern tatsächlich schon seit Jahren - ich bilde mir sogar ein, seit 2010, damals gab es die Flormar-Lacke noch bei Douglas und das auch in einer recht großen Fülle. Warum ich mir ausgerechnet diese Farbe rausgesucht habe, kann ich im Nachhinein nur so bedingt nachvollziehen, aber sei's drum!
Der Flormar mit dem klingenden Namen "N004" (wie ich diese Nummerierungen liebe!) kommt mit einem dünnen Pinsel und einer recht flüssigen Konsistenz daher. Nicht unbedingt die geschickteste Kombination, aber ändern kann man daran ja auch nichts, also hieß es "Augen zu und durch!" - oder eher Augen auf, denn ein bisschen musste ich beim Lackieren doch aufpassen, dass mir der Lack nicht in die Nagelhäute läuft. Da der Flormar augenscheinlich ein Jellylack ist, ist die Deckkraft auch nicht so wirklich hoch und so zeigte sich nach der ersten Schicht das Nagelweiß noch mehr als deutlich und auch die zweite war nicht so ganz deckend. Erst mit Schicht drei war ich zufrieden, was sich allerdings dank der recht kurzen Trockenzeit auch als machbar herausstellte. Im Gegensatz zu vielen anderen Neonlacken trocknet der Flormar nicht matt, sondern "normal glänzend" und das auch recht eben und gleichmäßig, sodass ich auf den Topcoat hier verzichtet habe.
Farblich finde ich den Lack wirklich so richtig schwer einzuordnen - er liegt irgendwo zwischen einem abgesofteten Orange und einem Farbton, den ich spontan als "Camel" bezeichnen würde: Ein dunkleres, wärmeres Beigebraun, vielleicht auch ein helles Ziegelorange, das aber nirgendwo so richtig dazu passt. Im Sonnenschein wird der Lack deutlich intensiver und knalliger, aus meiner Sicht ist er von Neon aber trotzdem noch ziemlich weit entfernt. Die ersten Bilder geben ihn auch einen Hauch zu intensiv wieder (bei den Designbildern ist das etwas besser), allerdings habe ich das auch nicht anders hinbekommen... Der Farbton gehört so zu der Sorte, von der ich nicht weiß, ob ich sie mag oder nicht - eine dieser komischen Mischfarben, die ihre absoluten Anhänger und großen Gegner haben und ich kann mich nicht so recht entscheiden, zu welcher Fraktion ich nun gehören will. Darum musste der N004 auch so lange auf seinen Auftritt warten - ich habe einfach immer ein bisschen hin und her geschwankt und den Lack in der Hand gehabt - und dann wieder weggelegt...
Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich noch immer nicht so recht weiß, ob mir der Lack so gefällt oder nicht - aber er war für "Animal print" die perfekte Basis für die Nailartchallenge. Und als hätten Lotte und ich uns abgesprochen, haben wir heute beide unabhängig voneinander ein Leopardendesign im Angebot (und das, obwohl mir letzte Woche noch dick und fett von einem Arbeitskollegen ein Sprüchlein mit dem Inhalt "Es folgt eine abschließende Aufzählung aller Dinge, die mit Leopardenmuster gut aussehen: 1. Leoparden." zugeleitet wurde - als hätte der das schon geahnt!). Meines ist allerdings mit der Pro XL04 von MoYou gestempelt und "Pearly chocolate noir", der 374 von Kiko. Eigentlich wollte ich ein dunkles cremiges Braun, dann fiel mir aber der schimmrige Kiko in die Hände und hat sich auch als tauglich fürs Stempeln erwiesen. Den feinen Schimmer im Lack sieht man erst, wenn man ganz genau hinsieht, also geht das durchaus auch als reines Braun durch und gefällt mir schon so wirklich gut. Damit es stimmig ist (und weil ich mir einen kleinen Patzer auf dem Zeigefinger eingefangen habe), habe ich einfach alle Nägel bestempelt und habe mich damit schon ein bisschen arg beleoprinted gefühlt - dabei habe ich es ja sonst echt nicht mit Tiermustern...
Aus dem Stamping wollte ich dann noch irgendwas machen, weil mir der Schimmer nicht deutlich genug rauskam, also habe ich mir einen Topper von essence geschnappt (das müsste "Copper'ize me!" gewesen sein) und am Zeige- und Mittelfinger die "vollen" Leokringel mit ein bisschen Glitzer versehen. Der Topper hat gemischt winzige kupferfarbene Partikelchen und kleine bunte Hexagons und sieht doch auch ganz fesch aus, wenn man ihn so punktuell aufträgt. Das Ganze habe ich zum Abschluss noch mattiert, um einerseits den Gliter auf eine Ebene mit dem Stamping zu bekommen (ansonsten hat man ja doch kleine Hubbelchen gesehen) und andererseits war ich doch neugierig, wie sich der Lack mit matem Topcoat machen würde - und siehe da, da kommt der Schimmer im Kiko tatsächlich auch ganz anders heraus als bisher! Insgesamt finde ich die matte Variante sowohl farblich am realitätsnähsten als auch einfach von der Kombination her ziemlich cool - so könnte ich mich wohl auch an Tierprints gewöhnen; zumindest ab und zu...
Zur Haltbarkeit des Flormar kann ich heute nicht viel sagen, ich habe den Lack nur knapp einen Tag getragen, da mir das Leomuster dann doch nicht so ganz passend für meinen Termin erschien... Aber sei's drum, der Lack ist zumindest interessant und wird vorerst noch nicht aussortiert, auch wenn ich von ihm nicht ganz begeistert bin. Mal sehen, wofür er sich noch so einsetzen lässt!

Freitag, 26. Mai 2017

CND "Creative play" 486 Revelry red

Während ich sonst immer zu Blau gegriffen habe, wenn ich nicht wusste, was ich lackieren soll, greife ich momentan tendenziell eher zu Rot. Keine Ahnung, warum das so ist (ok, es könnte auch daran liegen, dass ich kaum noch blaue Lacke habe, aber dafür ganz schön viele rote...), aber es fällt schon ein bisschen auf und ich hoffe, ich langweile euch auch nicht mit meinen roten Lacken. Außerdem werde ich mich künftig um ein bisschen mehr Abwechslung bemühen *hüstelchen*!

Heute gibt's aber "Revelry red" von CND - allerdings dieses Mal aus der "Creative play"-Reihe und und nicht von den Vinylux-Lacken wie "Denim patch". Auch diesen Lack durfte ich mir im Blogger Club aussuchen und war sehr angetan von dem tollen Gefunkel, das mich da aus dem Rot anblinkte. Ich hatte den Lack schon bei Lackverliebt gesehen und fand ich total klasse - aber auf den eigenen Nägeln kann das ja immer auch nochmal anders aussehen...
Lackiert habe ich den Lack allerdings auf einem ganz normalen Basecoat und nicht dem dazugehörigen von CND - ich hoffe aber, dass ich das demnächst nochmal nachholen kann. Mit dem perfekt geschnittenen Pinsel, der auch hervorragend auffächert, lässt sich der Lack gut auftragen; die Konsistenz ist nicht zu flüssig, sondern schön angenehm cremig - obwohl "Revelry red" definitiv kein Cremelack ist. Eine Schicht ist mir noch nicht genug, um ein deckendes Ergebnis auf die Nägel zu bringen, allerdings kommt da schon auch ordentlich Rot drauf, wer es also nicht zu genau nimmt, kann sicher auch mit nur einer Schicht leben. Da die Trockenzeit sehr angenehm ist, habe ich aber zwei lackiert und die haben auch das Nagelweiß komplett abgedeckt. "Revelry red" kommt durchaus auch ohne Topcoat aus, da der Lack schön gleichmäßig trocknet und das auch noch in einer akzeptablen Zeit. Ein kleines bisschen kann man an der einen oder anderen Stelle mit dem Makroobjektiv die Pinselführung erahnen - aber dafür muss man echt genau hinschauen.
Farblich betrachtet kommt es sehr auf das Licht an, in dem man "Revelry red" genauer unter die Lupe nimmt - ein heller Rotton ist klar; aber ohne direkten (warmen) Sonneneinfall zeigt der Lack seinen pink- oder eher blaustichigen Grundton und ist eher ein Erdbeerrot. In diesem Erdbeerrot schwirren nicht nur hexagonale Glitterpartikel herum, sondern auch noch feine Schimmerteilchen, die sich da vorwiegend in ihrem bläulich-silbrigen Gewand zeigen. Die Glitzerhexagons sind an und für sich auch silbern, werden aber immer so von Lack bedeckt, dass sie sich in unterschiedlichen Rottönen bemerkbar machen - beim Lackieren hatte ich schon teilweise den Eindruck, dass ich irgendwelchen "Schmutz" auf dem Nagel hätte, bis ich das Ganze als Glitzerpartikel erkannt habe... Im Sonnenschein sind die Schimmerpartikelchen deutlicher rosa bzw. sogar blau und zeigen sich vielleicht nicht so flächendeckend wie ohne direkten Lichteinfal, aber dafür irgendwie präsenter durch das Gefunkel. Die Glitterteilchen sind als eher dunkle Fleckchen erkennbar, während sie ansonsten heller aussehen - und der Lack ist insgesamt eher tomatig den erdbeerig, aber so oder so gefällt er mir sehr gut!
Obwohl ich "Revelry red" ja schon solo sehr spannend und abwechslungsreich finde, musste da natürlich auch ein Design drauf - zunächst hatte ich ernsthaft über ein ordentliches Glitterplacement nachgedacht, mich dann aber aus Zeitgründen wieder auf ein einfaches Stamping beschränkt. Die BP-L051, die ich *hier* schon mit einem Doppelstamping genutzt habe, durfte gleich nochmal ran: Dieses Mal aber ein anderes Motiv, eines der kleineren, das noch komplett auf den Nagel passt. Gestampt habe ich mit Catrice "Holo Manolo" und muss sagen, dass diese Wahl wirklich hervorragend war. Das Motiv ist zwar fein, aber trotzdem ging sich das mit dem recht flüssigen Lack auch aus - und ich finde, dass man den Holoeffekt im Sonnenschein auch durchaus gut erkennen kann. Das Muster selbst lässt auch dem Basislack noch genug Raum, um mit seinem eigenen Schimmer und den Glitzerpartikeln Eindruck zu schinden, kann aber auch mit feinen Linien und Farbspiel überzeugen.
Ich wollte die Mani nicht wieder so mit Halbstampings aufbauen und bin ganz froh, dass dieses etwas kleinere Motiv (weitestgehend) auf die Nägel gepasst hat - hat zumindest auf zweien auch durchaus seinen Charme und peppt den Lack noch ein bisschen auf. Ich glaube, dass es mir auch in reinem Silber wirklich gut gefallen hätte - ohne Sonneneinstrahlung sieht "Revelry red" mit dem silbernen Mandalablümchen nämlich auch sehr fesch aus. Um das Design nicht zu verschmieren, habe ich dann doch lieber auf den Topcoat verzichtet... An und für sich muss ich ja ehrlich gestehen, dass ich von der Haltbarkeit des Lacks ein bisschen enttäuscht war - nach zwei Tagen hatte ich teilweise Tipwear und die eine oder andere Ecke hob sich ab, sodass sich der Lack teilweise vom Nagel ziehen ließ. Ich führe das Ganze einfach mal darauf zurück, dass ich eben nicht den passenden Base- und Topcoat hatte, allerdings sollte der Lack sich auch dann nicht so verhalten... Ich werde das demnächst nochmal überprüfen!
Ansonsten muss ich sagen, dass mir "Revelry red" wirklich gut gefällt - ich habe zwar viele ähnliche Rottöne, aber die meisten kommen dann doch mit einem Cremefinish daher und nicht einem Jelly mit Schimmer und Glitzer. Der Lack darf definitiv bleiben, da ich auch hoffe, ihm mit einer anderen Base-/Top-Kombination noch eine bessere Haltbarkeit entlocken zu können.

"Revelry red" wurde mir kosten- und bedingungslos von Blogger Club zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Sally Hansen "Complete salon manicure" 670 Midnight in NY

Eigentlich dachte ich ja, dass Schwarz bei "Lacke in Farbe... und bunt!" das totale Heimspiel wird - ich mag schwarze Lacke ja sehr und habe auch noch ein paar Vertreter für die Aktion zurückgestellt. Grundsätzlich finde ich ja, dass man Schwarz immer und an allen Nagellängen tragen kann, darum habe ich mich auch sehr auf diesen Mittwoch gefreut - bis ich dann meinen Lack das erste Mal auf den Nägeln hatte, da verging es mir nämlich doch recht schnell.

Ausgesucht habe ich mir für heute "Midnight in NY" von Sally Hansen und ich bilde mir ein, dass ich den Lack passend zum Namen "Midnight in NY" tatsächlich auch aus meinem USA-Urlaub mitgebracht habe - ich kann nur nicht mehr sagen, ob er aus New York oder doch eher Philadelphia oder Washington war...
Eigentlich bin ich ja mit den Lacken von Sally Hansen bisher recht zufrieden gewesen - aber "Midnight in NY" hat mich doch den einen oder anderen Nerv gekostet: Der Pinsel ist nicht ganz perfekt geschnitten, sondern hat ein paar etwas längere Borsten - und damit lässt sich der Lack nicht mehr wirklich präzise auftragen. Hier und da habe ich mir ein kleines Rändchen oder Eckchen noch zusätzlich lackiert und fand das schon ein bisschen doof. Die Konsistenz des Lacks ist dafür ganz in Ordnung, er ist nicht zu flüssig, aber auch nicht zäh, sondern lässt sich gut auftragen. Ich war ein bisschen erstaunt, dass die erste Schicht so sheer war (bei schwarzen Lacken erwartet man ja doch ein bisschen was anderes...), habe mir dann aber für die zweite Schicht doch Hoffnungen gemacht - meistens klappt das ja dann doch ganz gut! Die Trockenzeit des Lacks ist nicht so kurz wie ich sie mir gewünscht hätte, sodass ich nach der zweiten Lackschicht, die mir deckend genug erschien, noch eine Schicht Topcoat lackiert habe.
Natürlich habe ich mir zwischen der zweiten Lackschicht und dem Topcoat Zeit gelassen - allerdings führte mein Topcoat dann trotzdem zu einem unschönen Shrinkage und ich hatte schneller Tipwear auf den Nägeln als der Lack trocken war... Jetzt ist es natürlich schon so gewesen, dass ich meine Nagelspitzen sowieso separat noch bepinselt hatte (so ein bisschen kennt man ja seine Pappenheimer schon und Lacke mit Glitzerpartikeln freuen sich immer über eine Extraportion auf den Nagelspitzen!), was diese eklige Schrumpferei noch ärgerlicher machte. Allerdings ist mir dann am folgenden Morgen auch aufgefallen, dass das Schwarz nach zwei Schichten noch nicht ganz perfekt deckte, also hätte ich eh eine dritte Schicht gebraucht - und die seht ihr dann auch auf den Bildern! "Midnight in NY" ist gar nicht so leicht zu fotografieren - die feinen Glitzerpartikelchen verstecken sich nämlich ganz gut in der schwarzen Basis und lassen sich nur ungerne hervorlocken. Farblich würde ich sie vorwiegend im Bereich Gelb-Orange-Rot ein ordnen, allerdings sind teilweise auchsilberne, lilane und blaue Reflexe vorhanden - "bunt" würde es also auch durchaus treffen!
Wirklich auffällig oder dominant ist der Glitzer leider nicht und ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein bisschen enttäuscht ist - ich hätte mir da nämlich mehr erwartet. So langweilig ist es nachts in New York nämlich gar nicht, da geht richtig die Luzie ab - aber gut, bei Sally Hansen sieht man das eben anders! Bei normaler Betrachtungsenfernung wirkt "Midnight in NY" leider wie ein schwarzer Cremelack und das fand ich dann doch ein bisschen schade. Eigentlich dachte ich, dass das die perfekte Basis für Galaxy nails wäre, aber da sich das Geglitter kaum gezeigt hat, musste eine Alternative her. Bei Steffis FrischlackiertChallenge ist diese Woche ein Glitter Placement gefragt - und ich habe mich mal wieder für eine einfache Variante entschieden anstatt für ein aufwändiges (aber auch entsprechend eindrucksvolles) Fullcover auf den Nägeln. Mit meinem runden Hologlitter habe ich einfach meine Tips beglittert und obwohl ich sehr bemüht war, das Ganze gleichmäßig hinzukriegen, hat das irgendwie nur bedingt funkioniert. Ring- und Mittelfinger haben eine doppelte Schicht abbekommen - aber so richtig begeistert bin ich davon auch nicht...
Die Glitzerpartikel sind natürlich total grandios - mal ganz davon abgesehen, dass sie rund sind und runde Glitzerpartikelchen mir noch nicht so oft untergekommen sind, sind das auch noch Holopartikelchen, die je nach Lichteinfall in den wildesten Regenbogenfarben funkeln. Jedes einzelne Holokreischen ist fragmentiert in unterschiedliche Partien aufgeteilt, dadurch ist das Gefunkel auch sehr unregelmäßig und immer unterschiedlich - von wegen linearer Effekt oder sowas, davon ist hier natürlich nichts zu sehen! An und für sich finde ich die Idee ja nicht schlecht, an den Tips ein paar Hologlitzerteilchen zu haben, aber irgendwie hatte ich mir den Effekt dann doch ein bisschen anders vorgestellt... Immerhin ist das ein kleines Glitterplacement, aber vermutlich muss ich mir für die Partikelchen einfach ncoh etwas passenderes ausdenken...
Nachdem ich ja schon beim Lackieren so Ärger mit den Nagelspitzen hatte, würde ich dem Lack nicht die beste Haltbarkeit zusprechen - außer, man lässt sich mit dem Topcoat sehr, sehr viel Zeit... Insgesamt bin ich von "Midnight in NY" einfach ein bisschen enttäuscht, da ich mir den Lack doch spektakulärer vorgestellt hätte. Natürlich ist er immer noch hübsch, aber eben nicht so besonders, wie ich ihn mir gewünscht hätte - ob er also bleiben darf, weiß ich noch nicht.

Ich bin sehr gespannt, was die Galerie heute so alles für mich bereit hält - nach wie vor finde ich nämlich schwarze Lacke absolut grandios und hoffe sehr, dass ihr ein paar zauberhafte Exemplare im Petto habt! In der nächsten Woche wird es wieder heller und auch wenn es vielleicht nicht gar so gut ins Frühjahr bzw. den baldigen Sommer passt, werde ich auf jeden Fall einen Lack in Silber tragen!

Montag, 22. Mai 2017

Anny 088 Die for high heels

Nachdem ich schon am Samstag geschrieben habe, dass ich mit der Farbauswahl momentan so meine Probleme habe, kann ich sagen: Das ist leider noch immer so. Und so stand ich also nach dem türkisgrünen trend it up wieder ziemlich ratlos vor meinem Nagellackregal und hätte beinahe ein Brüderchen von dem Türkis lackiert, wenn mir mein Hirn nicht dazwischengefunkt und mich daran erinnert hätte, dass ich nicht zwei Mal direkt hintereinander die gleiche Farbe zeigen sollte...

Also machte ich mich wieder auf die Suche und landete bei Rot. Gute Idee, geht bekanntlich immer (zumindest inzwischen - ich erinnere mich da noch an Zeiten, in denen ich Rot grauenhaft fand!) und so kruschte ich ein bisschen in meinen Rottönen, bis ich bei Anny's "Die for high heels" landete - auch von dieser Farbnuance habe ich nämlich noch den einen oder anderen Lack... 
Der Auftrag von "Die for high heels" war unproblematisch und markentypisch angenehm: Perfekt geschnittener Pinsel, tolle, wenn auch etwas flüssigere, Konsistenz, das Lackieren damit eine pure Wonne - und auch eine positive Überraschung, denn nach der ersten Schicht hatte ich schon ein bisschen befürchtet, dass es mit den üblichen zwei Schichten nicht getan sein würde... "Die for high heels" hat nämlich einen recht geringen Weißanteil und tendiert damit doch ein kleines bisschen in Richtung jellymäßiger Durchscheinbarkeit, aber das gibt sich dank der wirklich guten Pigmentierung mit der zweiten Schicht so weit, dass eine dritte tatsächlich nicht mehr nötig ist. Auch die fiesen Sonnenfotos lassen das Nagelweiß nur mit einem ganz besonders scharfen Blick erahnen - und da ist der Winkel schon denkbar ungeschickt, schlimmer wird es bei dem Lack also nie! Zur Trockenzeit kann ich auch nur Gutes sagen, die ist nämlich recht kurz, und was das Finish angeht, trocknet der Anny so ebenmäßig, dass meine Kamera außer der Spiegelung der Sonne auf den Nägeln keinen wirklich guten Punkt zum Fokussieren gefunden und mir somit das Fotografieren ein bisschen anstrengend gemacht hat.
Farblich ist "Die for high heels" ein toller, klassischer Rotton, der vor allem ohne Sonnenschein in Richtung Erdbeere neigt und zur etwas satteren Sorte gehört. Ein winziger tomatiger Einschlag zeigt sich durchaus, wenn ihn ein paar Sonnenstrahlen kitzeln, aber im Großen und Ganzen würde ich ihn in die ganz typische helle Rotecke stellen. Mit dem Namen dann auch perfekt für das kurze Schwarze, knallroten Lippenstift - und zumindest in meinem Kopf schwarze Heels, aber sicherlich stehen ihm auch rote hervorragend... Nachdem ich es gestern auch geschafft habe, mir in hochhackigen Sandalen die Füße wund zu laufen, ist auch der Name mehr als passend - obwohl man dann das "for" wohl in "in" ändern müsste... Ich bin von dem Lack jedenfalls farblich so richtig begeistert und konnte mich an dem hübschen Rot mit dem wirklich perfekten Finish auch ohne Topcoat nicht so richtig sattsehen. Für mich ein Klassiker, der durchaus auch für sich steht und solo getragen werden kann, darf und durchaus auch muss!
Natürlich musste für die #31DC2017weekly aber noch ein Design drauf und da das Motto der Woche "Streifen" ist, habe ich mir einen Gedanken nach dem anderen gemacht, was man denn ach so tolles mit Streifen machen könnte - und habe mich dann für die allereinfachste und unaufwändigste Methode entschieden: Stamping! Man könnte Streifen zwar auch ganz einfach mit einem Pinsel ziehen, aber wenn man schon eine Stampingplatte mit Streifen kann, kann man sie ja auch mal nutzen und auf meiner BM-XL 23 von Bundle Monster fanden sich da doch ein paar senkrechte Streifen. Mit a england's "Shall be my queen" habe ich mir also auf den Anny ein paar Streifchen gestempelt und das ist nicht nur halbwegs gerade geworden, sondern sieht auch noch richtig gut aus! Der Kontrast ist zwar nicht groß, da der a england ja auch ein roter Lack ist, aber hier macht es eben das Finish aus - finde ich zumindest... Das Schöne ist, dass die Streifen hier auch alle die gleiche Breite haben, das kriege ich Freihand sonst nie so gut hin!
"Shall be my queen" ändert Farblich nur wenig an "Die for high heels", aber der Holoeffekt kommt hier wirklich toll raus - ich würde sogar behaupten besser als bei der Solomani des Lacks. Je nach Winkel, erkennt man teilweise auch die rosastichige, leicht metallisch angehauchte Basis des a englands im Kontrast zu einfachen Cremefinish des Anny - aber am meisten ist doch der Holoeffekt hier erkennbar, die Streifen funkeln in allen Regenbogenfarben und gefallen mir wirklich richtig gut. Die Mani ist nicht aufdringlich und man erkennt vielleicht nicht auf den ersten Moment, dass da tatsächlich was los ist, aber schaut man ein bisschen genauer hin, machen sich die zarten Effekt durchaus bemerkbar. Ab und an sind ja solche Ton-in-Ton-Manis ohne große Kontraste auch eine schöne Sache und hier muss ich sagen, dass ich mich ausnahmsweise mal selbst loben kann - das ist nämlich wirklich gelungen!
Ohne Topcoat ist es mit der Haltbarkeit natürlich immer so eine Sache - "Die for high heels" ist nicht besonders anfällig, aber Tipwear macht sich dann doch nach einem guten Tag etwas bemerkbar. Bei Rot finde ich das auch immer sehr auffällig, aber man kann das Ganze mit einem Topcoat deutlich reduzieren. Auch Ablackieren ist bei roten Lacken ja häufig ein Thema, aber der Anny hat sich ganz brav geschlagen und sich ohne Schlieren und Verfärbungen entfernen lassen. Obwohl ich noch einige ähnliche Lacke habe, "Die for high heels" darf definitiv bleiben!

Samstag, 20. Mai 2017

trend it up N°1 Nail Polish 050

Ich kann euch gar nicht sagen, wie dringend nötig ich dieses Wochenende hatte - endlich mal ein bisschen durchschnaufen, entspannen und ausschlafen... Und dann bin ich um halb acht morgens wach! Aber immerhin hatte ich so ein bisschen Zeit, die Sonne zu genießen, die sich irgendwie nur vormittags hat blicken lassen und seit der Mittagszeit hinter ein paar Wolken verborgen ist...

Nägel lackieren stand auch noch auf dem Plan und ich hatte mal wieder so richtig große Probleme, mich zu entscheiden, welche Farbe ich nun auf den Pfoten haben wollte. Nach einigem Hin und Her habe ich mich schließlich für den trend it up mit der Nummer 050 entschieden, da ich noch eine gute Handvoll ähnlicher Nuancen in meinem Schrank stehen habe, die noch lackiert werden wollten.
Der Auftrag ist bei dem trend it up angenehm - obwohl das Fläschchen recht klein ist (irgendwie sehen die 6ml Inhalt definitiv nach weniger aus!), hat man hier einen "normalen" Pinsel, der auch recht breit ist und sehr gut auffächert. Die Konsistenz des Lacks ist klasse und der Auftrag ist sehr gut möglich. Bei der ersten Schicht hatte ich noch die eine oder andere Sorge, dass es mit der Deckkraft nicht so gut bestellt sein könnte, da ich gerade im Bereich der Nagelspitzen die eine oder andere lichte Stelle hatte, aber die zweite Schicht reichte für eine solide Deckkraft vollkommen aus. Die Trockenzeit des Lacks ist in Ordnung, allerdings fand ich den Glanz nicht optimal, also habe ich für ein hübsches glossy Ergebnis noch eine Schicht Topcoat drüberlackiert. Wenn man ein bisschen mehr Zeit hat, kann man darauf durchaus verzichten, das Finish schon von selbst sehr eben ist - aber gerade bei so einem Ton finde ich noch ein bisschen mehr Glanz richtig klasse!
Dummerweise habe ich nicht bedacht, dass der Lack zu den Farbmischlingen gehört, die einem das Fotografieren so richtig, richtig, richtig schwer machen... Ich würde die 050 nämlich als eindeutig grünstichiges Türkis bezeichnen - aber wer auch nur einen Blick auf die Fotos wirft, wird sich fragen, wo denn da bitte ein Grün sein soll... Leider wollte sich meine Kamera durch nichts davon überzeugen lassen, den Lack tatsächlich so grün erscheinen zu lassen, wie er tatsächlich ist, darum hat der trend it up einen viel größeren Blaustich auf den Bildern als in der Realität. So ein bisschen wirkt der Lack in diesem Blau auch ein wenig blasser als das wirklich intensive Türkisgrün, aber wie schon erwähnt, egal, was ich getan habe - da ließ sich nichts dran drehen (und das erklärt wohl auch, warum ich da noch so ein paar Lacke in ähnlichen Tönen stehen habe, die sind allesamt Fotozicken!). Witzigerweise ist auch das Bild auf der dm-Homepage nicht ganz so grün, also scheint es nicht nur fotomäßig schwierig zu sein, den Lack korrekt abzulichten...
Was das passende Design angeht, war ich in etwa so unentschlossen wie bei der Farbe und habe mich erstmal durch alle meine Stampingplatten gewühlt. Gelandet bin ich dann bei der BP-L051, die ich von Nurbesten zugeschickt bekommen habe. Die Platte hat so einige hübsche Mandala-Motive, ich bin dann aber doch bei nur einem geblieben und habe das jeweils an den linken Nagelrand der Nägel gestempelt. Angefangen habe ich mit MoYou's "White knight" (der ist inzwischen wirklich ganz schön eingedickt...) und habe dann nochmal mit einem Schwarz von Maybelline darübergestampt. Das Doppelstamping ist mir tatsächlich ganz gut gelungen, auch wenn dadurch das Motiv nicht mehr ganz scharf und klar erkennbar ist - aber ich mag diese überlagerten Stempeleien in Schwarz und Weiß einfach sehr! Zum Basislack passt das aus meiner Sicht auch ganz gut, obwohl sich bestimmt auch ein schimmerndes Stamping als Kontrast zu dem Cremefinish gut gemacht hätte.
Nachdem ich meine Stempelei habe lange trocknen lassen, habe ich das Ganze dann noch mit einem Topcoat versiegelt - ansonsten wirkt das alles doch ein kleines bisschen stumpf. Meistens sieht man solche Mandalamotive ja immer als reverse stamping, aber mir ist das dann doch immer ein bisschen zu viel Aufwand (und davon ab weiß ich echt nicht, ob ich das so ansehnlich hinkriege, wie ich das eigentlich wollten würde). So ist das Stamping immerhin auch zweifarbig und somit ein bisschen was anderes. Die Positionierung des Motivs finde ich dieses Mal auch echt gut und da es nicht den kompletten Nagel verdeckt, passt es auch ganz gut, dass alle Nägel bestempelt sind. Obwohl ich auch einige der Mandala-Platten von MoYou habe, mag ich die Stampingplatte von Bornpretty auch richtig gern - ein paar der anderen Motive habe ich testweise auch schonmal verstempelt, mal sehen, wann die dann so richtig zum Einsatz kommen!
Was die Haltbarkeit angeht, kann ich noch nicht viel berichten - aber bisher haben sich die trend it ups bei mir ganz gut geschlagen (ich weiß gar nicht, ob ich nicht sogar den Lack schonmal auf den Nägeln hatte...). Ein bisschen Sorge habe ich noch vor dem Ablackieren, aber ich hoffe einfach mal, dass der Lack nicht stained...

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Nurbesten zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Dr. Pierre Ricaud "Rose Pêche"

Eigentlich ist Apricot ja immer eine meiner größten Hassfarben bei "Lacke in Farbe... und bunt!" und ich hatte die Farbe auch dieses Mal ein bisschen weiter nach hinten geschoben, da ich bei der Durchsicht meiner Lacke keinen so richtig passenden gefunden hatte - und dann kam die Frühling / Sommer-Kollektion von Dr. Pierre Ricaud mit einem aus meiner Sicht sogar richtig hübschen Apricotton um die Ecke!

Klar, dass ich diesen Lack nicht unnötig lang hier herumstehen lassen wollte (und "einfach so" lackieren und ihn damit verbraten wollte ich logischerweise auch nicht), darum gibt es jetzt eben Apricot mit "Rose Pêche" und ich muss gestehen, dass ich mich auf den Lack auch so richtig gefreut habe!
Die Lacke von Dr. Pierre Ricaud haben alle eines gemeinsam: Der Auftrag ist sehr einfach und angenehm! Der perfekt geschnittene Biberschwanzpinsel nimmt genug Lack auf, die Konsistenz ist grandios und das Lackieren macht einfach Spaß. Die Trockenzeit ist angenehm kurz ohne zu kurz zu sein, sodass man auch mal was korrigieren kann und der Lack trocknet auch mit einem hübschen, gleichmäßigen und ausreichend glänzenden Finish. Was die Deckkraft angeht, so ist "Rose Pêche" mit zwei dünnen Schichten fast komplett deckend (der kleine Perfektionist in mir war damit noch nicht so ganz zufrieden), mit der dritten dann auf jeden Fall blickdicht. Ein einziger Punkt, der mir bei dem Lack ein bisschen negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass er ein bisschen dazu neigt, sich von den Nagelspitzen zurückzuziehen - da empfiehlt es sich, einfach mit dem Pinsel noch einmal schnell über die Tips zu gehen, dann ist auch der Tipwear wieder vorgebeugt.
Farblich wird ja schon in der Bezeichnung des Lacks deutlich, welches Farbspektrum hier gemeint ist: "Rose Pêche" ist tatsächlich ein hübsches Gemisch aus Rosa und Pfirsich, wobei ich den Orangeanteil noch ein bisschen höher gewichten würde als den Rosaanteil. Das Ganze ist allerdings auch immer eine Frage des Lichts, sodass "Rose Pêche" tatsächlich manchmal eher wie ein Rosaton mit Orangestich aussieht - an und für sich ist das für mich aber ein solides Apricot: Ein hübscher, heller Orangeton, leicht pastellig, aber doch mit einem gewissen Wumms in der Farbe - und vor allem mit einem hübschen, goldenen Schimmer im Finish! Dieser Schimmer verleiht dem Lack im Sonnenschein einen ordentlichen Schuss Wärme und Licht lässt ihn auch viel klarer heraustreten. Im Fläschchen scheint der Schimmer eher rosafarben zu sein, auf den Nägeln zeigt sich dann viel deutlicher das Gold, wobei ich ja sagen muss, dass das Gold teilweise auch in Richtung Rosa changiert... Im Schatten ist von dem Schimmer kaum etwas zu erkennen, da könnte man den Lack auch für einen Cremelack halten.
Obwohl ich den Lack gerade im Sonnenschein recht intensiv ist, bleibt er für mich eindeutig noch ein heller, zarter Vertreter - das wird glaube ich vor allem bei den beiden Bildern mit Design deutlich. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, bei der FrischlackiertChallenge teilzunehmen, dann aber zu meinem Erschrecken festgestellt, dass ich absolut keine Stampingplatte mit einem passenden Karomuster habe - also habe ich mich mal wieder ein bisschen Freihand versucht. Aus irgendeinem Grund erschien mir Anny's "Clubbing with Dracula" als der perfekte Akzentlack für das Apricot, also habe ich mit meinem Nailartpinsel einfach ein paar parallele Linien auf die Nägel gepinselt. Als Kontrast dazu habe ich mir "Custom kicks" von China Glaze ausgesucht, einen dunkel angehauchten Türkiston (oder eben ein Teal), den ich senkrecht dazu in ebenfalls (vermeintlich) parallelen Linien darübergepinselt habe. Allerdings fand ich, dass nur so ein Linienpärchen doch ein bisschen zu wenig ist, also habe ich dann noch jeweils senkrecht zu den Linien mit der gleichen Farbe noch ein Linienpaar platziert - und irgendwie sah das dann nicht mehr gar so aus, wie ich mir das gedacht hatte.
Die Krone hat dem Ganzen dann natürlich noch aufgesetzt, dass ich mir meine Linien mit dem Topcoat so richtig verschmiert habe - und das, obwohl ich so in etwa ein halbes Stündchen gewartet habe, bevor ich die Mani versiegelt habe. Ich muss sagen, dass ich die Farbkombination noch immer wirklich gelungen finde (erstaunlicherweise!) und auch das Muster gar nicht so bescheuert aussieht - es ist nur eben nicht das, was ich eigentlich gewollt habe. Und ich bin mir auch alles andere als sicher, ob das nun ernsthaft als "kariert" durch geht oder nicht. Ich habe auf jeden Fall mal wieder gelernt, dass es durchaus schlauer wäre, solche Dinge mal vorher auf einer Nailartmatte auszuprobieren und nicht gleich auf die Nägel zu packen, um dann doof aus der Wäsche zu gucken. Das tut aber meiner Begeisterung für den Lack keinen Abbruch - es könnte tatsächlich sein, dass das das erste Apricot ist, das mir wirklich gut gefällt!
Zur Haltbarkeit von "Rose Pêche" kann ich noch nicht so viel berichten, da ich den Lack erst seit gestern auf den Nägeln habe - aber so wie ich die Qualität der Lacke von Dr. Pierre Ricaud kenne, ist das alles sehr solide und hält auch gut. Ablackieren dürfte bei diesem Schimmerlack auch kein großes Problem sein und auch wenn ich sonst immer heilfroh bin, dass Apricot vorbei ist, sehe ich dem Lack dieses Mal mit einem kleinen, tränenden Äuglein hinterher...

Aber das wird nicht lange dauern, denn nach dieser wieder hellen und pastelligen Woche steht für nächsten Mittwoch Schwarz an - und ich liebe schwarze Lacke unglaublich! Darum freue ich mich auch sehr auf die nächste Woche und bin natürlich auch gespannt, was die Galerie heute so alles zu bieten hat.

"Rose Pêche" wurde mir kosten- und bedingungslos von Dr. Pierre Ricaud zur Verfügung gestellt.

Montag, 15. Mai 2017

El Corazón "Termo" N°423/809

Irgendwie kriege ich das momentan nicht so ganz hin, mich an meinen eigenen Zeitvorgaben zu orientieren - aber gut, immerhin klappt das zumindest mit nur einem Tag Verspätung und geht sich momentan halbwegs aus. Ich bin nur immer wieder hin- und hergerissen, welche Lacke ich denn nun tatsächlich lackieren soll und kann mich nicht so recht entscheiden. Vor allem, wenn mal wieder ein Posting für die #31DC2017weekly ansteht, bin ich so richtig am Rotieren...

Für heute habe ich mir mal wieder einen Lack rausgesucht, der über Lotte zu mir gekommen ist: Ein Thermolack von El Corazón! Thermos sind ja inzwischen auch eine meiner großen Lieben, allerdings muss ich gestehen, dass ich mir nicht so sicher war, ob die Farbwechsellacke mit kürzeren Nägeln auch so gut zur Geltung kommen würden. Nach diesem Versuch muss ich sagen, dass das durchaus funktioniert, auch wenn ein paar Millimeter mehr sicherlich nicht schaden...
Bei Thermos ist der Auftrag ja immer so eine Sache - und der El Corazón hat es mir hier nicht einfach gemacht... Zwar kommt der Lack mit einem tollen, gut auffächernden Pinsel und eine sehr angenehmen Konsistenz, die das Lackieren sehr einfach machen, allerdings sind da im Lack auch so ein paar Pigmentklümpchen, die sich beim Lackieren dann auf den Nägeln wiederfinden... Obwohl ich den Lack dann gut eine halbe Stunde geschüttelt, gedreht und gewendet habe, haben sich die blöden Klümpchen nicht aufgelöst und waren auch bei der zweiten Lackierrunde wieder an Ort und Stelle. Das ist ein bisschen schade, da sie auch aus dem Lack herausstechen (eigentlich sind sie nämlich dunkelblau) und sich auch nicht so recht weglackieren lassen und somit das gleichmäßige Finish des Lacks unterbrechen. Das ist nach drei dünnen Schichten deckend, lackiert man mehr, dann wird der Grundton des Lacks ein bisschen dunkler. Um die Pigmentklümpchen ein bisschen zu kaschieren, habe ich einen Topcoat über den Thermolack lackiert, von der Trockenzeit her könne man sich das aber sparen.
Farblich ist der El Corazón im Fläschchen ein hübsches Olivgrün und auf den Nägeln vorwiegend ein grünlicher Gelbton, der bei Kälte in Olivgrün übergeht. Je nach Licht ist der warme Ton deutlich gelbstichiger, wie hier auf den Bildern zu sehen, oder auch eher hellgrünlich, wie der Lack abends bei eher schummrigen Licht wirkt. Der Farbübergang wird auch auf meinen kürzeren Nägeln deutlich, wobei ich sagen muss, dass ich momentan irgendwie ziemlich warme Hände und somit auch Nägel habe, sodass ich den Lack vorwiegend im warmen Zustand zu Gesicht bekommen habe. Allerdings springt er sehr schnell auf Temperaturveränderungen an und zeigt sich zum Beispiel beim Spülen schnell in seinem satten Olivgrün. Auch wenn ich kein Fan von gelblichen Tönen bin, gefällt mir der El Corazón tatsächlich ganz gut und ich war ganz erstaunt, dass sich der Lack auch gar nicht so sehr mit meinem Hautton beißt. Ich war mir nicht sicher, ob der Übergang der Farben deutlich würde, aber das sieht doch alles ganz fesch aus.
Für die #31DC2017weekly ist dieses Mal eine Dotticure angesagt und auch wenn ich normalerweise absolut kein Talent für Polka Dots, war das für den Lack die perfekte Nailart: Mit den Dots lassen sich nämlich die Pigmentklümpchen ganz hervorragend verstecken! Ich hatte anfangs überlegt, ob ich nicht einen Thermolack zum Dotten nehmen soll, bin dann aber doch bei Butter London "Big Smoke" gelandet, weil ja auch die Pigmentklümpchen blau sind. Also habe ich mir meine Dotting Tools geschnappt und in unterschiedlichen Größen Punkte auf den Mittel- und Ringfinger gepünktelt. Zu meinem Erstaunen ging das auch an der rechten Hand ganz gut und ich finde das Ergebnis wirklich spannend - ich mag den Kontrast zwischen dem schimmernden Butter London und dem Cremefinish des Thermolacks und irgendwie finde ich auch einfach die Punkte gut gelungen. Dass die Farbkombination mir auch so gut gefällt, hätte ich anfangs wirklich nicht gedacht, aber irgendwie ist das tatsächlich stimmig (und ich muss den Butter London auch endlich mal solo lackieren!).
Das Blau passt sowohl zum helleren, gelblichen Ton als auch zum Olivgrün, allerdings verschwindet der Übergang auf den bedotteten Nägeln viel mehr als auf den beiden Nägeln ohne Design. Ich habe es bei zwei Nägeln belassen und finde das auch tatsächlich genug - mal davon abgesehen, dass ich die anderen beiden Nägel sicher nicht mehr so gut hinbekommen hätte, wäre die Mani dann in Summe sicherlich auch ein bisschen zu unruhig geworden.  So muss ich sagen, dass mir die Challenge mal wieder ein bisschen die Augen geöffnet hat - vielleicht bin ich ja gar nicht so talentbefreit, wenn es um Dottings geht! Auch wenn mir vor allem an der anderen Hand noch der eine oder andere Fehler unterlaufen ist, mag ich vor allem die unterschiedlich großen Punkte - wenn ich vorher drüber nachgedacht hätte, hätte ich den einen oder anderen in einem anderen Blauton setzen können, aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer...
Zur Haltbarkeit kann ich gerade noch nicht so richtig viel sagen, da ich den Lack erst anderthalb Tage auf den Nägeln habe (doppelt lackieren kostet halt doch Zeit), aber bisher schlägt er sich ganz gut. Lediglich die Pigmentklümpchen ärgern mich ein bisschen - sie fallen zwar nicht groß auf, wenn man die Mani mit bloßem Auge sieht, aber für einen Perfektionisten geht das einfach nicht. Der Thermoeffekt gefällt mir, aber was ich mit dem Lack machen soll, weiß ich ehrlicherweise noch nicht so genau...

Samstag, 13. Mai 2017

p2 "Sand style" 090 Opulent

Die ersten Sandlacke von p2 sind ja schon eine Weile her - und auch wenn ich meine tatsächlich alle schon (meistens sogar öfters!) lackiert habe, habe ich sie bisher noch nicht alle auf dem Blog gezeigt. Drei haben es schon hierher geschafft (*klick*, *klick*, *klick*), die anderen beiden durften auch immer wieder im Urlaub mal auf die Nägel, aber meistens hatte ich dann keine Kamera dabei, um sie ordentlich zu knipsen. So war es auch dieses Mal, als ich im Kurzurlaub in Polen war - aber ich habe meinen "Opulent" einfach nochmal lackiert!

Für mich sind Sandlacke einfach immer solche go-to-Lacke, wenn es um eine schnelle Mani geht, die allerdings nicht sonderlich eindrucksvoll sein muss und lange halten soll. Davon ab finde ich das Finish ja einfach klasse, aber ab und an braucht man ja auch mal ein bisschen Abwechslung! Das erste Mal hatte ich diesen Lack tatsächlich 2014 auf den Nägeln - schon ein bisschen peinlich, dass es dann bis zum Blogpost drei Jahre gedauert hat...
"Opulent" hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ist aber im Auftrag denkbar unproblematisch: Der Pinsel ist super geschnitten, der Lack hat eine tolle Konsistenz und alles ist schnell auf den Nägeln. Die erste Schicht ist durchaus noch ein bisschen fleckig, die zweite Schicht definitiv deckend und die dritte hält dann auch der fiesen Kameralinse stand. Der Lack trocknet recht zügig (aber nicht so schnell, dass man nicht gemütlich lackieren und kleinere Fehler auch mal ausbessern könnte) und das schöne strukturierte Finish zeigt einem deutlich, wenn er wirklich richtig trocken ist - dann verschwindet nämlich der Glanz, den der Lack noch im feuchten Zustand hat. Wenn ich "Opulent" normal trage, bin ich mit zwei Schichten vollkommen zufrieden - als ich jedoch die ersten Bilder mit zwei Schichten gemacht habe, zeigte sich dann doch, dass es noch ein paar Unregelmäßigkeiten gibt, die sich mit bloßem Auge nicht zeigen.
Farblich ist "Opulent" gar nicht so opulent und überladen, sondern eigentlich eine durchaus schlichte Kombination aus Schwarz und - ich würde mal behaupten Türkis, obwohl der Glitter in manchen Lichtverhältnissen durchaus auch Reingrün erscheint. Auf jeden Fall ist die Lackbasis schwarz und wird dann durch den Türkisgrünen Glitter deutlich aufgepeppt. Das Finish ist schön rau, auch wenn die Struktur eher fein und nicht raufasermäßig grob ist. Ich mag die Struktur der p2-Lacke sehr und muss auch sagen, dass ich die Kombination mit dem Glitter gut gelungen finde. Die Farben sind auch toll gewählt, durch den schwarzen Grundton hat "Opulent" eine gewisse Eleganz, wirkt erwachsen und zurückhaltend, der Glitter peppt das Ganze dann wieder ein bisschen auf und macht den Sandlack wieder spannender. Obwohl die Mani an sich recht dunkel ist, ist das auch ein Lack, den ich im Sommer gerne trage, denn irgendwie passt er einfach zu allem und ich muss mir auch um meine Klamotten keine großen Sorgen machen (auch im Urlaub will man ja ein bisschen passend unterwegs sein).
Obwohl ich ja sonst auf das raue Finish schwöre, habe ich dieses Mal daran gedacht, "Opulent" mit einem Topcoat zu krönen - und das hat sich definitiv gelohnt! Zwar braucht es zwei dicke Schichten eines eher zähflüssigen Topcoats, um das raue Schrubbelfinish glatt zu ziehen, aber das Ergebnis ist wirklich traumhaft: Die Glitterpartikel sinken so richtig in die schwarze Basis ein und funkeln dann aus dem Schwarz heraus, sodass man das tatsächlich als perfekte Basis für Galaxy Nails bezeichnen könnte, wenn man nicht schon die Galaxie in dem Glitter sieht. Hier wird der Farbton eindeutig als Türkis deutlich, wobei das natürlich auch an den eher warmen Lichtverhältnissen liegen mag. An und für sich war ich schon von der glossy Variante von "Opulent" wirklich begeistert, wollte dann aber doch noch ein bisschen mehr aus dem Lack machen. Für die sich eindeutig anbietende Variante mit einer kleinen Galaxie hatte ich allerdings keine Zeit, also habe ich mich mal wieder auf meine Stampingplatten verlassen.
Vor Kurzem erst kamen ein paar Platten hier bei mir an, die mir von Nurbesten.de zur Verfügung gestellt wurden, unter anderem die BP-L054 (wobei ich mich ja frage, warum das L jetzt zu den Zahlen gerutscht ist und vorher noch beim BP stand, aber egal!), die einige tolle geometrische Motive umfasst und mit momentan 2,99€ auch wirklich erschwinglich ist. Ich hatte ernsthaft Probleme damit, mich für ein Motiv zu entscheiden, habe dann aber das längste der schmalen Motive gewählt, weil es mir für die kürzeren Nägel noch am passendsten schien. Mit essie's "Blue rhapsody" habe ich dann meine Ring- und Mittelfinger bestempelt und finde auch den Farbkontrast durchaus gelungen. Das metallische Stamping lässt dem türkisenen Glitter von "Opulent" noch genug Raum, um fröhlich vor sich hinzufunkeln. So langsam entdecke ich mein Faible für geometrische Manis - an mir fand ich die bisher irgendwie immer doof...
Zur Haltbarkeit von "Opulent" muss ich natürlich sagen, dass der Lack ohne Topcoat durchaus mal ein Eckchen (oder auch ein Fleckchen aus der Mitte) verliert und zügig Tipwear zeigt. Das lässt sich aber dank des rauen Finishes auch zügig korrigieren, sodass man den Lack gemütlich auch über eine Woche tragen kann. Das Ablackieren geht recht gut, auch wenn natürlich die Glitzerteilchen ein bisschen unter die Nagelhäute kriechen. "Opulent" bleibt eindeutig in meiner Sammlung, der nächste Urlaub kommt nämlich bestimmt!

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Nurbesten zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 10. Mai 2017

CND Vinylux "Craft culture" #226 Denim patch

Es mittwocht gewaltig (für mich heißt das, dass ich nur noch zwei Mal in diesem schmalen Bettchen schlafen und mich mit meinem mickrigen Datenvolumen rumärgern muss) und bei "Lacke in Farbe... und bunt!" ist heute Taubenblau dran. Ich mag taubenblaue Lacke sehr gerne, musste aber zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich nicht mehr so wirklich ein richtiges Taubenblau habe...

Ich hatte schon befürchtet, wieder einen der alten Lacke rauskramen zu müssen, aber dann kam mir der BloggerClub mit "Denim patch" von CND Vinylux aus der "Craft culture"-Kollektion zur Hilfe. Natürlich war ich auch auf die Haltbarkeit sehr gespannt, verspricht der Lack doch eine Tragezeit von 7 Tagen...
Zuerst ging es aber an den Auftrag und der ging mit dem breiten und gut auffächernden Pinsel wirklich toll! Die Konsistenz des Lacks ist sehr angenehm, vielleicht ist "Denim patch" ein bisschen auf der flüssigeren Seite, aber noch immer schön cremig. Nach der ersten Schicht war ich eigentlich mit der Deckkraft schon zufrieden, habe dann aber nochmal auf den Topcoat geschaut und der hat zwei  dünne Schichten gefordert - also habe ich noch eine zweite lackiert. Farblich hat das vielleicht minimal etwas getan und die Farbe einen Hauch intensiviert, aber die Oberfläche war auch vorher schon eben. Als Topcoat habe ich den dazugehörigen "Weekly Topcoat" von CND Vinylux genutzt, der nochmal für ein bisschen mehr Glanz gesorgt hat.
Im ersten Moment dachte ich ja, dass der Topcoat nicht wirklich schnell trocknet, da sich die Oberfläche ein bisschen klebrig anfühlte, aber anscheinend ist die Haptik anfangs so, denn der Lack war recht zügig stoßfest. Farblich sind die Bilder wohl ein wenig heller als "Denim patch" tatsächlich ist - an und für sich ist das nämlich ein Taubenblau par excellance, das die perfekte, neutrale Mischung zwischen Blau und Grau darstellt. Vielleicht hat der Lack einen etwas höheren Blau- denn Grauanteil, ist aber aus meiner Sicht insgesamt recht ausgewogen. Das Cremefinish passt gut zur Farbe und gefällt mir tatsächlich auch richtig gut.
Natürlich musste auf "Denim patch" auch ein Design und auch wenn etwas Jeansiges vom Namen her passen würde, habe ich mich für ein Stamping mit Federn entschieden - das passt ja durchaus auch zu Taubenblau... Als Platte ist mir da die BP-75 in die Hände gefallen, die tatsächlich ein paar passende Motive gehabt hätte - meine Wahl fiel dann auf die etwas comiclastigeren Federn, die ich mit meinem weißen Nubar auf Mittel- und Ringfinger gestempelt habe. Mit dem etwas wärmeren, weicheren Weißton auf dem angegrauten Blau gefällt mir das Design recht gut, auch wenn ich mir für dieses Motiv tatsächlich wieder etwas längere Nägel gewünscht hätte, damit das alles ordentlich drauf passt. So finden ich doch, dass das Muster ein wenig zu groß erscheint...
Auf einen Topcoat über dem Stamping habe ich verzichtet, da ich mir einerseits das Design nicht verschlieren und andererseits auch einfach die Haltbarkeit des Lacks ein bisschen unter die Lupe nehmen wollte. Auch wenn das Stamping mit dem cremigen Weißton nicht sonderlich auffällig ist,  hat sich doch eine meiner Kolleginnen sehr dafür begeistert und ich durfte mal wieder erklären, wie das denn so mit dem Stampen funktioniert (immer wieder schön, wenn Leute tatsächlich glauben, ich würde da zu Hause mit einem Pinselchen sitzen und die Motive mühsam auf die Nägel zeichnen - vor allem auf die rechte Hand!)... Ich war allerdings ganz erstaunt, dass sich das Stamping auch ohne Topcoat so gut gehalten hat.
Haltbarkeit ist dann auch schon das richtige Stichwort - sieben Tage soll "Denim patch" ja halten... Ich trage ihn gerade den vierten Tage, sehe an einigen Nägeln minimale Tipwear und habe ein paar Eckchen verloren, aber insgesamt schlägt sich der Lack besser als gedacht und auch besser als der durchschnittliche normale Nagellack. Nach einer Woche dürfte er alles andere als perfekt aussehen, aber wohl auch nicht so abgeschranzt wie normalerweise ein Lack aussehen würde. Ich bin mit dem CND Vinylux auf jeden Fall sehr zufrieden!

Ich hoffe ja sehr, dass ich in der Galerie noch den einen oder anderen Lack entdecken werde, den ich mir für das nächste Mal zurücklegen kann, Taubenblau ist nämlich eine tolle Farbe! Für die nächste Woche habe ich mir gleich mal die nächste große Herausforderung ausgesucht und quäle mich dann mal mit Apricot!

"Denim patch" wurde mir kosten- und bedingungslos von Blogger Club zur Verfügung gestellt.


Montag, 8. Mai 2017

Revlon "Parfumerie" Beachy

Nachdem es erst Samstag das Freitagsposting gab, gibt es heute erst am Montag das Sonntagsposting - klingt logisch oder? Bringt außerdem noch den charmanten Vorteil mit sich, dass ich ganz dreist zwei Nailartchallenges miteinander verbinden kann. Dazu gibt es aber einen Lack, der für mich und auch für die Jahreszeit nicht so wirklich typisch ist, aber als ich ihn das letzte Mal getragen habe, kam ich irgendwie nicht zum bebildern...


Die Rede ist von Revlon "Beachy" aus der Parfumerie-Serie. Farblich war mir schnell klar, dass der Lack aus dem Sechsebundle nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehören würde, aber manchmal siegt dann eben doch die Neugier... Zum ersten Mal habe ich "Beachy" im letzten Herbst getragen und zwischendurch auch mal für ein paar Spielereien herausgeholt - jetzt gibt es ihn eben ordentlich auf dem Blog!
Die Revlonlacke kommen alle mit einem schmalen Pinsel daher,der allerdings gut auffächert und somit den recht flüssigen Lack gut auf den Nagel bringt. Die Deckkraft von "Beachy" könnte ein bisschen besser sein - ich musste letztlich drei Schichten lackieren, um mein Nagelweiß ordentlich abzudecken. Nach zwei Schichten ist der Lack schon weitgehend blickdicht, hier und da schimmerte mir nur noch der Übergang ein bisschen zu deutlich durch, also musste eine weitere Schicht her. Da die Trockenzeit des Lacks aber recht kurz ist, ist das tatsächlich kein großes Problem (bis der Lack aber wirklich komplett durchgetrocknet ist, dauert es dann doch einen Ticken länger - habe ich festgestellt, als ich auf einmal ein paar Löcher im Lack hatte, von denen ich nicht so recht wusste, wo sie herkamen... Ich hab da ja nicht mit nem Nagel reingestochen!). Auf einen Topcoat habe ich verzichte, da sich "Beachy" im Finish schon recht gut ausgleicht und ich die Extraportion Glanz nicht für nötig befinde.
Farblich ist "Beachy" für mich irgendwo im Bereich Bronze anzusiedeln - mit etwas Liebe könnte man das auch als warmen Sandton bezeichnen... Wobei Sand nicht so streifig wird wie der Revlon mit seinem leicht metallischen Finish. So richtig schlimm finde ich die Streifigkeit nicht, allerdings hätte diesem Lack ein gleichmäßigeres Finish deutlich besser gestanden - fließender Sand wäre da meine Assoziation gewesen, aber so ganz klappt das hier nicht. Irgendwie ist das eben ein Braun-Orange-Gemisch, das mit dem einen oder anderen Funkeln im Finish (teils silbrige Akzente, würde ich mal behaupten) daherkommt. Obwohl es sich um einen "Parfumerie"-Lack handelt, muss ich sagen, dass ich den Dufteindruck hier weder wirklich zuordnen kann (irgendwas in Richtung süßlich-künstlich vielleicht?), noch sonderlich eindrucksvoll und andauernd finde. Aus meiner Sicht hätte man sich das bei "Beachy" sparen können - wobei das dann den Lack für mich komplett unattraktiv machen würde.
Gestern ging ja die neue Vorgabe für die #31DC2017weekly an den Start und die passt hervorragend zur FrischlackiertChallenge, die heute ebenfalls mit einem Gradient in die zweite Runde geht. Für mein Gradient hatte ich passend zu "Beachy" sofort einen Mintton im Kopf - allerdings ging mein erster Versuch mit "New bohemian"  dermaßen in die Hose, dass ich die ganze Mani neu machen musste. Das Mint deckte nicht, dann hatte ich unschöne Fitzelchen auf den Nägeln und irgendwie sagte mir das alles so gar nicht zu. Also ab ins Schränkchen gucken und dort einen alternativen, farblich trotzdem passenden Lack suchen. Fündig wurde ich bei Orly "Viridian vinyl", der zwar eher türkis als mint ist, aber auch deutlich besser beim Gradient mitgespielt hat. Klassischerweise ist zwar der Strand "unten" und das Wasser "oben" - aber hier machen wir das im Sinne der kreativen Freiheit ein bisschen andersherum. Zwar musste ich auch hier aufpassen, den Lack von den Nagelspitzen nicht wieder wegzuspongen, aber letztlich wurde das halbwegs deckend.
Den Kontrast zwischen dem einfachen Creme- bzw. Vinylfinish des Orly zum feinen Schimmer von "Beachy" (der so auch deutlich sandiger aussieht, oder?) finde ich sehr gelungen und auch die Farbkombination mag ich sehr gerne. An und für sich wäre damit den Herausforderungen der Challenges genüge getan, aber da ich den Auftackt zur Frischlackiertchallenge leider verpasst habe, habe ich mir einfach noch meine BP-72 geschnappt und mit einem schwarzen Lack noch Aschenputtel mit / ohne ihren Schuh und beim Tanz mit ihrem Prinzen auf das Gradient gestampt - auch wenn verspätet, darf es dann hier doch auch ein bisschen märchenhaft werden... Leider hat mich das Licht hier mal wieder verlassen, sodass es gar nicht so einfach war, die Mani ohne zu viele Reflektionen zu bebildern, aber sei's drum. Ich habe beim Spongen auf jeden Fall mal wieder festgestellt, dass ich öfters mal Gradients machen sollte - das verlernt man doch ganz schön, wenn man das länger nicht macht...
Die Haltbarkeit von "Beachy" ist ohne Topcoat akzeptabel - immerhin fällt bei dem Lack nicht so deutlich auf, wenn sich ein bisschen Tipwear entwickelt. Das Ablackieren geht an und für sich einfach, allerdings sind die feinen Partikel doch durchaus hartnäckig und setzen sich gerne mal im Bereich der Nagelhaut fest. Insgesamt glaube ich aber, dass der Lack mein Inventar nicht verstärken wird, dafür gibt es dann doch zu viele Kritikpunkte, die mir zu dem Revlon einfallen...