Sonntag, 23. April 2017

Lacura Beauty "Mirror shine" 03 Bronze

Ich hätte gar nicht gedacht, dass die Woche so schnell vorbei geht - wenn ich arbeiten muss, geht das irgendwie nicht so fix! Aber gut, dann ist eben wieder Sonntag und damit auch wieder Zeit für die #31DC2017weekly, die sich so langsam aber sicher auch etwas schwierigeren Themen nähert und für mich durchaus noch so die eine oder andere wirklich große Herausforderung bereit hält. Heute ist mit "metallischen Nägeln" zwar noch ein machbares Thema dran, aber dafür muss man auch erstmal einen metallischen Lack finden!

Tatsächlich habe ich gar nicht so viele Metallic-Lacke, da ich mit dem Finish immer ein bisschen hadere - nicht, weil ich das metallische Ergebnis nicht mag, sondern eher, weil sich jede Ungleichheit auf dem Nagel ganz besonders deutlich zeigt. Aber einen hatte ich noch in der Hinterhand, auch wenn ich dafür ein bisschen riskiere, bei "Lacke in Farbe... und bunt!" ein paar Probleme zu kriegen...
Nachdem ich mit dem Lack schon sehr viel gestampt habe, wurde es auch endlich Zeit, ihn mal komplett zu lackieren, auch wenn das gar nicht so einfach war... "Bronze" von Lacura Beauty ist eines dieser vielen Dupes zu essie's "Penny talk" und entsprechend schwierig im Auftrag. Dummerweise hat der Lacura auch noch einen recht borstigen Pinsel, der das Lackieren noch ein wenig unangenehmer macht. Von der Konsistenz her ist der Lack sehr flüssig und ich hatte schnell zu viel Produkt am Pinsel (vor allem, da ich ja doch längere Nägel gewohnt bin), der Pinsel nimmt aber auch sehr viel Lack auf. Bei meinem Pinselexemplar stehen auch ein paar Borsten etwas schief und das führt beim Lackieren zu vermehrten Streifen - aber da ist "Bronze" insgesamt auch schon sehr weit vorne. Nach der ersten Lackschicht hatte ich schon ordentlich Farbe drauf, die war aber noch nicht deckend, da ich ja recht dünn lackiere und der Pinsel damit auch schon mal ein paar Furchen in den Lack zieht... Also musste eine zweite Schicht her, die farblich durchaus deckend gewesen wäre - aber das Finish sah böse uneben aus.
Dem Ganzen habe ich mit einer Schicht Topcoat Abhilfe verschafft, die aber nur dazu gedacht war, die Oberfläche zu glätten, damit ich mit einer dritten Schicht von "Bronze" dann ein gleichmäßiges Ergebnis habe. Das hat weitgehend geklappt, aber ganz perfekt ist die Sache nicht geworden - vor allem auf dem Ringfinger hat sich dann irgendwie ein kleines Bläschen eingefunden. Ansonsten zeigt sich der Lack aber so, wie er tatsächlich ist - ein bisschen streifig, aber nicht so tragisch, wie man es von anderen Lacken kennt. Trotzdem ist das Finish natürlich nicht wirklich schön, aber weder Topcoat noch Mattieren helfen dagegen - also habe ich auch bei den Bildern beides bleiben lassen. Farblich kann man sich nun drum schlagen, ob das ein Roségold oder ein helles Kupfer ist, aber auf keinen Fall ist der Lack bronzefarben... Je nach Licht wirkt er tatsächlich mal kühler-rosa, mal wärmer-kupfern, aber an die Banderole um die Lackflasche herum kommt die Farbe nie ran!
Egal, wie man die Farbe nun bezeichnen möchte, das metallische Finish macht sich durch die leichte Streifigkeit bemerkbar - aber damit ist ja der Nailartchallenge noch nicht genüge getan. Für die Challenge musste natürlich noch irgendein Design her und da das Motto ja generell metallisch ist, war schnell klar, dass ich meine Steampunk 02 von MoYou nutzen wollte. Die hat auch noch den Vorteil, dass es sich um die kleinen Motive handelt und die sind mir bei längeren Nägeln meistens etwas zu kurz. Gestempelt habe ich mit aengland "Tristam" (ja Lotte, ich verspreche hiermit hoch und heilig, dass es das letzte Mal war und du den Lack nicht leer wiederbekommst!) und auf den Mittel- und Ringfinger jeweils ein Motiv in einem Herzchen gewählt, den Zeige- und kleinen Finger mit einem der normalen Zahnradmuster versehen. Leider führen auch kürzere Nägel nicht automatisch dazu, dass ich wirklich die Mitte des Nagels treffe, darum sind die Motive leider nicht wirklich zentriert...
"Tristam" kommt auf "Bronze" leider nicht voll zur Entfaltung, aber sein schönes Funkeln kann man an der einen oder anderen Stelle erkennen. Das dunkle Blau steht in einem schönen Kontrast sowohl zu den kühleren Nuancen, die "Bronze" zeigt als auch zu den etwas wärmeren Kupfereinschlägen. Generell ist dunkles Blau immer gut zum Stampen, aber eigentlich hatte ich gehofft, dass der aengland sich ein bisschen deutlicher in seiner Holoschönheit zeigt... Nichtsdestotrotz passt die Mani auch ganz hervorragend zum "Stamping Sonntag" von Lilalack und gefällt mir außerdem echt gut. Ich hätte zwar am liebsten im Nachhinein alle Nägel mit dem gleichen Nietenmuster bestampt, aber das weiß ich dann eben fürs nächste Mal besser! Die Steampunk 02 sollte ich auf jeden Fall nicht allzu weit hinten verscharren, denn wenn meine Nägel ein bisschen länger sind, passen auch die Herzchenmotive besser drauf!
Ohne Topcoat ist die Haltbarkeit von "Bronze" leider nicht so glorreich - die Oberfläche ist doch recht empfindlich und auch Tipwear entwickelt sich recht schnell... Wie das Ganze mit einer schützenden Schicht Topcoat aussähe, kann ich nicht beurteilen, aber mit einer Schicht zwischendrin hält sich der Lack auch etwas besser (direkter Vergleich linke / rechte Hand). Das Ablackieren ist hier zwar kein Problem, aber ich glaube nicht, dass ich den Lacura künftig noch ernsthaft als Solisten einsetzen werde.

Freitag, 21. April 2017

a england "Heavenly quotes" Whispering waves

Damit Lotte ihren "Whispering waves" nicht komplett leer zurückbekommt, weil ich ständig mit ihm stampe, dachte ich mir, dass es endlich Zeit wird, den Lack komplett zu lackieren und ihn dann wieder in sein Rückgabekistchen zu stecken. Den Plan fest vor Augen ging ich also gemütlich ins Bett - und musste am nächsten Tag erstmal meine Nägel abfeilen, da mir ganz böse einer abgebrochen war... Nun mag ich ja meine Pfötchen mit kurzen Nägeln nicht, aber deswegen eine Blogpause machen, fand ich auch albern.

Also gibt es heute "Whispering waves" auf kurzen Nägeln und auch wenn mich das doch tierisch ärgert, habe ich auf Instagram so viel positives Feedback bekommen, dass ich mich nur noch ein kleines bisschen für meine pummeligen Nägelchen schäme - bei so einigen scheinen sie in kurz ja doch ganz gut anzukommen.
Beim Lackieren musste ich mich erstmal daran gewöhnen, dass ich weniger Lack auf dem Pinsel brauche, um einen Nagel zu lackieren - aber da kann ja "Whispering waves" nichts dafür. Der ließ sich allerdings problemfrei auftragen, der Pinsel ist gewohnt toll, die Konsistenz des Lacks angenehm flüssig. Die erste Schicht bringt schon ordentlich Farbe auf den Nagel, deckt aber bei dünner Lackierweise nicht komplett, also habe ich noch eine zweite Schicht darübergepinselt. Mit angenehm kurzer Trockenzeit ist das kein Problem und da der aengland schön gleichmäßig und glatt trocknet, kann man sich den Topcoat hier sparen. Obwohl die Kamera hier einen leicht streifigen Eindruck vermittelt, muss ich sagen, dass der Lack wirklich schön gleichmäßig trocknet - das fiese Kameraauge zeigt einfach mehr als tatsächlich da ist. "Whispering waves" taugt nicht nur zum Stampen gut, sondern ist auch solo ein echter Hingucker! 
Farblich wird der Lack als ein Türkis beschrieben und da kann ich nur voll und ganz zustimmen: Für mich ist "Whispering waves" tatsächlich das protoypische Türkis, das einen deutlich höheren Blau- denn Grünanteil hat. Ein heller, knalliger Ton, der mit dem feinen Finish und dem zarten Holoeffekt einfach ein Hingucker ist. Leider wollte sich die Sonne nicht so recht blicken lassen, sodass der Holoeffekt nur zu erahnen ist, aber ich muss auch sagen, dass der Lack auch ohne krasses Holo-V (das er ja so eh nicht im Angebot hat) ein absoluter Hingucker ist. Die feinen Partikelchen erkennt man bei genauem Hinsehen durchaus und ich hatte einfach schon an diesem zarten Finish meine helle Freude. Der Türkiston macht sofort gute Laune und lässt mich an Sommer und Strand denken - was natürlich durch den grauen Himmel hier vor der Türe zu einem großen Dämpfer führt... Aber irgendwann lässt sich der Sommer hoffentlich blicken!
Mit meinen ungewohnt kurzen Nägelchen war ich anfangs ein bisschen unsicher, was da designmäßig wohl drauf sollte - ich hab' doch vorwiegend die XL-Motive auf meinen Stampingplatten und die sind doch für so kleine Nägel viel zu groß! Außerdem sollte es etwas Maritimes werden, da mich die Farbe einfach so ans Meer denken lässt - und meine einzige Sailor-Platte von MoYou hat zu meinem großen Glück auch ein paar kleinteilige Motive (auch wenn sie im Großformat vorhanden sind). Also habe ich mir "Tristam" von aengland geschnappt (den werde ich dann wohl als nächstes lackieren und wegsperren *hust*) und habe die Fischchen auf die flüsternden Wellen gestampt. Zwar ist "Tristam" deutlich dunkler als "Whispering waves", aber sobald da ein bisschen Licht drauffällt, wird der Kontrast zwischen den beiden Lacken deutlich geringer und im Sonnenschein, der sich für ein paar Minuten hat blicken lassen, erkennt man dann gar nichts mehr...
Im Ansatz wird auf den Bildern aber deutlich, wie die Fischchen da im Wasser schwimmen - das ist mit bloßem Auge deutlich besser erkennbar und wird nicht so vom reflektierenden Licht überstrahlt. Der große Bonus ist, dass mit den kurzen Nägeln das Stempeln deutlich einfacher ist - da kann ich nämlich einfach senkrecht runterstampen und muss nicht noch wild zu den Seiten über den Nagel rollen, um das Motiv ordentlich auf dem ganzen Nagel zu haben... Irgendwelche Vorteile müssen die kurzen Nägelchen ja auch mal haben! Ich habe der großen Versuchung widerstanden, das Design noch mit einem Topcoat zu verschandeln und ich muss sagen, dass mir das so auch ganz gut gefällt - die aenglands sind ja qualitativ auch wirklich klasse, sodass sich das alles ausgeht.
Meiner Begeisterung über den Lack muss ich wohl nicht noch deutlicher Ausdruck verleihen - "Whispering waves" ist für mich das absolute Traumtürkis, das sich auch qualitativ wirklich sehen lassen kann. Zwar gibt es nach einiger Zeit etwas Tipwear, aber das führe ich jetzt auch mal darauf zurück, dass ich momentan ganz viel in irgendwelchen Sachen wühle, da ich mein Arbeitszimmer einräume. Das Ablackieren geht hier auch leicht von der Hand, wobei ich das natürlich gerne noch etwas herausschiebe...

Mittwoch, 19. April 2017

Color Club "Back to boho: For the modern bohemian" New bohemian

Schneller als gedacht ist Ostern schon wieder rum und auch so ein erster Urlaubstag verfliegt erschreckend schnell, wenn man ein bisschen in Nagellacken wühlt und etwas Ordnung zu schaffen versucht... Beinahe hätte ich mein mintfarbenes Posting verschwitzt, weil ich durch den Feiertag einfach einen Wochentag hintendran war, aber dankenswerterweise hat mich mein Handy auf den richtigen Tag hingewiesen.

Los geht es also heute mit der siebten Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" (eieiei, das verflixte siebte Jahr - nur, dass es nicht das siebte Jahr ist...) und zwar mit Mint. Zu meinem eigenen Erstaunen hatte ich tatsächlich einige mintfarbene Lacke zur Auswahl, heute durfte aber ein ganz schlichter Color Club ran.
"New bohemian" ist ein schlichter Cremelack und wie bei den anderen Cremes von Color Club ist das mit dem Lackieren so eine Sache... Der Lack an sich ist recht flüssig und lässt sich mit dem dünnen Pinsel durchaus gut auftragen, aber er deckt einfach nicht wirklich gut und gleicht sich leider auch nicht sonderlich gut aus. Nach zwei Schichten ist die Farbe leider noch nicht wirklich so deckend, dass die Übergänge zum Nagelweiß nicht mehr zu sehen sind, also musste ich eine dritte Schicht lackieren. Da ist es dann auch mit der Trockenzeit nicht mehr gar so rosig und da der Lack ziemlich uneben ist, ist eine Schicht Topcoat schon fast Pflicht. Leider hat der aber auch nicht alle Unebenheiten komplett ausgemerzt, sodass "New bohemian" noch immer ein bisschen ungleichmäßig aussieht. Das fällt aber natürlich nur auf, wenn man besonders genau hinsieht - ansonsten zeigt sich das Cremefinish in einem hübschen Glanz.
Farblich sind wir bei dem Color Club bei einem Mintton, der was die Helligkeit angeht, eher am zarten Ende anzusiedeln ist - zwar noch nicht ganz pastellig-dezent, aber doch eindeutig nicht sonderlich kräftig oder knallig, von Neon ist da überhaupt nichts zu sehen. Für Mint wohl im soliden Mittelmaß, für mich auch noch "intensiv" genug, dass meine Abneigung gegen zu helle Töne noch nicht zum Tragen kommt. Beim Farbton würde ich glatt behaupten, dass wir bei einer recht guten Mischung aus Blau und Grün sind, wobei die grünen Anteile ein kleines bisschen überwiegen (zumindest behauptet da mein Sinnesapparat so) - das darf bei Mintgrün aber durchaus auch so sein, oder? Je nachdem, in welchen Lichtverhältnissen man "New bohemian" so betrachtet kommen tatsächlich mal die bläulichen, mal die eher grünlichen Anteile durch, aber als eindeutig blauen Minzton würde ich den Lack nie bezeichnen. Generell kann man sich natürlich immer drum schlagen, wo Grün aufhört und Blau anfängt, aber das muss ja auch bei diesem Lack nicht wirklich sein.
Da mir die Oberfläche auch mit Topcoat nicht so wirklich gefallen hat, musste auf "New bohemian" auch irgendein Design drauf und ich habe mich mal wieder am Drybrush probiert. Dazu habe ich China Glaze "Custom kicks" hergenommen, der einen etwas dunkleren Türkiston hat, und den auf mein Mint gestrichen. Um das Ganze dann noch ein bisschen zu verwischen und den dunkleren Ton nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen, habe ich auch noch ein paar waagerechte Streifen mit "New bohemian" drübergepinselt und das Ganze somit wieder ein bisschen softer gestaltet. Auf dem Zeige- und kleinen Finger hatte ich eigentlich versucht, einen deutlich schimmrigeren Lack statt dem China Glaze zu nehmen, aber das sah dann wie ein Schimmertopper aus, also wurde da nochmal drübergebrusht, darum sieht das da deutlich dicker geschichtet und rauer aus. Obwohl der Farbkontrast hier nicht übermäßig groß ist, muss ich sagen, dass ich das Design sehr mag und mich zunehmend mehr für diese Drybrush-Geschichte begeistern kann.
Da ich das haptisch unregelmäßige Finish dann nicht ganz so toll fand und ehrlicherweise auch den Effekt des Topcoats auf dem Drybrush sehr mag (alles wird weicher, verschwimmt ein bisschen - irgendwie gefällt mir das gerade bei größeren Farbunterschieden sehr gut), war klar, dass eine Schicht Topcoat drüber muss. In meinem Kopf ergab sich dann eine tolle, frühlingshafte Mani mit einem Glittertopper und Stamping - und auf den Nägeln zeigte sich dann, dass weniger manchmal einfach mehr ist... Mein "Edward"-Topper von essence passt zwar von der Glitterzusammenstellung her gut zu den Farben kommt aber nicht so wirklich gut rau und stört fast ein bisschen. Der kleine Schmetterling von der ÜberChic 1-02 sieht zwar nicht doof aus, wirkt aber irgendwie fehl am Platz und ich habe mich zum Schluss doch geärgert, dass ich versucht habe, aus der Mani noch mehr rauszuholen; letztlich war das dann ein bisschen zu viel...
Mit "New bohemian" ist es irgendwie wie mit vielen der Cremelacke von Color Club - er ist nicht richtig schlecht, aber so wirklich begeistert mich der Lack qualitativ halt auch nicht. Die Haltbarkeit ist okay, das Ablackieren kein Thema und die Farbe gefällt mir gut - aber ob ich den Lack nun behalten möchte, weiß ich noch nicht so ganz. Mal sehen, erstmal wandert er auf jeden Fall in meinen frisch eingeräumten Lackschrank und darf da bis zur nächsten Aussortierwelle warten.

Natürlich ist die Galerie gleich wieder für euch geöffnet und ich hoffe sehr, dass auch in dieser siebten Runde einige von euch Lust haben, sich den farblichen Herausforderungen zu stellen und fleißig mitzulackieren! Auch mir fällt das nicht immer leicht, da ich farblich doch so meine Favoriten haben, aber mir macht der Mittwoch immer noch unglaublich viel Spaß... Nächste Woche geht es dann mit LILA weiter - mal sehen, was ich dafür so im Schrank habe.


Sonntag, 16. April 2017

L'Oréal Color riche 702 Black swan

Obwohl heute ja eigentlich auch ein "ganz normaler" Sonntag ist (wie eben jeder Sonntag...), fühle ich mich durch den Feiertagsfreitag schon einfach einen Tag weiter und das lange Wochenende macht sich schon eindeutig positiv bemerkbar! Da ich dieses Osterfest alleine bin und nicht meine Familie besuche, kann ich ein bisschen was in der Wohnung schaffen - und mir natürlich fleißig die Nägelchen lackieren!

Ich muss gestehen, dass die Vorgabe für die #31DC2017weekly mit "Schwarz-Weiß" nun nicht unbedingt die allerosterlichste Farbkombination ist, sich aber natürlich trotzdem durchaus passend umsetzen lässt. Für mich war schnell klar, dass ich keine weiße, sondern eine schwarze Base lackieren wollte, also habe ich mich für einen meiner schwarzen Cremelacke entschieden:
"Black swan" von L'Oréal ist schon länger in meinem Besitz und wurde vor allem auch hier und da schonmal für Nailart genutzt, sodass sich der Füllstand tatsächlich schon deutlich verringert hat - somit wurde es tatsächlich auch Zeit, dass der Lack hier mal auf den Blog kommt, bevor er ganz leer ist. Die "Color riche"-Reihe von L'Oréal kommt im schmalen Fläschchen mit nur 5ml Inhalt daher, sodass hier tatsächlich die Chance besteht, den Lack mal komplett leer zu machen (bei schwarzen und weißen Lacken geht das ja sowieso dank Nailart immer ganz gut). Mit dem breiten Biberschwanzpinsel lässt sich der Lack sehr angenehm auftragen und auch die Konsistenz ist richtig klasse - der Lack fließt schon weich vom Pinsel, klebt nicht und lässt sich gut verteilen. Obwohl es sich um ein Cremeschwarz handelt, ist "Black swan" keine Onecoater, dafür ist der Lack dann doch ein bisschen zu flüssig geraten. Die zweite Schicht macht aber alles schön satt und gleichmäßig, sodass man hier wohl von einem soliden Standardlack sprechen kann.
Die Trockenzeit ist ebenfalls im normalen Rahmen, "Black swan" gleicht sich gut selbst aus und trocknet auch zu einem schönen Glanz. Ich habe trotzdem eine Schicht Topcoat lackiert, da ich meine Nägel schnell einsatzbereit haben musste und war sehr erfreut, dass sich hier auch keine Tipwear-Problematik ergeben hat. Zur Farbe kann ich nun nicht wirklich viel sagen - der Lack ist halt Schwarz. Mit Cremefinish. Also vorne und hinten nichts Besonderes, ein schlichtes, schnörkelloses Schwarz ohne irgendwelche Partikelchen, die aus dem Lack etwas anderes machen würden. Kurz gesagt ist der Lack damit auch die perfekte Basis für ein Nailart und wenn ich nicht die eindeutige Vorgabe gehabt hätte, da noch ein Weiß zu kombinieren zu müssen, hätte ich gleich wieder "Jewel beetle" rausgeholt und ein bisschen mit den Flakies herumgespielt - aber die #31DC2017weekly geht halt vor!
Um zumindest ein bisschen thematisch zu den Ostertagen passend zu sein, habe ich meine zwei Osterplatten von MoYou London kombiniert und mit Weiß ("White knight" von MoYou, der mir aber inzwischen ein bisschen arg dolle eingedickt ist - ich muss mal schauen, ob ich das noch mit Nagellackverdünner hinkriege oder ob der Lack nun ernsthaft hin ist... So langsam sind wir nämlich bei einer Konsistenz, bei der Tippex noch als flüssig zu bezeichnen ist.) gestampt (passend zum "Stamping Sonntag", wie schön!) - logisch, sonst gibt's ja kein Design in Schwarz-Weiß! Den "Happy Easter"-Schriftzug gibt es zwar auf beiden Platten, aber mir hat der von der Festive 10 ein bisschen besser gefallen. Statt dann aber wieder die Einzelmotive wie bei "5 apples tall" zu nutzen, habe ich die Festive 23 benutzt, die auch *hier* schon zum Einsatz kam. Dieses Mal aber ein anderes Motiv und auch hier wird vor allem auf dem Mittelfinger deutlich, dass die kleinen Motive wirklich knapp sind - und das, obwohl ich meine Nägel schon gekürzt habe!
Das weiße Eiermuster auf der schwarzen Basis gefällt mir richtig gut und auch wenn es vielleicht ein bisschen düster wirkt, hat es auch irgendwie was. Eher schlicht, aber dafür kontrastreich - ich würde mir meine Ostereier jetzt sicherlich nicht schwarz färben, aber auf den Nägeln finde ich das richtig gut! Eigentlich dachte ich ja, dass ich die Mani noch mit einem klitzekleinen bisschen Holo aufpeppen könnte - aber irgendwie wollte mein Topper dann nicht ganz so wie ich und ich habe mir natürlich das weiße Muster ein bisschen verschmiert und noch dazu das große Glück gehabt, absolut keine Sonne mehr in Sicht zu haben, um das Funkeln des essence-Topcoats zumindest im Ansatz einzufangen... Also gibt es eben nur silberne Sprenkelchen auf dem weißen Design, die hier und da vielleicht ein bisschen bunt vor sich hinglitzern - aber ganz ehrlich, das ist mir bei dem feinteiligen Muster schon fast ein bisschen zu viel und ich bin gar nicht so traurig, dass es nicht so gut herausgekommen ist wie das Grunddesign.
Die Haltbarkeit von "Black swan" ist aus meiner Sicht wirklich gut - ich habe die Tage, die ich den Lack getragen habe, zumindest keine außerordentliche Tipwear bemerkt. An der rechten Hand immer ein bisschen mehr, aber links war kaum etwas zu sehen und das spricht doch für den Lack. Ablackieren ließ sich der schwarze Schwan auch problemfrei ohne Schlierereien, allerdings habe ich momentan tatsächlich noch immer das "Problem", dass sich mein Basecoat von selbst ablösen lässt...

Freitag, 14. April 2017

OPI "Hello Kitty" 5 apples tall

Das Schöne an Feiertagen ist ja, dass man sie zumindest in Teilen für ein paar Dinge nutzen kann, die Spaß machen und ich hoffe ja, dass ich über die Ostertage und den anschließenden kurzen Urlaub zumindest auch ein bisschen was für den Blog machen kann. Heute gibt's zumindest eine österlich angehauchte Mani, zwar nicht im typischen Freitagsblau, aber dafür umso knuffiger (finde ich zumindest).

In letzter Zeit neige ich mal wieder extrem zu roten Lacken, wenn ich nicht so recht weiß, was ich lackieren möchte - und so kam es, dass ich mir "5 apples tall" von OPI aus der "Hello Kitty"-Kollektion auf die Nägel gepinselt habe. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass ich den Lack nur habe, weil ich die Kollektion für Lotte gekauft habe und sie ein paar der Lacke schon hatte - ansonsten wäre mir die Kollektion nicht ins Haus gekommen...
"5 apples tall" sieht auf den ersten Blick im Fläschchen wie ein satter Cremelack aus - bei der ersten Schicht Lack auf den Nägeln war es allerdings schnell klar, dass die Deckkraft nicht so prall ist, wie ich eigentlich gehofft hatte. Der Lack hat zwar eine tolle Konsistenz und lässt sich mit dem opitypischen Pinsel hervorragend auftragen, hat aber keinen so hohen Weißanteil, sondern geht fast ein bisschen in Richtung Jelly. Damit ich also mein Nagelweiß ordentlich abgedeckt hatte, musste ich tatsächlich drei Schichten des schönen Rottons lackieren. Eigentlich hätte ich ja gedacht, dass er schneller deckt, aber zumindest tut sich an der Farbintensität nichts, die bleibt nämlich von Schicht eins bis drei gleich. Die Trockenzeit ist durchaus in Ordnung und auch das Finish ist schön, da ich es allerdings eilig hatte, habe ich eine Schicht Topcoat drübergepinselt. Das verleiht "5 apples tall" noch ein bisschen mehr Glanz und lässt das Rot so richtig schön strahlen.
Der OPI hat einen tollen Rotton, der ohne direkten Lichteinfall eindeutig zur Erdbeere tendiert, mit Sonneneinstrahlung allerdings ein bisschen was von seinem intensiven Rot verliert und fast ein wenig zur Koralle schwenkt - aber nur fast! Für ein klassisches, helles Rot fehlt "5 apples tall" aus meiner Sicht ein Schuss Intensität, aber das ist nun tatsächlich Haarspalterei - der OPI ist ein sehr schönes, durchaus auch intensives Hellrot mit einem traumhaften Cremefinish. Gewiss gehört der Lack nicht zu den raffiniertesten Vertretern und kann auch insgesamt mit eher wenigen Besonderheiten aufwarten - aber die Farbe spricht für ihn und mir hat dieses Rot einfach sehr gefallen. Gerade bei den Sonnenbildern sieht man sehr gut, dass das Nagelweiß wirklich abgedeckt ist - bei zwei Schichten hat das nämlich noch ordentlich durchgeblitzt und das mag ich ja bekanntlich so gar nicht.
Dummerweise ist mir erst im Nachhinein eingefallen, dass ich den Lack auch einfach mal hätte mattieren können, darum gibt es nur ein österliches Stamping. Benutzt habe ich dafür die Festive 10 von MoYou, die viele Einzelmotive enthält. Gestampt habe ich dieses Mal mit essence "Wild white ways" weil ich einfach mal schauen wollte, wie sich der Lack so zum Stempeln macht - und das funktioniert bis auf kleine Schmierereien doch sehr gut. Auf dem Mittelfinger habe ich dem Häschen noch ein kleines Schaf zur Seite gestellt und das Ganze mit ein paar Blüten (?) garniert. Auf dem Ringfinger hat das Küken im Ei noch Begleitung von einem Osterkörbchen bekommen, damit war der Nagel dann auch schon voll genug. Da ich das Stamping in Weiß gelassen habe (ich gestehe, für Decals bin ich meistens einfach zu faul), habe ich die beiden anderen Nägel einfach noch mit Maybelline "Bouquet" bepinselt und damit noch ein paar feine rosane sowie kupferfarbene Akzente gesetzt.
Die Kombi aus dem Stamping und dem Glittertopcoat (immerhin habe ich auch endlich mal wieder daran gedacht, einen meiner vielen Topper zu nutzen!) gefällt mir gut und verleiht den Ostermotiven noch ein bisschen mehr Pepp. Wenn ich besonders fleißig gewesen wäre, hätte ich das Stamping vielleicht schon in Rosa, Weiß und Kupfer gestaltet - aber manchmal kommt man halt doch etwas zu spät auf gewisse Ideen. Die Oster-Platte finde ich auch sehr süß und gelungen und muss mich einfach mal dazu aufraffen, auch außerhalb der Osterzeit die themenspezifischen Platten zu nutzen - das geht ja eigentlich auch so ganz gut, man kann ja Häschen eigentlich immer stempeln und nicht nur zu den Feiertagen. Und vielleicht kann ich mich auch endlich mal dazu aufraffen, ordentliche Decals zu machen, dazu bieten sich die kleinen niedlichen Motive ja auch gut an.
"5 apples tall" hat sich zwar beim Lackieren ein bisschen angestellt, war danach aber ein ganz braver Lack. Zwar sieht man Tipwear bei Rot ja immer besonders deutlich, aber hier hat sie sich nicht sonderlich schnell gezeigt. Beim Ablackieren musste ich ein bisschen auf meine Nagelhäute aufpassen, aber ansonsten kann ich mich über den OPI nicht beschweren. Eine sehr schöne Farbe, die hier vermutlich auch öfters zum Einsatz kommen wird...

Mittwoch, 12. April 2017

Parrot Polish "Jewel beetle"

Die letzte "Farbe" für die 6. Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" ist heute dran und das heißt natürlich wieder, dass es Zeit wird für eine besonders bunte Galerie - ich bin sehr gespannt, was sich heute für tolle Lacke hier einfinden und möchte euch nochmal danken für eure Teilnahmen nicht nur in den letzten Wochen und Monaten, sondern inzwischen auch wahrlich in den letzten Jahren, denn die Aktion erblickte vor fast vier Jahren das Licht der Welt!

Sicherlich hat sie ihre Hochzeit schon hinter sich gelassen, aber ich freue mich sehr, dass noch so viele von euch dabei sind und wenn auch nicht unbedingt jede Woche, so doch ab und zu einen Beitrag in der Galerie hochladen und nicht nur mein Lackherz damit höher schlagen lassen. Heute also noch einmal der große Tusch für das Finale dieser Runde - und ich habe einen richtigen Traumlack dafür zurechtgelegt.
"Jewel beetle" von Parrot Polish hatte Lotte *hier* schon gezeigt und schon bei ihren Bildern hat der Lack bei mir große Begeisterung ausgelöst - da war schnell klar, welcher Lack für das Finale herhalten muss! Beim Lackieren habe ich mich brav an Lotte gehalten und auf eine normale Schicht des Lacks (Klarlack mit Flakies drin deckt nicht übermäßig gut...) dann fröhlich mit dem Schwämmchen losgelegt und das Ganze bespongt, damit "Jewel beetle" blickdicht wird. Das war nicht nur mit einer weiteren Schicht getan, sondern hat doch ein bisschen Schwämmchenarbeit erfordert. Zum Schluss habe ich noch eine Schicht des kleinen Käfers über mein Sponging gepinselt und das Ganze dann mit einer Schicht Topcoat versiegelt - die braucht es auch unbedingt, um die Unebenheiten ein bisschen auszugleichen und dem Lack den Glanz wiederzugeben, den er durch den Auftrag mit dem Schwämmchen verloren hat (das ist ja bekanntlich bei absolut jedem Lack so). Von der Trockenzeit her würde der Parrot Polish durchaus auch ohne Topcoat auskommen, aber bei diesen Farben wollte ich den Glanz schon haben!
Tja, wo fangen wir nun bei der Farbbeschreibung an? Der Lack glänzt eben in allen Farben, die so ein Prachtkäfer eben im Angebot hat - ganz grob lässt sich der Farbverlauf von Pink über Lila zu Blau und Türkis bis hin zu einem strahlenden Grün beschreiben. Ich kann Lotte zustimmen, dass sich teilweise sogar ein Bronzeton zeigt - das war bei mir aber tatsächlich nur im Fläschchen der Fall. Aber die anderen Farben zeigen sich je nach Licht und Einfallwinkel sehr häufig auf den Nägeln und machen es schlicht und ergreifend zu einer großen Freude, die Nägel hin und her zu drehen und zu kippen. Das einzig Fiese ist das Einfangen des Effekts mit der Kamera, denn die tut gerne mal zu viel oder zu wenig, aber ich glaube, dass sich die Nuancen auf den Bildern durchaus nachvollziehbar zeigen. Ich mag einerseits den intensiven Grünton, den "Jewel beetle" bei der vollen Ladung Licht (sowohl Sonne als auch Lampe) zeigt als auch den feinen Farbverlauf bis hin zum Pink, den man teilweise auch auf einzelnen Partien innerhalb der Flakies betrachten kann - einfach grandios!
Von dem Lack könnte man locker zwanzig Bilder machen, die ihn jeweils in einer leicht anderen Farbnuance und den Shift von einer Farbe zur anderen zeigen - aber wir wollen hier ja nicht übertreiben. Auf besonderen Wunsch habe ich beim Design dann das Tierkarussell noch ein bisschen weiter gedreht - auf den Käfer von dem Papagei kamen dann nämlich noch ein paar Schildkröten, die ich mit MoYou's "White knight" und der Explorer 16 dazu. Also ein wildes Tierdurcheinander im Sonne von "Turtles on Beetle by Parrot"! Das Weiß habe ich gewählt, weil ich gerne einen deutlichen Kontrast zu dem vielfältigen, funkelnden Basislack wollte und das ist glaube ich auch ganz gut gelungen, auch wenn ich zum Stampen so lang gebraucht habe, dass dann das Licht weg war und ich nur noch unter der Lampe Fotos schießen konnte - und dann ist bekanntlich das Farbspiel nicht mehr so intensiv. Ich denke aber, dass man vor allem auch an den Rändern noch die Tendenz zum Lila und Pink erkennen kann, ansonsten zeigt sich das Käferchen hier vorwiegend in seiner blau-petrolig-grünen Version.
Die Explorer 16 war eine der Platten, die ich schon öfters im Blick hatte, mir dann aber nicht sicher war, was ich mit so vielen Schildkröten anstellen soll - dabei ist es wirklich so einfach! Ich habe einfach auf jedem Nagel nach Lust und Laune eine platziert, die ganz großen (auf dem Ringfinger zu sehen) passen logischerweise nicht komplett auf den Nagel, aber die mittleren gehen bei mir doch noch gut drauf, das zeigt der Mittelfinger recht deutlich. Dann gibt es noch zwei kleinere Varianten, die sich auch gut miteinander auf den Nägeln platzieren lassen und ich finde, dass das auch dank der unterschiedlichen Panzerungen der Schildkröten alles echt fein aussieht. Am liebsten wäre mir ja ein schimmriges Weiß als Basis gewesen, aber da hatte ich nun nicht parat, darum taugt mir auch das Cremeweiß sehr gut. Ich hätte mir zwar ein bisschen mehr Licht gewünscht, um euch auch die Schildkröten auf richtig bunter Base zu zeigen, aber denkt euch die einfach auf die oberen Bilder, dann passt das.
Ich muss gestehen, dass ich die Mani so klasse finde, dass ich mir noch keine Gedanken um das Ablackieren gemacht habe - aber ich befürchte, dass es keine große Freude wird... So ist das eben mit Flakies, aber für das tolle Ergebnis und vor allem für das Finale von "Lacke in Farbe... und bunt!" kann man ja ein paar Unwägbarkeiten in Kauf nehmen.

Natürlich bin ich auf die heutige Galerie sehr gespannt und hoffe, dass ihr auch am Finale mit freier Farbwahl Spaß habt - und vielleicht auch noch in eine weitere Runde starten wollt? Ich habe mich auf jeden Fall schonmal durch meine Lacksammlung gewühlt und auch wenn es an der einen oder anderen Stelle kritisch aussieht, könnte das mit Runde 7 doch klappen... Falls ihr auch Lust habt, geht es nächste Woche dann mit MINT los!


Sonntag, 9. April 2017

Flormar Supermatte M120

Ich habe es tatsächlich geschafft, meinen Lackhaufen mit unlackierten Lacken (die restlichen sind natürlich sicher verstaut!) wieder von meinem Fußboden im Wohnzimmer zu räumen, nachdem ich mir halbwegs einen Überblick über noch vorhandene Farbfamilien machen konnte. Ich musste feststellen, dass ich noch ganz schön viel Lila habe - und da passt es natürlich mehr als hervorragend, dass für die #31DC2017weekly heute auch Lila dran ist!

Meine Wahl fiel auf einen Lack, den ich schon diverse Male lackieren wollte (und es glaube ich auch schon ein oder zwei Mal getan habe), aber irgendwie nie bebildern und hier auf dem Blog zeigen konnte. Er wohnt schon ganz schön lange bei mir und darf nun endlich mal zeigen, was in ihm steckt, der gute Flormar Supermatte M120 - schön, dass er keinen ordentlichen Namen abbekommen hat...
Ich mag die Flaschenform von Flormar ja sehr, auch wenn sie zum Verstauen des Lacks aufgrund der "Übergröße" nicht wirklich praktisch ist. Mit dem eher breiteren Pinsel, der schön auffächert, lässt sich der Lack aber gut auftragen, auch wenn er bei mir schon ein kleines bisschen eingedickt zu sein scheint - das macht sich aber gar nicht an der Konsistenz bemerkbar (die ist nämlich noch angenehm flüssig für einen Cremelack), sondern an der Tatsache, dass er ein paar Fäden zieht, wenn man die Kappe vom Lack hebt. Die erste Schicht bringt schon ordentlich Farbe auf die Nägel und wäre durchaus auch deckend, wenn man nicht allzu genau gegen die Sonne schauen möchte - da machten sich bei mir nämlich deutlich lichte Stellen bemerkbar. Also musste dann doch eine zweite Schicht her - die habe ich allerdings erst am nächsten Tag lackiert und war über die Trockenzeit der ersten Schicht nicht sonderlich erfreut. Obwohl sie sich trocken anfühlte und ein paar Stunden vergangen waren, bis ich ins Bett ging, hatte ich dann deutliche Abdrücke... Eine zweite Schicht hätte ich also so oder so gebraucht!
Farblich sind wir bei der M120 bei einem eher kühlen, blaustichigen Lilaton in der dunkleren Ecke - also definitiv kein pauschales Standardlila. Allerdings ist der Name der Reihe irreführend, denn der Flormar trocknet alles andere als matt. Es ist zwar auch kein Hochglanzfinish, mit dem er da aufwartet (darum empfiehlt sich auch so die Schicht Topcoat, um ein hübsch gleichmäßiges Ergebnis auf den Nägeln zu haben), aber von matt ist er auch weit entfernt. Mit Topcoat glänzt das Lila vor allem im Sonnenschein wirklich toll und ich bin von dem Lack farblich durchaus begeistert und ärgere mich, dass ich ihn so lange habe stehen lassen... Da ich den Lack natürlich für die Challenge lackiert habe, musste noch ein Design dazu und ich hatte schon im Kopf ein feines Holostamping in Schnörkseln auf den Nägeln platziert, war mir aber nicht so wirklich sicher, ob sich das so stimmig ergeben würde, wie ich das wollte. Also wurde das erstmal auf dem Daumen getestet und mit a england "Whispering waves" für akzeptabel befunden (du hättest mir den Lack einfach nicht dalassen sollen, Lotte!).
Als Stampingplatte habe ich mir einen meiner Neuzugänge geschnappt, allerdings nicht von MoYou London, sondern von BundleMonster. Da hatte ich ja mit Lotte bestellt (und ganz vergessen, beim 101 einzutragen, Schande über mein Haupt!) und gerade auch gesehen, dass die fünf Platten bei Amazon noch immer für 12,61 € zu haben sind - falls noch jemand Interesse hat (kein Affiliate oder sonstiges Gedöns, einfach nur der Link zum Produkt)... Ausgesucht habe ich mir dann gleich die Platte, die ich am wenigsten mag (die Polynesia BM-XL 120), da sie eines dieser Riesenmotive hat und das auch gleich mal getestet. Ich weiß nicht so ganz, warum ich mit diesen Riesendingern so meine Probleme habe, aber ich finde selten geschickte Einsatzmöglichkeiten, weil mich dieser Mustermix innerhalb eines Motiv immer ein bisschen nervt... Darum habe ich mich hier auch für immer den gleichen Ausschnitt entschieden und das Blümchen relativ zentral auf die Nägel gepackt. Mit zwei Nägeln angefangen, fand ich das Ganze dann doch fesch genug, um es auf alle Nägel zu stempeln und dann auch noch mit Topcoat zu versehen!
Mit so viel Stempelei lassen sich dann auch gleich zwei Aktionen kombinieren und ich mache noch beim "Stamping Sonntag" mit, denn das feine Geschimmer von "Whispering waves" ist brav an Ort und Stelle geblieben und nicht verschmiert! Das Design ist zwar alles andere als auffällig (zumindest, wenn die Sonne nicht draufscheint und den a england zum wilden Funkeln bringt), gefällt mir so aber wirklich gut. Um die Motive zu erkennen, muss man aber glatt die Hand ein bisschen weiter weghalten, dann tritt die Blüte mit ihren Stempeln auch ein bisschen deutlicher hervor - so auf Kameraentfernung sieht das ein bisschen wie wildes Liniengemantsche aus... Ich muss wirklich sagen, dass ich die Kombination gelungen finde und sehr stolz darauf bin, dass endlich mal was auf den Nägeln genauso gut aussieht, wie ich mir das in meiner Vorstellung zurechtgelegt hatte. Und wenn das mit der Polynesia-Platte so weitergeht, werden wir ja vielleicht noch richtig gute Freunde...
Da mir die Mani so gut gefällt, darf sie heute noch auf den Nägeln bleiben - aber ich weiß schon jetzt, dass das Ablackieren kein allzu großer Spaß wird... Der Lack schmiert ein bisschen und das dunkle Lila aus den Nagelhäuten rauszukriegen, ist kein großer Spaß. Aber gut, das sehe ich ihm nach, mir sagen nämlich sowohl Farbe als auch Design wirklich zu!

Freitag, 7. April 2017

Cirque "Facets" Morganite

Die Woche ist tatsächlich schon wieder vorbei und zumindest in meinem Kopf steht jetzt Ostern vor der Tür - ich freue mich auf ein paar (hoffentlich produktive!) freie Tage und ein bisschen mehr Luft zum Nägellackieren. Auch wenn am Mittwoch gerade erst ein eher feiner und zarter Lack dran war, geht es heute alles andere als knallig weiter - aber ich kann da gar nichts dafür, denn Lotte hat sich noch ein "Gemeinsam lackiert" gewünscht und da gibt es momentan gar nicht mehr so viel Auswahl, also wird es zum Ende der Woche nochmal eher hell hier.

"Morganite" von Cirque fällt ja eigentlich so gar nicht in mein Beuteschema, aber da Lotte den Lack schon lackiert hatte, habe ich ihn einfach mitgenommen und muss sagen, dass ich ihn nachdem ich ihn lackiert habe, gar nicht mehr so schlimm finde - nur das Fotografieren ist alles andere als leicht!
"Morganite" lässt sich problemlos lackieren - allerdings bin ich mir nicht so ganz sicher, nach wie vielen Schichten der Lack dann tatsächlich deckend ist. Nach der ersten Schicht hatte ich ernsthafte Befürchtungen, dass das eine ganz wilde Schichterei wird, nach der zweiten Schicht war ich allerdings bei "He, das könnte ja schon fast reichen!" angelangt... Vorsichtshalber habe ich dann noch eine dritte Schicht lackiert und bin mit dem Ergebnis soweit zufrieden. Mit bloßem Auge waren mir auch zwei Schichten tatsächlich genug, allerdings konnte ich bei ganz genauem Hinsehen doch noch mein Nagelweiß erkennen und das hätte die Kamera sicher wieder ganz besonders in den Vordergrund gestellt. Der Auftrag ging unproblematisch, die Trockenzeit ist angenehm kurz und "Morganite" gleicht sich im Finish nicht nur schön aus, sondern bringt auch genug Eigenglanz mit, dass man auf einen Topcoat  verzichten kann.
Farblich habe ich mit "Morganite" echt wahnsinnige Probleme - was zur Hölle soll das bitte sein? Laut Cirque sind wir bei einem warmen Grundlack in Pfirsich-Rosa, in dem winzige holographische Flakes rumschwirren und irgendwie kann ich dem auch zustimmen. Dass da Holosplitterchen drin sind, sieht man ja sofort, die zeigen sich eben je nach Licht eher mal reinsilbern und mal in allen Regenbogenfarben, die die Nägel auch wild funkeln lassen. Aber welche Farbe der Lack nun in Summe hat, kriege ich partout nicht safe - es ist irgendwas zwischen einem kühlen Beige und einem eher hellen, deutlich orangestichigen Kupfer mit vielleicht auch ein paar rosanen Untertönen, oder gar bei einem dunkleren Gold - aber irgendwie wäre ich da eher auf der bräunlichen Seite unterwegs. Im Sonnenschein wird der Lack deutlich intensiver, bunter und komplexer - ohne direkten Lichteinfall ist "Morganite" durch die silbrig wirkenden Fleks fast eine Mischung aus weißlichem silber und zartem Kupfer, insgesamt eher brav und irgendwie "flach".
Durch diese unterschiedlichen Eindrücke ist "Morganite" durchaus schon solo eine wahre Pracht und man kann sich mehr als lange genug lediglich mit den Farbspielchen und den doch sehr variblen Holofleks befassen - aber insgesamt war mir der Lack auf meinen Nägeln dann doch zu zart und ich wollte da ein kleines Design draufzaubern. Statt einem klassischen Schwarz als Kontrast war ich schnell bei einem dunklen Blau und zwar "Midnight blue" von Anny, und wollte ein geometrisches Design auf die Nägel bringen. Die MoYou Holy Shapes 05 kam mir da natürlich gerade recht, allerdings wollte ich keines der Standard-Motive nutzen, die ich mir sonst immer auf die Nägel packe, sondern habe mich für diesen fischgrätenzopfähnlichen Streifen entschieden. Allerdings habe ich da nicht richtig nachgedacht, denn der Streifen ist insgesamt einfach zu kurz für meine Nägel, also habe ich als Abschluss (oder eher zum Kaschieren dieser Tatsache) die Nagelspitzen noch komplett in Dunkelblau bepinselt.
Ich hatte zwar erstmal probiert, das Muster einfach zu doppelt zu stempeln, das ging sich aber nicht wirklich aus, also gab es eben noch ein blaues French dazu. Gerade im Sonnenschein ist leider gut erkennbar, dass das Blau nicht komplett deckend ist - aber das fällt eigentlich nur auf den Fotos auf. Wäre ich ein bisschen geschickter gewesen, hätte ich sicherlich die beiden Streifen ein wenig mittiger platziert, aber so sind sie leider ein wenig verschoben auf die Nägel gekommen. Die Farbkombination mit Blau gefällt mir im Sonnenschein sehr gut - ohne direkten Lichteinfall ist mir das dunkle Blau von "Midnight blue" tatsächlich ein bisschen zu krass und ich finde, es passt nicht so wirklich gut zu den silbernen Anteilen in "Morganite". Das Muster finde ich allerdings richtig klasse und muss mal schauen, wo und wie ich das demnächst ein bisschen besser in Szene setzen kann.
Die Haltbarkeit von "Morganite" ist ohne Topcoat nicht so wirklich glorreich - mir sind doch recht zügig ein paar Eckchen abgeplatzt. Dafür gab es aber keine Tipwear, sodass ich das auch wieder ein bisschen auf den Basecoat schieben würde. Ablackieren ist trotz hoher Partikeldichte überhaupt kein Problem und auch wenn ich das nicht gedacht hätte, muss ich sagen, dass ich den Lack wirklich toll finde! Vor allem bin ich ja gespannt, was Lotte so aus ihm gemacht hat.

Mittwoch, 5. April 2017

LR Health & Beauty "Nude style"

Heieiei, Altrosa ist jedes Mal wirklich eine Herausforderung für mich und ich bin ganz froh, dass die Farbe in dieser Runde so weit hinten zu finden war - wobei es das für mich auch nicht unbedingt leichter gemacht hat, einen passenden Lack zu finden. Ich bilde mir eigentlich ein, dass ich einen entsprechenden Kandidaten zurückgelegt hatte, aber ich habe letztens "aufgeräumt" und dabei auch meine "Lacke in Farbe... und bunt!"-Lacke irgendwie verräumt...

Also stand ich nun mit einem kleinen Problem da und musste auf die Schnelle einen passenden Lack finden, der irgendwie als Altrosa durchgeht - und ich bin mir ehrlicherweise ziemlich sicher, dass ich eigentlich einen anderen Lack dafür im Kopf hatte...
In meiner Not bin ich letztlich bei "Nude style" von LR Health & Beauty gelandet. der mit einem gerade geschnittenen, etwas breiteren Pinsel ausgestattet ist und sich damit auch ganz gut auftragen lässt. Der Lack selbst hat eine angenehm flüssige Konsistenz - nur mit der Deckkraft ist es nicht gar so weit her. Auf den ersten Blick sind zwei Schichten schon weitgehend deckend, aber an einigen Stellen war der Lack nicht wirklich gleichmäßig und mein Nagelweiß schien noch durch, also musste tatsächlich eine dritte Schicht her. Die Trockenzeit des Lacks ist ganz okay, er trocknet nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam - einen Topcoat habe ich hier trotzdem genutzt, da sich "Nude style" leider nicht wirklich selbst ausgleicht. Nach drei Schichten hat man auf den Nägeln auch eine ganz schöne Menge Lack, aber ohne Topcoat sah das Ganze so unregelmäßig aus, dass ich die Farbe noch schlimmer fand als sie ohnehin schon ist. Mit einer ordentlichen Glanzschicht gibt sich der Lack zumindest ein bisschen edel und nicht nur seltsam-leberwurstig.
Die Farbe ist eindeutig mein zentrales Problem mit dem Lack - ich war mir teilweise nicht so ganz sicher, ob "Nude style" tatsächlich Altrosa trifft, aber zumindest in manchen Lichtverhältnissen ist es tatsächlich so, dass der Lack eher seine rosanen Anteile denn die beigebraunen zeigt und auf den Nägeln wie ein pudriger, angegrauter Rosaton wirkt. Im Fläschchen ist der Braunanteil vielleicht noch ein wenig deutlicher zu sehen, aber lackiert zeigt sich "Nude style" deutlich mit seinem rosanen Touch. Kommt ein bisschen warmes Licht in Form von Sonnenschein dazu, wird der Lack tatsächlich ein wenig leberwurstiger - und auch wenn man dann das Rosa auch ein bisschen deutlicher sieht, muss ich ehrlich sagen, dass mir der LR Health & Beauty in kühlen Lichtverhältnissen viel besser zusagt als im warmen Tageslicht. Man kann sich gewiss darum streiten, ob das nun ein typischer Vertreter für Altrosa ist (eigentlich würde ich dem ja ein bisschen mehr Rosa unterstellen), aber das war zu dieser ungeliebten Farbe einfach das Beste, was ich im Angebot hatte.
Da mir Anfang dieser Woche aufgefallen ist, dass ja Ostern schon fast vor der Tür steht (und das war wirklich eine positive Erkenntnis, da ich danach ein paar Tage frei habe), dachte ich mir, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre, um die MoYou Festive 23 einzuweihen. Das ist zwar eine Platte mit den "kleinen" oder normalen Motiven und mir war klar, dass das mit den langen Nägeln nicht optimal passen würde - aber das Schöne ist ja, dass man hier problemfrei noch dazustempeln kann und das fällt noch nichtmal so wirklich deutlich auf Bei genauerem Hinsehen erkennt man zwar, dass das Muster eigentlich abgeschlossen ist - aber SO genau schaut man tatsächlich nur selbst hin, oder eben ihr hier auf dem Blog. Gestampt habe ich mit "Shall be my queen" von a england, da ich einen Kontrast zum cremigen Finish von "Nude style" haben und auch ein bisschen in Richtung Ostereier gehen wollte. Auch wenn nun Rot und Altrosa nicht übermäßig weit auseinander liegen, ist das Ergebnis doch durchaus ansehnlich.
Bei den Designfotos sind mir zwar leider ein paar Fussel auf dem Zeigefinger durchgegangen (gibt es noch jemanden, der sowas meistens erst beim Sondieren der Bilder merkt? Das passiert mir so unglaublich oft...), aber das Motiv ist trotz Spiegelungen doch halbwegs gut zu erkennen. Die kleinen Partikelchen in "Shall be my queen" funkeln schön vor sich hin und machen die Mani gleich ein bisschen fröhlicher. So ein bisschen verstecken sie den Grauschleier in "Nude style", peppen den Lack insgesamt auf und machen das Ganze für mich deutlich erträglicher. Auch wenn ich das Motiv nicht perfekt auf die Nägel bekommen habe, finde ich diese kleinteiligen Designs inzwischen wirklich niedlich und vor allem auch passend zu Ostern. Ich vermute mal stark, dass ich mit der Platte noch das eine oder andere Nailart fabrizieren werden - und ich habe tatsächlich auch noch eine weitere mit Ostermotiven (keine Sorge, ich werde jetzt sicher kein Saisonlackierer!).
Die Haltbarkeit von "Nude style" war in Ordnung - ich hatte aber auch hier wieder das Problem, dass an manchen Stellen der Basecoat ein bisschen aufgegeben und sich vom Nagel gelöst hat. Da kann nun der LR-Lack nichts dafür, darum will ich ihm das auch nicht zur Last legen. Ablackieren war kein Problem, das wäre bei einem Cremelack ja auch ungewöhnlich. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit der Farbe einfach nicht so richtig warm werde - aber das muss ich ja auch nicht!

Für diese Runde ist das nun tatsächlich die letzte Galerie - wir sind mal wieder durch das komplette Farbspektrum durch und für die nächste Woche steht nur noch "BUNT" an! Ich bin schon sehr gespannt, wie die Galerie kommenden Mittwoch aussehen wird und muss mich selbst noch auf die Suche nach einem passenden Lack machen, ich danke euch aber allen für eure fleißigen Teilnahmen und tollen Lacke, die auch dieses Mal wieder hier zu sehen waren!

Sonntag, 2. April 2017

Orly "Naughty or nice" Angel eyes

Nach einem Tag im Zoo mit traumhaftem Wetter und einer Menge fotografierunwilliger Tiere (ich verstehe das durchaus - ich lasse mich ja auch ungerne fotografieren!), gibt es heute am späten Abend noch ein paar Nägelchen zu sehen. Da sich der Zoobesuch ein bisschen hingezogen hat und ich danach auch erstmal was futtern wollte, ist es heute doch ein bisschen später geworden als geplant, aber das sollte ja kein Problem sein.

Aus irgendwelchen im Nachhinein nicht nachvollziehbaren Gründen hatte ich unbändige Lust auf einen Gliterlack und da bei der #31DC2017weekly diese Woche Blau dran ist, habe ich mir Orly "Angel eyes" geschnappt, der in meinem letzten "Hot oder Schrott"-Wichtelpaket enthalten war und mich ja gleich begeistert hat.
Mir war im Vorfeld schon klar, dass es mit der Deckkraft bei dem reinen Glitterlack nicht allzu glorreich aussehen würde, aber "Angel eyes" hat mich durchaus positiv überrascht: Nach zwei Schichten ist der Lack tatsächlich tragfähig, mit drei Schichten sieht er auch auf Fotos weitestgehend deckend aus, wenn man denn nicht zu genau hinsieht und vor allem den Vergrößerungsmodus außen vor lässt. Der Auftrag von "Angel eyes" geht vollkommen problemfrei, dass ich von den Orly-Pinseln begeistert bin, ist ja nichts Neues und auch die Konsistenz ist hier klasse. An den Nagelspitzen sollte man allerdings ein bisschen aufpassen und vorsichtshalber eine Extraschicht nur über die Tips pinseln, ansonsten läuft man doch Gefahr, schon beim Auftrag mit einem feinen, weißen Nagelrand herumzulaufen... Die Trockenzeit des Lacks ist angenehm kurz und auch das Finish ohne Topcoat schön glatt - so wünscht man sich das!
"Angel eyes" ist farblich eigentlich ganz einfach aufgebaut - da der Lack vorwiegend aus kleinen Glitterpartikelchen in Hellblau (oder vielleicht sogar Türkis, allerdings eindeutig aus der blauen Ecke) besteht, ist der primäre Eindruck auch hellblau. Dazu kommen dann in deutlich geringerer Anzahl normal große, irisierende Hexagons, die im hellen Blau so ihre Highlights setzen und den einen oder anderen Farbpunkt platzieren. In diesem tollen Blau ist das natürlich so das Tüpfelchen auf dem i - ich finde den Orly schon auch ohne die bunten Fleckchend spannend, weil ich die Farbe so gerne mag, aber natürlich sind die Hexglitterteilchen richtige Hingucker. Je nachdem, in welchem Winkel das Licht einfällt, zeigen sie sich mal in Rot, mal Pink oder Grün und Gelb. Quer durch die Farbpalette funkelt es da in dem Lack und sieht wirklich sehr ansehnlich aus - ist nur nicht leicht zu fotografieren. Bei direktem Lichteinfall überstrahlt der Glittereffekt einfach alles, also muss man hier doch eher die indirekte Beleuchtung wählen und dabei sicherstellen, dass es nicht zu dunkel ist, da sonst der Blitz anspringt...
Ein Engel ist der Lack also beim Fotografieren keineswegs, aber dafür wollte ich mich beim Design für die Challenge ein bisschen am Namen orientieren. Auch wenn der Lack aus der "Naughty or nice"-Kollektion stammt, wollte ich beim Design auf der "nice" Seite bleiben und habe darum mal nicht gestempelt, sondern mal wieder Sticker aus ihrer Versenkung hervorgeholt. Seit Ewigkeiten hatte ich nämlich noch weiße Federsticker hier rumfliegen, bei denen ich nie wusste, wie ich sie sinnvoll einsetzen soll, da die Federn im Hintergrund jeweils noch eingefärbt sind... Zwar ist die Färbung recht dezent, aber ich hatte bei vielen Lackfarben so meine Bedenken und auf zu hellen Lacken macht sich ja auch eine weiße Feder nicht wirklich gut. Aber zum Blau, so dachte ich, würden sie passen und habe auf dem Ringfinger mal testweise die blauen Federn aufgebracht - da sieht man den Hintergrund kaum. Auf dem Mittelfinger kamen die gelben zum Einsatz, da sieht man zumindest an der Federspitze, dass eine leichte Einfärbung vorliegt.
Auf dem Zeige- und kleinen Finger habe ich noch die kleineren Varianten mit pinkem Hintergrund platziert, den erkennt man aber kaum, da die weiße Umrandung eher dominant ist. Insgesamt finde ich das Design gar nicht so übel, wobei ich mir das irgendwie anders vorgestellt hatte. Ich habe das Ganze zwar durchaus mit einem Topcoat versiegelt, da tut sich aber im Ergebnis kaum etwas - die leichte Strukturierung in den Federn ist übrigens keine Folge meiner Fingertapser, sondern tatsächlich da schon so vorgeprägt - und die geht auch mit einem Topcoat nicht weg. Ich gestehe, dass das jetzt nicht wirklich Engelsfedern sind, aber zumindest im Ansatz ist da eine Ähnlichkeit in der Thematik erkennbar. Bei Glitterlacken hat man ja immer die besonders große Freude mit dem Ablackieren - ich muss gestehen, dass mir hier so ein bisschen mein Basecoat zur Hilfe kam. Ich weiß nicht, ob der sich generell mit meinen Nägeln nicht verträgt oder nur mit einigen Lacken - aber hier kam es mir doch zugute, dass ich den Lack irgendwann abhebeln konnte... Er löste sich zwar nicht von selbst, aber ging mit ein bisschen Hilfe gut ab.
Mal von eher zügiger Tipwear an den Nagelspitzen abgesehen, hat sich "Angel eyes" ansonsten wirklich gut geschlagen - und durch das angenehme Ablösen, kann ich mich auch über nervtötendes Ablackieren nicht beschweren. Beim nächsten Mal gibt's den Lack dann aber definitiv auf einer blauen Base - dann kann ich mir nämlich auch mindestens eine Schicht sparen...