Sonntag, 2. April 2017

Orly "Naughty or nice" Angel eyes

Nach einem Tag im Zoo mit traumhaftem Wetter und einer Menge fotografierunwilliger Tiere (ich verstehe das durchaus - ich lasse mich ja auch ungerne fotografieren!), gibt es heute am späten Abend noch ein paar Nägelchen zu sehen. Da sich der Zoobesuch ein bisschen hingezogen hat und ich danach auch erstmal was futtern wollte, ist es heute doch ein bisschen später geworden als geplant, aber das sollte ja kein Problem sein.

Aus irgendwelchen im Nachhinein nicht nachvollziehbaren Gründen hatte ich unbändige Lust auf einen Gliterlack und da bei der #31DC2017weekly diese Woche Blau dran ist, habe ich mir Orly "Angel eyes" geschnappt, der in meinem letzten "Hot oder Schrott"-Wichtelpaket enthalten war und mich ja gleich begeistert hat.
Mir war im Vorfeld schon klar, dass es mit der Deckkraft bei dem reinen Glitterlack nicht allzu glorreich aussehen würde, aber "Angel eyes" hat mich durchaus positiv überrascht: Nach zwei Schichten ist der Lack tatsächlich tragfähig, mit drei Schichten sieht er auch auf Fotos weitestgehend deckend aus, wenn man denn nicht zu genau hinsieht und vor allem den Vergrößerungsmodus außen vor lässt. Der Auftrag von "Angel eyes" geht vollkommen problemfrei, dass ich von den Orly-Pinseln begeistert bin, ist ja nichts Neues und auch die Konsistenz ist hier klasse. An den Nagelspitzen sollte man allerdings ein bisschen aufpassen und vorsichtshalber eine Extraschicht nur über die Tips pinseln, ansonsten läuft man doch Gefahr, schon beim Auftrag mit einem feinen, weißen Nagelrand herumzulaufen... Die Trockenzeit des Lacks ist angenehm kurz und auch das Finish ohne Topcoat schön glatt - so wünscht man sich das!
"Angel eyes" ist farblich eigentlich ganz einfach aufgebaut - da der Lack vorwiegend aus kleinen Glitterpartikelchen in Hellblau (oder vielleicht sogar Türkis, allerdings eindeutig aus der blauen Ecke) besteht, ist der primäre Eindruck auch hellblau. Dazu kommen dann in deutlich geringerer Anzahl normal große, irisierende Hexagons, die im hellen Blau so ihre Highlights setzen und den einen oder anderen Farbpunkt platzieren. In diesem tollen Blau ist das natürlich so das Tüpfelchen auf dem i - ich finde den Orly schon auch ohne die bunten Fleckchend spannend, weil ich die Farbe so gerne mag, aber natürlich sind die Hexglitterteilchen richtige Hingucker. Je nachdem, in welchem Winkel das Licht einfällt, zeigen sie sich mal in Rot, mal Pink oder Grün und Gelb. Quer durch die Farbpalette funkelt es da in dem Lack und sieht wirklich sehr ansehnlich aus - ist nur nicht leicht zu fotografieren. Bei direktem Lichteinfall überstrahlt der Glittereffekt einfach alles, also muss man hier doch eher die indirekte Beleuchtung wählen und dabei sicherstellen, dass es nicht zu dunkel ist, da sonst der Blitz anspringt...
Ein Engel ist der Lack also beim Fotografieren keineswegs, aber dafür wollte ich mich beim Design für die Challenge ein bisschen am Namen orientieren. Auch wenn der Lack aus der "Naughty or nice"-Kollektion stammt, wollte ich beim Design auf der "nice" Seite bleiben und habe darum mal nicht gestempelt, sondern mal wieder Sticker aus ihrer Versenkung hervorgeholt. Seit Ewigkeiten hatte ich nämlich noch weiße Federsticker hier rumfliegen, bei denen ich nie wusste, wie ich sie sinnvoll einsetzen soll, da die Federn im Hintergrund jeweils noch eingefärbt sind... Zwar ist die Färbung recht dezent, aber ich hatte bei vielen Lackfarben so meine Bedenken und auf zu hellen Lacken macht sich ja auch eine weiße Feder nicht wirklich gut. Aber zum Blau, so dachte ich, würden sie passen und habe auf dem Ringfinger mal testweise die blauen Federn aufgebracht - da sieht man den Hintergrund kaum. Auf dem Mittelfinger kamen die gelben zum Einsatz, da sieht man zumindest an der Federspitze, dass eine leichte Einfärbung vorliegt.
Auf dem Zeige- und kleinen Finger habe ich noch die kleineren Varianten mit pinkem Hintergrund platziert, den erkennt man aber kaum, da die weiße Umrandung eher dominant ist. Insgesamt finde ich das Design gar nicht so übel, wobei ich mir das irgendwie anders vorgestellt hatte. Ich habe das Ganze zwar durchaus mit einem Topcoat versiegelt, da tut sich aber im Ergebnis kaum etwas - die leichte Strukturierung in den Federn ist übrigens keine Folge meiner Fingertapser, sondern tatsächlich da schon so vorgeprägt - und die geht auch mit einem Topcoat nicht weg. Ich gestehe, dass das jetzt nicht wirklich Engelsfedern sind, aber zumindest im Ansatz ist da eine Ähnlichkeit in der Thematik erkennbar. Bei Glitterlacken hat man ja immer die besonders große Freude mit dem Ablackieren - ich muss gestehen, dass mir hier so ein bisschen mein Basecoat zur Hilfe kam. Ich weiß nicht, ob der sich generell mit meinen Nägeln nicht verträgt oder nur mit einigen Lacken - aber hier kam es mir doch zugute, dass ich den Lack irgendwann abhebeln konnte... Er löste sich zwar nicht von selbst, aber ging mit ein bisschen Hilfe gut ab.
Mal von eher zügiger Tipwear an den Nagelspitzen abgesehen, hat sich "Angel eyes" ansonsten wirklich gut geschlagen - und durch das angenehme Ablösen, kann ich mich auch über nervtötendes Ablackieren nicht beschweren. Beim nächsten Mal gibt's den Lack dann aber definitiv auf einer blauen Base - dann kann ich mir nämlich auch mindestens eine Schicht sparen...

Kommentare:

  1. Ich finde den Lack von der Zusammenstellung und Farben her wirklich toll, aber irgendwie wird mir der Glitter "zu fett" auf dem Nagel... Die Federn wiederum sind klasse! :D

    LG Lotte

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    1. Dabei ist der gar nicht so fett... Also zumindest sieht er nicht übermäßig dick aus. :/

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  2. Mir gefällt der Lack total gut und die Federn auch. :)

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