Sonntag, 10. September 2017

Manhattan Quick Dry 1010N

Auch wenn am Mittwoch ja Anthrazit dran ist, wird es bei mir heute sehr dunkel. An und für sich versuche ich ja tatsächlich, hier ein bisschen Abwechslung auf den Nägeln zu zeigen (und dementsprechend auch immer mal etwas bunter zu tragen, als ich es sonst wohl tun würde), aber da es heute für die #31DC2017 auch mal wieder ein Design geben sollte, bin ich doch bei Schwarz gelandet.

Ich habe tatsächlich so einige schwarze Cremelacke, der Manhattan Quickdry 1010N weilt auch schon etwas länger in meinem Besitz und ist glaube ich durch ein Gewinnspiel zu mir gekommen. Tatsächlich habe ich ihn aber in den letzten zwei Wochen zwei Mal lackiert (ein Mal aus einem eher traurigen Anlass und das zweite Mal für heute) und kann mir darum wohl ein recht gutes Urteil über den Lack bilden.
Da der 1010N noch in einem der alten Fläschchen mit dem schrägen Deckel wohnt, ist das Lackieren aufgrund der schmalen Öffnung ein bisschen anstrengend. Zwar habe ich meistens genug Lack auf dem Pinsel, um einen Nagel zu lackieren, aber wenn ich doch mal nachholen muss, ist das eine Zielübung deluxe (und oft genug bin ich nicht aufmerksam genug und saue erstmal den kompletten Flaschenhals ein...). Der Lack hat trotz längerer Stehzeit noch eine gute Konsistenz, der Pinsel fächert ganz gut auf und der Auftrag ist insgesamt doch in Ordnung. Auch die Deckkraft kann sich sehen lassen - nach einer dünnen Schicht ist schon ordentlich Schwarz auf dem Nagel, gleichmäßig bekomme ich das aber erst mit einer zweiten Schicht hin. Das große Manko am Lack ist aber, dass die Oberfläche nicht gleichmäßig abtrocknet und sich teilweise auch trotz längerer Wartezeit Bläschen bilden. Für mich ist hier also ein Topcoat Pflicht, der verleiht dem Manhattan auch noch etwas mehr Glanz.
Farblich kann sich die Beschreibung heute ziemlich kurz halten - der Lack ist nämlich schlicht und ergreifend cremig Schwarz. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger, durchaus einer der Klassiker könnte man sagen. Auch wenn viele der Ansicht sind, dass Schwarz nur auf kurzen Nägeln geht, finde ich, dass man dunkle Nägel eigentlich immer tragen kann und das auch mit längeren Krallen gar nicht so emomäßig aussieht. Das Schwarz hatte ich gewählt, nachdem ich nicht nur wild gegrübelt, diverse Internetseiten durchforstet und meine komplette Stampingplattensammlung nach einem passenden Motiv sondiert hatte - zu "inspired by a flag" wollte mir nämlich nichts wirklich richtig Gutes einfallen (obwohl ich ein paar schöne Ideen mit Kängurus, Boomerangs für Australien oder mit Drachen für Bhutan). Bei Schwarz hatte ich dann noch zwei Alternativen im Kopf und konnte mir mit der Entscheidung noch ein bisschen Zeit lassen.
Durch die Farbkombination dürfte man recht deutlich erkennen, dass ich nicht bei der weißen Feder für die neuseeländischen Allblacks gelandet bin, sondern beim klassischen Schwarz-Rot-Gold, das natürlich nicht für Belgien steht, sondern für Deutschland! Da die Flagge eine Inspiration darstellen sollte, habe ich es bei den richtigen Farben belassen, sie aber nicht flaggentypisch angeordnet, sondern mir meine eigenen kleinen Nagellackschnipsel à la Decals gemacht. Beim Gold hatte ich anfangs so meine Probleme, einen passenden Lack zu finden und musste mich erstmal mit einem zu sheeren Fehlversuch rumplagen, bevor ich doch zu Kleancolors "Metallic yellow" gegriffen habe. Der ist zwar schon fast leer, aber doch sehr verlässlich was die Deckkraft angeht. Dazu habe ich "Carmin" von Make up Factory genommen, beide Lacke auf meine Nailartmatte gepinselt und dann erstmal abgewartet, bis das alles trocken war und sich abziehen ließ - und das hat für mein Gefühl ewig gedauert, auch wenn es nur 10-15 Minuten waren.
Die Nagellackpatches habe ich dann einfach mit einer Schere in Streifen geschnitten und dann Rauten bzw. Quadrate produziert. Teilweise mit einem kleinen Tröpfchen Klarlack versehen wurden die Patches dann frei Schnauze auf den schwarzen Lack gelegt und dann mit einem Topcoat versiegelt. Während der goldene Lack wirklich richtig blickdicht ist und sich nur an wenigen Stellen kleine Luftbläschen unter den Patches zeigen (da habe ich ein bisschen gepennt), ist das Rot doch noch ein wenig durchscheinend und zeigt leider auch noch ein paar Luftbläschen. Das hat mich zwar ein bisschen geärgert, aber auf einen anderen Lack und die damit verbundene Warterei hatte ich dann doch keine Lust mehr. Ich war ehrlich gesagt ganz erstaunt, dass mir das Design trotz der Einfachheit doch so gut gefallen hat - aber manchmal sind es halt auch die einfachen Designs, die was hermachen.
Zur Haltbarkeit vom 1010N muss ich ja sagen, dass er an den Tips sehr empfindlich für Abnutzungen ist - und gerade bei Schwarz fällt das meiner Ansicht extrem auf. Allerdings ist er beim Ablackieren total brav, was bei so dunklen Lacken ja auch nicht immer der Fall ist. Mal sehen, ob sich der Manhattan auch zum Stampen eignet, da braucht man ja immer wieder mal schwarzen Nachschub, denn zum Sololackieren ist er mir doch ein bisschen zu anstrengend...

Kommentare:

  1. Was für eine tolle Idee und klasse Umsetzung! :) Ja, das "inspired by" ist schon eine Erleichterung bei all diesen Themen, sonst wäre ich schon längst an meine Grenzen gekommen. ^^

    LG Lotte

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  2. Die Flasche habe ich auch noch.Meiner ist sogar schon halb leer.Fand ihn früher als Basic Schwarz echt gut.Bis ich den von Essie habe.Seit dem wird er nicht mehr benutzt xD
    LG Chrissi

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  3. Krass, das ist wirklich ein pures Schwarz! Ich mag das ja ab und zu mal echt gerne, aber das ist bei dir echt ungewohnt, du bist ja lacktechnisch meist deutlich bunter unterwegs als ich. :)
    Die großen Vierecke darauf sind jetzt nicht so mein Geschmack, aber pur steht dir das Schwarz auch gut! :)

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