Sonntag, 8. Oktober 2017

Anny 143.50 Clubbing with Dracula

Nach 31 Wochen Challenge ist es ganz schön ungewohnt, heute ohne eine Designvorgabe in den Sonntag zu starten und ich muss sagen, dass ich das schon fast ein bisschen vermisse und mich sehr auf das nächste Jahr freue (und hoffe, dass es dann wieder eine Wochenversion gibt!). Trotzdem soll es natürlich auch weiterhin Sonntags einen Lack geben und für heute habe ich mich ein kleines bisschen vom Herbst treiben lassen...

"Clubbing with Dracula" von Anny dürfte wohl den meisten ein Begriff sein - auch wenn die Nailartaktion von Anny nun schon ganz schön lange her ist. So ziemlich jede Teilnehmerin dürfte dem Lack über den Weg gelaufen sein und bei mir musste er lange im Schränkchen stehen. Nicht, weil ich die Farbe nicht mag, sondern eher, weil ich genau weiß, dass ein cremiger Anny immer funktioniert und er somit auch eine Absicherung für andere Lackversuche war.
Dass ich die Pinsel von Anny gerne mag, ist kein Geheimnis, und bei "Clubbing with Dracula" kommt zu einem coolen Namen auch noch eine traumhaft cremige Konsistenz dazu, die den Auftrag des Lacks einfach angenehm macht. Da ich aber doch recht dünn lackiere, komme ich mit einer Schicht auch hier nicht aus - die zweite ist Pflicht, allerdings dank einer verhältnismäßig kurzen Antrockenzeit auch kein Problem. Der Lack trocknet nicht gar so fix durch, wie ich mir das gewünscht hätte, darum habe ich noch eine Schicht Topcoat lackiert. Die könnte man sich aber durchaus sparen, da sich "Clubbing with Dracula" schön ausgleicht und auch mit ausreichend Glanz trocknet. Natürlich gibt es die Extraportion Gloss mit einem Topcoat, ich finde aber auch, dass der kleine Dracula sich auch eine Schippe mehr Glanz durchaus verdient hat.
Farblich kommt es bei dem Blutsauger sehr darauf an, in welchen Lichtverhältnissen man unterwegs ist - bei warmem (z.B. Sonnen- oder typischem Büro-) Licht zeigt der Anny seine rötlichen Einschläge viel deutlicher und kommt eigentlich recht elegant als vampy Rougenoir daher. Ohne Sonne bleibt nur das etwas kühlere Tageslicht bzw. die Tageslichtlampe, die eher die bräunlichen Anteile hervorhebt. Auch so zeigt sich ganz deutlich, dass "Clubbing with Dracula" zu den dunklen Vertretern der tiefroten Zunft gehört und wo er nun seine bräunlichen und wo eher die rötlichen Anteile zeigt, sei ihm selbst überlassen. Für mich ist das mit dem schönen, cremigen Finish auch ein perfekter Lack für den Herbst - der erdige Einschlag ist eindeutig, dunkel geht bekanntlich auch ganz besonders gut, wenn es draußen nicht übermäßig hell ist und vampy mag ich generell. Sicherlich ist der Lack zu so ziemlich jeder Gelegenheit passend, aber bei mir gibt's ihn eben heute!
Nachdem ich in der letzten Zeit nur grübeln musste, wie ich bestimmte Vorgaben auf die Nägel bringe, stand ich heute ein bisschen ahnungslos da und wusste nicht so recht, was sich auf dem Anny gut machen würde. Da allerdings noch mein Dottingtool draußen lag, habe ich mir fix noch zwei silberne Lacke geschnappt (essie's "No place like chrome" und einen Glitterlack von W7) und habe damit Pünktchen auf meine Nägel gedottet. Mit dem Mirrorlack war das kein Problem, bei der Glitterbombe habe ich mich dafür ein bisschen doof angestellt und letztlich sah das auf den Nägeln leider nicht gar so hübsch aus, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Da der W7 aus einer klaren Base besteht, in der silberne Glitzerpartikel rumschwirren, musste da noch eine Schicht Topcoat drüber, um alles zu versiegeln - und irgendwie habe ich mir in meinen Topcoat silbernen Schimmer eingearbeitet, wodurch das Finish auch teils einige Silberpartikelchen enthält... Das passt hier ausnahmsweise gut, ist aber natürlich ein bisschen dämlich - den Topcoat sollte ich einfach mal entsorgen!
An und für sich mag ich aber die Kombination sowohl der Farben als auch der unterschiedlichen Finishes ganz gern - das Silber betont zwar eher die bräunlichen Einschläge in "Clubbing with Dracula", aber auch zu einem rotstichigen Braun passt es gut als Kontrast. Der essie zeigt hier tatsächlich perfekt sein metallisches Finish, das nun wirklich als flüssiges Silber durchgehen würde, und ich finde auch die kleinen Glitzerpartikelchen toll, auch wenn sie auf den Bildern eher ein bisschen untergehen - sie spiegeln halt doch ganz gut das Licht wider, das durch die Lampe auf die Nägel fällt. Mit so ungleichmäßigen Dotticures komme ich inzwischen tatsächlich ganz gut zurecht - vielleicht wage ich mich demnächst auch mal an die symmetrischen, ordentlichen, bei denen alles in Reih und Glied gepunktet sein muss... Wobei ich da ja doch befürchte, dass ich wieder irgendwas versaue und mich drüber ärgere, aber ab und an muss ich ja auch aus meiner Komfortzone raus!
Über die Haltbarkeit will ich mich bei dem Anny wirklich nicht beklagen, vor allem mit Topcoat ist das eine sichere Bank und man hat mit dem Lack lange Freude. Zumindest, bis es ans Ablackieren geht - dann ist's nämlich mit der Freue vorbei, "Clubbing with Dracula" ist eine kleine Schmierfee, die sich gerne in sämtliche Nagelhäutritzen verkriecht und definitiv noch ordentlich nachgearbeitet werden muss. Trotzdem darf er natürlich bleiben - mit so einem Klassiker kann man immer was anfangen!

Kommentare:

  1. Oh, was für eine tolle Idee mit den unterschiedlichen Silbereffekten in den Lacken. Eine elegante Kombination mit der Blutsaugerbasis. :D

    LG Lotte

    AntwortenLöschen
  2. Ich find die Silbereffekte auch richtig schick, das ist eine tolle Idee =)

    AntwortenLöschen