Samstag, 28. Oktober 2017

Layla Softtouch Effect 06

Es gibt ja immer wieder so Lacke, die man zwar wahnsinnig spannend findet, sich aber doch irgendwie nicht so ganz dazu überwinden kann, sie endlich zu lackieren. Ich stehe ja total auf die weichen Finishes, die es bei Lacken gibt - ob sie nun Suede-, Satin- oder Silk-Finish heißen, ist mir egal, ich mag einfach das haptische Erlebnis sehr gern! So war es auch, als Lotte einen Softtouch-Lack von Layla loswerden wollte - an dem konnte ich einfach nicht vorbei.

Allerdings muss man auch erwähnen, dass der Lack farblich alles außer meiner Kragenweite ist, darum habe ich mich beim Lackieren ein bisschen geziert und habe dann doch wieder zu allen möglichen anderen Farben gegriffen... Heute darf der Layla Softtouch mit der Nummer 06 aber endlich auf den Blog!
Der kleine Italiener kommt in einem hohen, schmalen Fläschchen mit 10ml Inhalt und einem klassisch geschnittene, geraden, aber breiten Pinsel daher. Die Flaschenöffnung ist zwar nicht sonderlich breit, aber auch nicht so schmal wie bei den Manhattan-Lacken, sodass das Lackieren halbwegs unfallfrei vonstatten geht. Nach der ersten Schicht habe ich mir schon Sorgen gemacht, ob es wirklich eine so gute Idee war, den Softtouch-Lack endlich mal zu entstauben - sonderlich deckend ist der Layla nämlich leider nicht. Dafür lässt er sich angenehm lackieren und trocknet auch recht zügig an und ab, sodass die weiteren Schichten zumindest zeitlich kein Problem ist. Aufgrund der mäßigen Deckkraft sind hier mindestens drei Schichten Pflicht - ich habe es tatsächlich noch mit einer vierten probiert, aber auch die konnte keine absolute Abdeckung des Nagelweißes herbeiführen. Um natürlich das weiche Finish zu erhalten, habe ich hier auf einen Topcoat verzichtet - den braucht es auch nicht, da sich der Lack schön ausgleicht und eine ebene Oberfläche bildet.
Warum ich farblich so meine Probleme mit dem Layla habe, dürfte deutlich sein: Dieses helle Gelb-Grün-Gemisch ist einfach nicht meins und beißt sich auch deutlich mit meinem Hautton... Im Fläschchen wirkt der Lack noch ein wenig kühler und grünstichiger, zwischendrin funkeln sogar mittelgrüne Glitzerpartikelchen hervor - aber auf den Nägeln bekommt er einen deutlicheren Gelbeinschlag und irgendwie gehen die glitzerig scheinenden Partikel auf den Nägeln komplett unter (oder sind tatsächlich nur eine optische Täuschung, die durch das Glas entsteht). Trotzdem ist das Finish durchaus fein und man kann die winzigen Schimmerteilchen, aus denen sich der Lack zusammensetzt, gut erkennen. Wenn man ein Faible für solche Chartreuse-Töne hat, dann ist der Layla bestimmt grandios - ich tue mir mit diesen Farbnuancen wahnsinnig schwer, obwohl mich hier wirklich das weiche Finish (da passt Softtouch definitiv!) wirklich begeistert hat.
Was glaube ich auch sehr gut erkennbar ist, ist die nicht ganz optimale Deckkraft - wenn man genau hinschaut, kann man gut den Übergang zum Nagelweiß erkennen und das ist ja an und für sich auch so eine Sache, die mich etwas stört. Vielleicht macht sich der Lack auf einer hellgrünen oder auch gelblichen Base ein bisschen besser, so hätte man immernoch das feine Finish, aber dafür eine solide Deckkraft - beim nächsten Mal bin ich definitiv schlauer! Natürlich musste auf dieses grünliche Gelb noch ein Design drauf und ich war mir sehr unsicher, was da am besten passen würde - farblich war ich schnell bei einem blauen Kontrast, aber beim Motiv musste ich suchen. Letztlich bin ich bei der Harunouta L005 gelandet, die einige Watermarble-Stampings im Angebot hat und habe zumindest versucht, da ein leichtes Gradient von Dunkelblau zu Dunkelgrün auf die Nägel zu bringen. Das ist mehr oder minder (eher minder) geglückt, sieht aber trotzdem mit dem Herzchenmotiv ganz süß aus,
Zu meiner großen Freude zeigte sich dann für ein paar Minütchen auch mal die Sonne, sodass ich das Design auch mal in warmem Licht knipse konnte - und da zeigt sich dann auch sehr deutlich, dass der Layla ganz schön mit dem Gelb liebäugelt. Leider konnte auch der Sonnenschein die grünen Partikelchen nicht auf die Nägel zaubern (dafür blitzt das eine oder andere tatsächlich gut sichtbar im Fläschchen hervor!), aber sei's drum! Ich mag das Ergebnis durchaus, was natürlich auch daran liegen dürfte, dass ich bei Watermarbling selbst total versage... Natürlich ist das Muster nicht 1:1 mit einem richtigen Marbling zu vergleichen, aber ich kann zumindest den Ansatz nachvollziehen und verstehen. Die Farbkombination gefällt mir ja auch sehr gut - aber mit dem Basislack werde ich einfach nicht so wirklich warm, der beißt sich zu sehr mit meinem Hautton...
Zur Haltbarkeit kann ich aus eben diesem Grund auch nicht sonderlich viel sagen - ich habe den Lack nur zwei Tage getragen und mich damit einfach nicht sonderlich wohl gefühlt. Das Ablackieren war dank des feinen Finishs kein Problem, sodass ich mich bis auf die suboptimale Deckkraft definitiv nicht über den Layla beschweren möchte.

1 Kommentar:

  1. Öhm ja... Farblich wirklich gewöhnungsbedürftig, aber mit dem Stamping richtig klasse! :)

    LG Lotte

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