Samstag, 11. November 2017

Sally Hansen "Sugar coat" 240 Red velvet

Manchmal verwirre ich mich ja selbst - so ist das auch mit dem heutigen Lack gewesen, denn eigentlich dachte ich, dass der farblich ein bisschen anders aussehen würde... Ich hatte nämlich keine Zeit, mir die Nägel ernsthaft zu lackieren, also habe ich nach einem Quicky gesucht, der sich schnell und unproblematisch auf die Nägel bringen ließ und bin so (wenig überraschend) bei einem Sandlack gelandet. Im nahezu nächtlichen Lampenschein sah der Lack auch tendenziell Rot aus und das fand ich auch für die Arbeit okay.

Kaum hatte ich ihn am nächsten Morgen aber auf den Nägeln, erreichte mich auch schon der Kommentar, dass der Lack doch genau so aussehen würde wie der davor - also "Pistol pink" von Mittwoch... So ganz richtig ist das zwar nicht, aber gewisse Ähnlichkeiten sind unbestreitbar und so gibt es eben das zweite Mal Magenta diese Woche!
"Red velvet" von Sally Hansen gehört zu den "Sugar coat"-Lacken und die haben meine Begeisterung für Sandlacke vor langer, langer Zeit tatsächlich mal angefacht. Inzwischen hat sich der Hype zwar eindeutig gelegt, ich muss aber gestehen, von diesen Strukturlacken noch immer sehr angetan zu sein. So hat sich bei mir vor allem aus der Reihe so einiges angesammelt und neben einem weiteren Ton ist dieser hier der letzte noch nicht gezeigte. Mit dem gerade geschnittenen Pinsel lässt sich der Lack gut auftragen und man sieht auch sehr schnell, dass es sich um einen Strukturlack handelt - ich finde das ja absolut grandios, dass man diesen Lacken immer beim Trocknen zusehen kann und sich so schnell die Sandpartikelchen (oder hier eben Zuckerpartikelchen) herauskristallisieren. Die erste Schicht ist zwar farblich schon eindeutig rötlich, aber von der Haptik her noch sehr fein und weit verteilt. Eine zweite Schicht (die Deckkraft ist auch mit zwei Schichten auf dem Fläschchen angegeben) sorgt dann nicht nur für einen intensiveren Farbton, sondern auch für ein schönes, deutlich raues Finish.
Farblich ist der Lack zwar durchaus weit von "Pistol pink" entfernt, gehört aber irgendwie tatsächlich in die gleiche Farbfamilie. Zwar ist er deutlich wärmer und somit schon eindeutig beerig, aber definitiv auch eher magentafarben als rot... Allerdings muss ich ja sagen, dass so ein traumhaft schrubbeliges Sandfinish absolut nichts mit einem Flecksschimmer gemeinsam hat, auch wenn der unbedarfte Betrachter hier Ähnlichkeiten zu erkennen vermag! Ich mag den intensiven Ton, den der Lack hat und muss hier tatsächlich eher an Himbeeren in Joghurt denken als an eine gewisse Telekommunikationsfirma - aber das mag auch daran liegen dass ich mir den Lack einfach "schönreden" musste, da ich ihn auf den Nägeln hatte. Das heißt keinesfalls, dass mir die Farbe nicht gefällt - ich hatte nur einfach mit etwas Roterem gerechnet und wollte nicht gerade in einer Woche zwei Mal die gleiche Farbfamilie auf dem Blog zeigen. Allerdings hat es "Red velvet" auch wirklich verdient, hier endlich aufzutauchen und ich bin von dem Finish noch immer begeistert.
Was ein entsprechendes Design angeht, ist ein raues Finish ja immer dankbar für ein Stamping und ich habe mich mal wieder bei der #Frischlackiertchallenge inspirieren lassen. Diese Woche sind Streifen und Punkte dran und während ich für Streifen eine große Sympathie verspürt habe, waren mir die Punkte ein bisschen suspekt. Meine Hoffnung auf ein schon im Vorfeld kombiniertes Design hat ein Blick auf meine Stampingplatten sehr schnell zerstört, also musste es eine geschickte Kombination werden. Auf der MoYou Holy Shapes 07 habe ich schnell ein paar hübsche Optionen für die Streifen gefunden und wollte als Kontrast heute nicht schon wieder Silber nehmen (ein bisschen Abwechslung muss ja auch erlaubt sein!). Darum habe ich mich für MoYou's "Chill out" entschieden, der mit seinem schönen cremigen Finish auch so noch eine Abwechslung bietet. Durch die pinkrote Bsis wirkt das kühle Blau fast ein bisschen fliederfarben, aber in der Summe ist die Mani doch recht harmonisch.
Die Punkte habe ich mit meinem Dottingtool gesetzt und sie sind natürlich nicht so perfekt geworden wie sie hätten sein müssen - aber Dots sind auch einfach nicht meine Stärke. An und für sich wäre ich auch nur mit den Streifen, die ein bisschen was von einem Barcode haben, voll und ganz zufrieden gewesen, aber dann wäre das Thema ja nur zur Hälfte erfüllt. Die anderen beiden Nägel wollte ich nicht mit Punkten verschandeln (das hätte dann wohl noch schlimmer ausgesehen), also musste die Pünktchen einfach in die noch übriggebliebenen Freiflächen platziert werden - mehr schlecht als recht. Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Stamping auf dem Sandlack richtig klasse finde und mich auch sehr freue, dass ich es geschafft habe, mal wieder eine neue Stampingplatte zu benutzen. Obwohl ich so viele tolle Motive habe, neige ich sehr dazu, zu den alten Bekannten zu greifen und das finde ich doch ziemlich schade.
Da "Red velvet" nur ohne Topcoat sein schönes raues Finish zeigt, ist der Lack vor allem an den Nagelspitzen auch ein bisschen empfänglicher für Tipwear. Ich finde das nicht sonderlich schlimm, zumal es auch leicht zu kaschieren ist, aber bei so einem Farbton fällt das natürlich auch eher mal auf. Sicherlich würde sich der Sally Hansen auch mit einem Topcoat gut machen - aber mein Herz schlägt dann doch zu sehr für Sandlacke, dass ich mich dazu hätte hinreißen lassen können.

Kommentare:

  1. Der Farbton ist echt spannend! Würde ihn auch als himbeerig beschreiben, er sieht auch irgendwie sehr cremig aus und weich und schimmerig. Seltsame, aber schöne Kombi!^^

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  2. Dots auf so rauher Basis sind aber auch echt schwer. :) Absolut schicke Farbe! Weißt du, wie ewig es her ist, dass ich das letzte Mal einen Sandlack getragen habe? Auweia - viel zu lange!

    LG Lotte

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