Freitag, 19. Januar 2018

Polish Alcoholic "ABELT"

Dass ich nach dem ersten Lack von Polish Alcoholic hier so schnell einen zweiten zeigen würde, hätte ich ja nicht wirklich gedacht - und das liegt keineswegs daran, dass es nicht noch so einige grandiose Lacke der Marke gibt! Allerdings hatte ich mir "Rainy days" ja nur von Lotte geliehen und absolut nicht damit gerechnet, dass Anne für unser Mädels-Lackier-Wochenende so ein grandioses Mitbringsel dabei hat...

"ABELT" von Polish Alcoholic ist nämlich kein normaler Lack, sondern einer, den Anne extra für uns fünf (Lotte, Tine, Eliane, sie selbst und mich) hat machen lassen - und damit hat sie uns nicht nur alle riesig überrascht, sondern auch noch voll und ganz meinen Geschmack getroffen.
Der Auftrag des Lacks ging mit dem tollen Pinsel vollkommen unproblematisch - schnell hatte ich Farbe auf dem Nagel (und was für eine!) und auch absolut keine Probleme damit, meine Nagelhäute sauber zu lassen. Die Konsistenz des Lacks ist schön cremig, sodass man keine Angst haben muss, dass der Lack verläuft oder verklumpt und das Lackieren wirklich einfach von der Hand geht. Weil ich einfach so dünn lackiere, habe ich noch eine zweite Schicht gebraucht, um wirklich alles blickdicht zu bekommen (und ich glaube, wir haben einfach alle standardmäßig zwei Schichten lackiert) und auch die Nagelspitzen einmal ordentlich zu ummanteln. Das hat aber der Trockenzeit keinen Abbruch getan, der Lack ist wirklich im Nu durchgetrocknet und tragebereit - ob man hier einen Topcoat braucht oder nicht, ist sicher Geschmackssache. Mit Glänzt er eindeutig ein bisschen mehr, aber auch ohne ist "ABELT" wirklich hübsch anzusehen.
Was die Farbe angeht, ist es mit der Beschreibung gar nicht so einfach - ich als absoluter Blaufan könnte eigentlich schon bei "schön!" aufhören, aber ich will mal probieren, diesen Lack ein bisschen auseinanderzupflücken (auch wenn es ihn nicht zu kaufen gibt). Die Base ist sheer und ich bin mir nicht ganz sicher, ob es ein reiner Grünton ist oder ein Mischton aus Grün und Blau (das ist ja auch immer ein bisschen Ansichtssache). Auf jeden Fall ist diese Base vollgepackt mit feinen blauen Schimmerpartikelchen, die auch für den Grundton des Lacks verantwortlich sind. Dazu gibt es dann noch feingeshredderte Fleckspartikel in Gold - und ob die da nicht auch noch in Grün enthalten sind, habe ich nicht mehr so richtig erkennen können. Das sind zumindest die Teilchen, die ich klar erkennbaren, größeren Mengen enthalten sind; weiterhin sind hier und da noch ein paar Holopartikelchen und größere, lilafarbene Glasflecks enthalten, die sich mit dem ganzen Rest zu einem traumhaften Ergebnis verbinden.
Solche satten Blautöne mit einer leichten Grünnote lassen mich ja sehr schnell ins Schwärmen kommen, ich kann mich einfach nicht satt sehen. Und falls sich jetzt jemand fragt, warum der Lack denn so einen komischen Namen hat - das hat Anne ganz schlau gemacht, da es sich ja um eine Sonderabfüllung nur für uns handelt. Damit das auch an der Bezeichnung erkennbar wird, hat sie die Anfangsbuchstaben unserer Namen genutzt und das ist nicht nur geschickt, sondern klingt auch noch nach einer gangbaren Bezeichnung. Zwar könnte man da auch auf den ersten Blick ein wenig an biblische Zusammenhänge denken, aber das wäre dann doch zu viel des Guten... Genau diese Sorge hatte ich auch, als es um ein Design ging, also habe ich mich da zurückgehalten.
Auf der Origami 08 von MoYou gibt es ein dezentes Sternenmotiv, das ich mit essie "No place like chrome" auf den Ring- und Mittelfinger gestempelt habe. Diese feinen Sternenumrisse passen ganz gut zu den funkelnden Flecksteilchen, die in "ABELT" rumschwirren und obwohl ich etwas Sorge hatte, dass Silber der falsche Kontrast wäre, sieht das ganz fesch aus. Noch besser gefällt mir die Mani allerdings mattiert, auch wenn die funkelnden Teilchen im Lack dann ein wenig in den Hintergrund treten... Wobei ich ja sagen muss, dass mir der Polish Alcoholic auch in matt sehr gut gefallen würde, das lässt nämlich diesen vielschichtigen Blauton ein bisschen deutlicher hervortreten, da man nicht so sehr vom Gefunkel der einzelnen Teilchen abgelenkt wird.
Egal, wie man es dreht und wendet - "ABELT" ist definitiv einer der Lacke in meiner Sammlung, die mit einer tollen Geschichte verbunden sind und definitiv bleiben müssen. Auch wenn ich mich beim Ablackieren teils mit dem Blau rumgeärgert habe (wie immer hat aber die Nagelbürste Abhilfe verschafft!), der Lack hat seinen Platz sicher und wird auch definitiv noch öfters lackiert!

Mittwoch, 17. Januar 2018

Lacquester "Dear prudence"

Neben der Tatsache, dass das Wochenende bei Lotte ein riesiger Spaß war, hatte ich auch noch die Gelegenheit, mal wieder ein bisschen in Lottes Lacksammlung zu kruschen. Nachdem ich so einige Exil-Lacke wieder in die Hände ihrer Besitzerin übergeben habe, durfte ich mir für die nächste Zeit noch ein paar weitere Schätzchen aussuchen - sicherlich nicht, weil ich einen Mangel an Lacken habe, sondern weil ich die gemeine Vermutung habe, dass Lotte mich anfixen will mit ihren ganzen Indiemarken!

Bei einer ist das auch durchaus von Erfolg gekrönt, denn die Lacke von Lacquester könnte ich wirklich die ganze Zeit ansabbern. Damit ich das nicht auf Lottes Couch tun muss, hat sie mir für diesen Monat "Wir lackieren..." auch ein paar Schätzchen mitgegeben, eines davon gibt es heute zu sehen: "Dear prudence"!
So richtig begeistert an dem Lack hat mich ja gleich der Pinsel - im Vergleich zu "Mortail coil" ist der nämlich überarbeitet worden und ist jetzt nicht nur perfekt geschnitten, sondern auch noch ein traumhafter Biberschwanz, der den Lack hervorragend aufnimmt und auf den Nägeln verteilt. Die erste Schicht bringt schon gut Farbe auf den Nagel, die zweite macht dann alles perfekt und dank angenehm kurzer Trockenzeit ist die Mani schnell fertig. Ich würde behaupten, dass der Lack nicht perfekt hochglänzend abtrocknet, aber das tut bei diesem Schmuckstück wirklich nichts zur Sache - wer darauf aber großen Wert legt, kann natürlich mit einer Schicht Topcoat Abhilfe verschaffen und "Dear prudence" so richtig zum Glänzen bringen. Allerdings führt das unter Umständen auch dazu, dass der eine oder andere Aspekt, den der Lacquester zu bieten hat, dann doch ein wenig untergeht...
Wenn man sich den Lack so auf den ersten Blick anschaut, würde man wohl bei etwas landen, das "Oh, Braun mit Schimmer" lautet. Dabei ist "Dear prudence" viel komplexer - und eigentlich auch gar nicht braun. Die Base des Lacks ist eher ein sheeres Schwarz, das dann aber vollgepackt ist mit lauter spannenden Partikelchen: Neben bräunlich-kupfernen Schimmerpartikelchen, sind da auch noch kleine Flakieteilchen enthalten, die (zumindest würde ich das so sehen) zwischen Pink und Gold changieren. Und um dem Ganzen noch eine Krone aufzusetzen, ist da eine ordentliche Portion an Holopartikelchen enthalten, die je nach Lichteinfall zu wahnsinnig spannenden Effekten führen: Mal schillert es ganz sanft hier und da ein bisschen regenbogenfarben und lässt dem bräunlichen Ton noch Platz und mal funkelt es ganz wild über den ganzen Nagel verteilt und lässt die Basisfarbe ganz schön in den Hintergrund treten. Hier und da zeigen sich dann noch die etwas größeren Flakies (die wohl auch dafür verantwortlich sind, dass der Lack nicht so eben abtrocknet) und blitzen in Pink oder Gold deutlich aus der Base hervor.
Egal wie viele Bilder man von dem Lack macht - man wird ihm einfach nicht in allen Lagen gerecht und vor allem zeigen sich manche Effekte einfach auch in Winkeln, die die Kamera nicht eingefangen bekommt... Aber so oder so - der Lack ist der absolute Knaller, wenn man Freude an Lacken hat, die mehr als nur Standard bieten und sich je nach Licht und Winkel in ganz unterschiedlichen Verhältnissen zeigen. Das macht es dann aber auch nicht unbedingt leichter, ein stimmiges Design zu finden, ich hatte allerdings sehr schnell etwas im Kopf, das ich auf "Dear prudence" stampen wollte. Rosa sollte es sein, da ich den pinken Einschlag der geshredderten Flakies aufnehmen wollte - und dafür einen passenden Lack zu finden, war wohl für mich die größte Herausforderung. "Shocking pink" von China Glaze ist es dann geworden und als Muster hatte ich mir etwas zärteres, florales von der ÜberChic 1-02 herausgesucht. Ich wollte etwas Feines, das den Lack nicht überlädt, aber trotzdem ein bisschen was Neues reinbringt.
Die Ranken habe ich tatsächlich recht gut auf die Nägel gebracht und zu meiner großen Begeisterung sind sie auch nicht zu fad vom Farbton her, sondern heben sich durchaus von "Dear prudence" ab. Das Stamping habe ich mit einem Topcoat versiegelt, der auch den Basislack noch ein bisschen mehr zum Glänzen bringt - und aus meiner Sicht die Holopartikelchen deutlicher in den Vordergrund rückt. Die Base zeigt sich hier deutlich mit den unterschiedlichen Farbanteilen, die sich allerdings sehr harmonisch ineinanderfügen und obwohl so viel in dem Lack zu Gange ist, wirkt es nicht, also würden sich hier die Effekte gegenseitig ausstechen, sondern sich vielmehr stimmig ergänzen. Egal ob es ein leicht duochromer Eindruck ist oder doch der feine Holoschimmer im Vordergrund steht, ich bin von "Dear prudence" wirklich begeistert und kann ihn mir nicht nur in der kühlen Jahreszeit, sondern auch im Sommer sehr gut vorstellen. Zu gerne hätte ich ein paar Bilder im Sonnenschein gemacht - aber da war mir das Wetter leider nicht gewogen. 
Über die Haltbarkeit des Lacks kann ich mich absolut nicht beschweren - wenn man die Nägel ordentlich ummantelt, ist auch Tipwear nicht übermäßig schnell erkennbar. Ans Ablackieren werde ich mich frühestens morgen machen, da ich das Ergebnis auf den Nägeln einfach grandios finde und mich auch gar nicht von dem Lack trennen möchte... Wer noch weitere Bilder sucht, findet bei Lotte noch weitere traumhafte Eindrücke!

Sonntag, 14. Januar 2018

Polish Alcoholic "Rainy days"

Zum Ende eines tollen Wochenendes bei Lotte haben wir beide es tatsächlich auch wieder mal geschafft, einen Lack für "Gemeinsam lackiert" zu timen. Heute gibt es endlich einen Lack, den ich viel zu lange in Gefangenschaft gehalten und somit Lotte vorenthalten habe, der aber noch immer ganz hervorragend in die Jahreszeit passt, auch wenn ich ihn mit viel schönerem Wetter fotografiert habe. Viel tollere Bilder gibt es übrigens bei Lotte, meine werden dem Lack so gar nicht gerecht.

"Rainy days" von Polish Alcoholic passt vom Namen her ja doch recht gut in die letzten Wochen und ich war sehr gespannt, was der Lack so auf den Nägeln machen würde, da er im Fläschchen schon absolut grandios anzusehen war. Lotte und ich haben allerdings schon festgestellt, dass sich der Lack bei uns beiden durchaus unterschiedlich verhalten hat und wir uns nicht so ganz einig sind, wie wir ihn finden.
Das Lackieren ging bei "Rainy days" einfach von der Hand, der Lack hat schon ordentlich Wumms, deckte bei mir mit der zweiten Schicht dann auch wirklich perfekt und richtig gut. Mit der ersten hatte ich, da ich doch recht dünn lackiere, hier und da doch noch das eine oder andere durchscheinende Fleckchen. Auch wenn die Deckkraft nach zwei Schichten in Ordnung war und der Lack auch in einer angemessenen Geschwindigkeit trocknete, kam für mich dann doch ein kleiner Negativpunkt: Der Lack trocknete nämlich bei mir nicht schön eben und glänzend ab, sondern doch recht ungleichmäßig und uneben. Dort, wo sich die Partikelchen im Lack befanden, gab es kleinere Krater und Unregelmäßigkeiten, sodass ich eine Schicht Topcoat lackieren musste, um ein ansehnliches Finish zu erhalten. So gefiel mir "Rainy days" doch schon ganz gut - allerdings ließ er sich nicht wirklich einfach fotografieren...
Die Grundfarbe des Lacks ist recht klar zu erkennen, dabei handelt es sich nämlich um einen Grauton. Da hört es allerdings mit einfach auch schon auf, denn je nach Licht wirkt das Grau mal dunkler bis ins Anthrazit hinein und zeigt einen leichten Grünstich, mal ist es aber auch eher ein wenig heller, ein klassischer mittelgrauer Ton, der eher kühl angehaucht eine leichte Tendenz in Richtung Blau hat. Und als würde dieser Shift in der Grundfarbe nicht ausreichen, tummeln sich in diesem schönen Cremegrau noch ganz schön viele kleine Partikelchen in Kupfer und Silber. Die kleinen Flecksteilchen sind auch daran "schuld", dass ich mit dem Finish so meine Probleme hatte. Die Partikel liegen nämlich unterschiedlich tief im Lack, darum war der Lack dann doch uneben, hubbelig und einfach nicht schön. Mit Topcoat zeigt der Lack dann aber tatsächlich, was er wirklich kann: Mit diesen feinen Highlights hat der Lack dann wirklich auch nichts mehr mit verregneten Tagen zu tun.
Diese tolle Mischung aus Grau, Kupfer und Silber finde ich ja absolut grandios und auch wenn ich auf diese Kombination sicher nicht von selbst gekommen wäre, hat das wirklich was. Dieses feine Gefunkel, das je nach Winkel mal die warmen, mal eher die kühlen Highlights in den Vordergrund stellt, macht einfach wahnsinnig viel Freude und wird nicht langweilig. Natürlich sollte dann noch ein passendes Design auf den Lack - und daran hätte ich mir fast die Zähne ausgerissen.  Da der Lack so komplex ist, wollte ich ihn nicht überfrachtet,  also fielen Decals und sonstige Klebereien weg. Bei Stamping war ich auch skeptisch, ein stimmiges Muster zu finden, das nicht zu viel vom Lack verdeckt und auch einfach dazu passt. Trotz einer wirklich großen Auswahl an Platten, bin ich nicht so recht fündig geworden, also habe ich mich ausnahmsweise mal wieder an Pünktchen versucht.
Um farblich stimmig zu bleiben, habe ich mich an den Partikelchen im Lack orientiert und mir drei Lacke geschnappt. Mit "Hardy water lily" von Priti NYC, "Bronze" von Lacura Beauty und "we no speak orange" von uma habe ich im unteren Bereich der Nägel einfach wild durcheinander unterschiedlich große Punkte gesetzt. Zwar sind die Dose natürlich mal wieder nicht perfekt geworden und der eine oder andere ist nicht richtig rund, aber fesch sieht das trotzdem aus. Durch die unterschiedlichen Finishes passen die Punkte auch gut zum Lack und bringen noch etwas Abwechslung rein. Sicherlich nicht die beste Wahl, aber recht fesch.
Insgesamt hat mir "Rainy days" doch gut gefallen, auch wenn er vom Finish her ein wenig anstrengend war. Aber da Lotte ja andere Erfahrungen mit genau diesem Lack gemacht hat, wird das nur ein blöder Zufall gewesen sein.

Freitag, 12. Januar 2018

Nicole by OPI "Kardashian Kolor" Smile for the glam-era

Während ich heute mal wieder ein bisschen Zeit damit verbringe, mir die Rücklichter anderer Autos anzuschauen (eine hervorragende Methode, sich nach einem neuen Modell umzusehen!), soll es hier natürlich trotzdem einen Lack geben. Die Auswahl fiel mir enorm schwer, denn es geht heute Nachmittag endlich mal wieder in Richtung Lotte!

Zu so einem Anlass sollte es natürlich kein 08/15-Lack sein, sondern schon einer, der ein bisschen was kann - aber auch keiner, der allzu viel auf dem Kasten hat, denn lange wird er ja eh nicht überstehen... Also suchte ich in meinem Bestand nach einem Kandidaten, der mir würdig genug erschien und blieb bei "Smile for the glam-era" aus der "Kardashian Kolor"-Kollektion von Nicole by OPI hängen. Der passt doch (auch vom Namen her) wie Arsch auf Eimer!
Was das Lackieren selbst angeht, sind die Nicole by OPI-Lacke eigentlich Selbstläufer. Mit dem schön breit auffächernden Pinsel lässt sich der Lack hervorragend auf den Nagel bringen und dank der tollen Konsistenz auch gut verteilen. Im Nu hatte ich eine schöne Farbschicht aufgebracht und mich für einen Moment gefragt, ob sie nicht einen Hauch dicker hätte sein können, um schon auszureichen. Wenn ich aber eines nicht kann, dann ist es dicker lackieren, also gab es einfach eine zweite Schicht drüber und ich war zufrieden. Der Lack trocknet in angenehm kurzer Zeit an und ab, sodass man keinen schnelltrocknenden Topcoat benötigt und auch eine extra Glanzschicht kann man sich eigentlich sparen (zumindest konnte ich keinen großen Unterschied zwischen dem Ergebnis mit und ohne Topcoat erkennen).
Farblich gehört "Smile for the glam-era" natürlich in die dunkle, vampy Ecke - und ich muss gestehen, dass ich ihn tatsächlich noch einen Hauch tiefvioletter in Erinnerung habe als er sich dann dieses Mal beim Lackieren gezeigt hat. Der Lack lungert schon ein paar Jahre bei mir herum, ich habe ihn nämlich damals im USA-Urlaub mitgenommen, wenn ich mich nicht komplett irre. In dieser Zeit habe ich ihn allerdings auch schon das eine oder andere Mal in die Hand genommen und auch lackiert, aber irgendwie nie Fotos davon gemacht. In der rotstichigen, dunkellilanen Basis, die man durchaus als helle Aubergine oder dunkle Pflaume beschreiben könnte, schwirren so einige winzige goldene Partikelchen herum - ob das nun Schimmer oder Mikroglitter ist, kann ich gar nicht so recht erkennen. Dadurch, dass die Partikel nicht obenauf liegen (tendenziell ist es also Glitter), sondern im Lack eingebettet sind, sind sie nicht nur golden, sondern wirken teils auch pink oder lilafarben. Das hängt natürlich davon ab, wie viel Lack da noch obendrüber liegt, allerdings verleiht der Mikroglitter dem Lack dadurch einen edlen Anstrich.
Dazu kommt dann tatsächlich noch ein feiner, blauer Schimmer, der zugegebenerweise aber nur zu erkennen ist, wenn man wirklich ganz genau hinschaut. Auf normale Entfernung ist der dunkellilane, teils von kleinen goldigen Highlights unterbrochene, Eindruck vorherrschend. Diese Zusammenstellung hat es mir nicht unbedingt leicht gemacht, ein halbwegs passendes Design zu finden - also habe ich es mir leicht gemacht und einfach anderweitig entscheiden lassen. "Ich hab' dir da mal eine Platte rausgelegt," schallte es irgendwann aus dem Flur, "das Motiv rechts oben, wenn du sie aufmachst." Wenn das mal nicht Service ist, jetzt musste ich nämlich nur noch entscheiden, welcher Lack zum Stampen es sein sollte. Das ging allerdings recht schnell, ich wollte "Smile for the glam-era" nämlich ein bisschen entgegenkomen und keinen einfachen Cremelack nehmen, sondern etwas Feineres. Anny "Wild at heart" schien mir da perfekt geeignet mit seinem Shift zwischen Pink und Orangegold, also habe ich das Motiv von der MoYou Time traveller - Back to the 60's 05 ganz brav mit diesem Schätzchen auf den Mittel- und Ringfinger gestampt.
Die Platte hat einige sehr coole 60's Muster (logisch, oder?), die teils ein bisschen altbacken wirken, aber durchaus auch schon wieder hip sind. Natürlich habe ich es bei dem geometrischen Muster nicht geschafft, es wirklich gerade und damit perfekt auf die Nägel zu bringen - irgendwo macht mir die Krümmung dann doch wieder einen Strich durch die Rechnung... Aber die Kreise (bzw. deren Umrandungen) sind erstaunlich gut auf "Smile for the glam-era" zu erkennen. Durch die dunkle, rotstichige Basis kommen von "Wild at heart" eher die pinken Anteile durch, im richtigen Winkel ist allerdings auch der Shift ins orangestichige Gold gut zu erkennen und auch wenn das Motiv eher schlicht gehalten ist, ist es einfach eine angenehme und nicht überzogene Abwechslung auf den Nägeln. Ich wäre selbst wohl nicht an dieser Platte hängengeblieben (dabei sind die Motive so cool!), muss aber mal zusehen, dass ich demnächst bei ein paar anderen Farben auch zu den Mustern greife. Ich habe da ein paar typische Farbkombinationen im Kopf, die sich gut machen könnten...
Zur Haltbarkeit von "Smile for the glam-era" kann ich nichts Negatives berichten - für einen dunklen Lack hält sich der Nicole by OPI recht solide. Tipwear gibt es natürlich ein bisschen schneller als bei hellen Lacken (vor allem ohne Topcoat), aber dafür ist das Ablackieren absolut kein Problem und das weiß ich bei so dunklen Lacken sehr zu schätzen!

Mittwoch, 10. Januar 2018

Isadora 733 Paradise green

Neues Jahr - altes Spiel, denn irgendwann (in sehr, sehr, sehr ferner Zukunft) hoffe ich ja, dass ich meine unlackierten Lacke mal alle lackiert habe und hier zeigen konnte. Damit es an der Front vorwärts geht, habe ich mir heute mal wieder einen der Lacke geschnappt, die noch als letzte von ihren Markenkollegen einsam und alleine in meinem Regal stehen. Dann habe ich zumindest auf meiner Liste den Eindruck, dass ich wieder ein bisschen vorwärts gekommen bin.

Die Rede ist von "Paradise green" von Isadora, einem hübschen Cremelack, den mir (wenn ich mich nicht falsch erinnere) Lotte mal aus dem Schwedenurlaub mitgebracht hat. Ich mag die Lacke von Isadora sehr gerne, allerdings finde ich sie preislich durchaus statthaft und bin dann doch eher bei den spezielleren Lacken bereit, das Geld dafür hinzulegen.
"Paradise green" lässt sich mit dem breiten Pinsel der Isadora-Lacke angenehm lackieren (am Anfang braucht man vielleicht ein bisschen, um mit diesen Pinseln zurecht zu kommen, aber inzwischen finde ich die absolut grandios!), gut verteilen und schön auftragen. Der Lack selbst hat eine tolle, cremige Konsistenz und deckt auch sehr schnell. Nach einer dünnen Schicht ist schon ordentlich Farbe auf dem Nagel, allerdings scheint der Nagel dann noch an der einen oder anderen Stelle durch. Mit einer zweiten Schicht ist dann allerdings alles blickdicht und da der Lack auch mit einem schönen Glanz trocknet, kann man auf einen Topcoat hier durchaus verzichten. Das Finish ist schön glatt und lässt keine Wünsche offen - allerdings ist der Lack was das Fotografieren angeht alles andere als einfach!
Farblich ist "Paradise green" nämlich kein reinrassiger Grünton, sondern eigentlich ein toller türkisfarbener Lack, der eher in Richtung Grün als ins Blaue tendiert. Meine Kamera hat beschlossen, ihn weder so richtig knallig, noch mit dem entsprechenden Blaustich zu zeigen - also musste ich meine nicht vorhandenen Fotobearbeitungskünste bemühen und habe versucht, zumindest ein bisschen was in Richtung einer halbwegs adäquaten Darstellung zu verbessern. Der Lack wirkt jetzt im Ansatz so knallig und intensiv wie er tatsächlich ist, allerdings fehlt ihm noch der Blaustich, den der Isadora eigentlich hat. Den habe ich aber partout nicht mehr hinbekommen, ohne gleichzeitig auch ein unangenehmes Rauschen auf die Fotos zu bringen, also habe ich beschlossen, es einfach so zu belassen. Stellt euch den Lack einfach nur noch etwas intensiver und bläulicher vor!
Als es um das Design passend zum Lack ging, hatte ich schnell essence's "Edward" in der Hand - mit den grünen und in allen Farben glitzernden Holopartikeln schien der mir nämlich sehr stimmig und zur Basisfarbe passend. Also habe ich einfach alle Nägel damit bepinselt - und hätte es eigentlich auch dabei belassen können, aber ich wollte dann doch noch ein bisschen mehr als nur das hübsche Gefunkel und Geglitzer haben (ich bin aber schon extrem stolz auf mich, dass ich mal wieder daran gedacht habe, einen meiner Topper zu nutzen!). Ich hatte schnell ein Stampingmotiv ein Kopf, das ich über meinen Glitzertopper stempeln wollte. Auf der MoYou Pro XL 04 sind einige Animalprints zu finden und ich habe mir eines der Streifenmuster geschnappt (den Tiger sozusagen) und habe den  mit einem dunkleren Lack ("Trendsetter" von essence) auf den Ring- und Mittelfinger gestampt.
Das Ganze habe ich dann noch mit einem Topcoat versehen und auch wenn ich den Glitzertopper vor dem Stamping aufgebracht habe, sieht es doch ein bisschen so aus, als würde der Glitzer über dem dunkleren Grünton liegen. Ich mag das Endergebnis sehr gern - so erkennt man das Tiermuster gar nicht so schnell (und es ist auch nicht so typisch schlimm Animalprint) und es bietet trotzdem ein bisschen Abwechslung auf den Nägeln. Wirklich begeistert bin ich tatsächlich vom Topper auf dem Türkiston, da der den Lack doch noch ordentlich aufwertet. Natürlich sieht die Kombination auch ohne Stamping schon bombastisch aus, aber so ist er doch ein bisschen raffinierter - auch wenn gerade das Stamping auf die Entfernung so gar nicht zu erkennen ist.
Obwohl der Lack recht farbintensiv ist, ist er beim Ablackieren absolut unkompliziert. Ohne Topcoat sieht man Tipwear tatsächlich ein bisschen schneller und sie fällt auch auf - aber das kann ich diesem Lack verzeihen und bin viel mehr von der Farbe begeistert. Grundsätzlich ist es ja so, dass ich mich von geschenkten Lacken ungern trenne - aber bei diesem hier gibt es dazu auch überhaupt keinen Grund!