Sonntag, 5. November 2017

CND Vinylux "Nightspell" #252 Hypnotic dreams

Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es heute endlich mal wieder ein "Gemeinsam lackiert" mit Lotte - um ehrlich zu sein, habe ich absolut keinen Schimmer, warum wir es (schon wieder!) so lange nicht geschafft haben, uns den gleichen Lack zur gleichen Zeit zu schnappen. Der geheime Masterplan sagt aber, dass wir jetzt mehr als redlich bemüht sind, das Ganze ein wenig zu stabilisieren und häufiger mal einen Lack gemeinsam zu zeigen.

Für heute haben wir uns einen der CND Vinylux-Lacke aus der "Nightspell"-Kollektion vorgenommen, die #252 "Hypnotic dreams", den wir beide über den BloggerClub bekommen haben. Lottes Posting könnt ihr euch *hier* anschauen und so einfach im Vergleich auch eine andere Meinung und vor allem andere bombastische Fotos auf dem Silbertablett serviert bekommen.
Der Pinsel der CND Vinylux-Lacke ist noch immer gerade geschnitten und nicht sonderlich breit, nimmt aber genug Lack auf und ist schön flexibel, sodass der Auftrag angenehm ist. Die Konsistenz des Lacks ist auch hier wieder klasse, wobei ich "Hypnotic dreams" eher auf der etwas dickflüssigeren Seite sehen würde. Keineswegs eingedickt, aber aufgrund seiner Zusammensetzung eben nicht wässrig-flüssig. Die erste Schicht Lack zeigte eines ganz deutlich: Die Nagelspitzen brauchen eine Sonderbehandlung, ansonsten zeigt sich sehr schnell Tipwear. Wenn man allerdings sorgfältig nacharbeitet, ist das kein Problem, der Lack braucht nämlich mindestens eine zweite Schicht. Nach zwei Schichten war mein Nagelweiß zwar weitgehend abgedeckt, allerdings schien es mir an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig durchzuscheinen, also musste eine dritte Schicht her. Wer es nicht so genau nimmt, wird wohl auch mit zweien auskommen, aber sicher ist (vor allem für das Kameraauge!) sicher. Da der Lack recht zügig trocknet, ist ein Topcoat nicht nötig - außer, jemand möchte Spiegelglanz. Dank der spannenden Zusammensetzung des Lacks halte ich das aber gar nicht für so notwendig.
Farblich ist "Hypnotic dreams" eine echte Herausforderung - CND beschreibt ihn als antikes Gold mit einem leichten Rosa-Bronze-Effekt. Das trifft tatsächlich grundlegend zu, allerdings wird das dem Lack keineswegs gerecht, also versuche ich zumindest mal, einen etwas genaueren Blick auf den Lack zu werfen. An und für sich ist die Base wohl ein sheeres grünliches Grau, in dem ganz viele multichrome Schimmerflecks herumschwirren. Auf den ersten Blick changieren die zwischen Gold und Rosé und zeigen zwischendrin Orangeanteile in unterschiedlicher Ausprägung. Im Fläschchen allerdings, zeigt "Hypnotic dreams", was die Flecks alles könnten, wenn man sie ließe: Da changiert es nämlich zwischen einem kühlen Dunkelgrün und einem warmen Rosa mit Zwischenspielen in hellem Grün, warmem Gold, orangestichigen Kupfer und Peach - einfach ein Träumchen, wenn man das Fläschchen im Licht dreht und wendet. Es wäre zu schön, das auch so auf den Nägeln zu sehen, aber die sind dann doch nicht genug gebogen. Deutlich wird aber ein Shift zwischen dem rosanen Schimmer und einem Olivgrün, das deutlich warme Anteile zeigt.  
Genau dieses Farbspiel macht es aber auch so verdammt schwierig, "Hypnotic dreams" mit der Kamera angemessen einzufangen. Die Kamera ist da doch ein bisschen eingeschränkt und kann eben nicht jeden Winkel ermöglichen, aber ich glaube, ihr bekommt so zumindest eine gewisse Idee vom Lack. Der Vinylux ist definitiv der perfekte Herbstlack und kann eindeutig auch mit dem Farbspiel der Blätter draußen mithalten - nur eben ein bisschen flüssiger und metallischer angehaucht. Diese Vielfalt macht es auch schwierig, ein stimmiges Design für den Lack zu finden, zumal er auch nicht sonderlich hell ist und Schwarz da wohl wenig Kontrast bilden würde. Also habe ich mir essie's "No place like chrome" geschnappt und mich mal wieder durch meine Stampingplatten gewühlt. Ich hatte recht schnell ein geometrisches Muster im Kopf, da das wohl auch dem Lack noch genügend Platz lassen, aber gleichzeitig auch einen deutlichen Kontrast zu dem fließenden Farbwechsel bilden würde. Ich hatte mir vor einiger Zeit ja noch ein paar der Illusion-Platten von MoYou bestellt, also ging es nur noch darum, die passenden Motive zu finden.
Fündig wurde ich auf der Illusion 12 und 13, da ich nicht alle Nägel mit einem Ganznagelmuster versehen wollte und einfach noch eines der Einzelmotive benötigte. Entschieden habe ich mich für dreieckige Formen, die an Escher angelehnt sind - also im Prinzip unmögliche Formen, da sie keinen Anfang und kein Ende zu haben scheinen. Auf dem Ringfinger habe ich dann das Einzemotiv aufgebracht, die übrigen Nägel mit dem kompletten Muster bestempelt. Im Nachhinein bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich das Ganze nicht andersherum hätte machen sollen, da so doch die silbernen Anteile ziemlich deutlich im Vordergrund stehen, aber ich muss sagen, dass mir die Mani auch so schon ziemlich gut gefällt. Ich mag den kühlen Kontrast des Silbers, das ja auch den kleinen Vorteil des mettalischen Anstrichs hat, sodass es kein krasser Cremekontrast zur fließenden Basis ist. Die Motive finde ich sowieso klasse und muss mir mal ein paar weitere Manis damit zurechtlegen (in letzter Zeit habe ich aber so das kleine Problem, dass ich meine Stampingplatten alle klasse finde und mich nicht so richtig entscheiden kann)...
Ohne Topcoat ist die Haltbarkeit des Lacks zwar nicht so grandios, da die Nagelspitzen sich doch schnell abnutzen, mit einer Schutzschicht sieht das aber schon wieder anders aus. Ich vermute ja, dass der Lack mattiert auch absolut grandios ausgesehen hätte - aber da ich ein Stamping auf "Hypnotic dreams" gepackt habe, ging sich das eben nicht so wirklich aus. So oder so - mal wieder ein toller Lack aus dem Hause CND!

"Hypnotic dreams" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt.

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